Paznaun (Gemeinde Ischgl)

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Paznaun (Weiler)
Paznaun (Gemeinde Ischgl) (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Landeck (LA), Tirol
Gerichtsbezirk Landeck
Pol. Gemeinde Ischgl  (KG Ischgl)
Ortschaft Ischgl
Koordinaten 47° 0′ 28″ N, 10° 16′ 52″ OKoordinaten: 47° 0′ 28″ N, 10° 16′ 52″ O
Höhe 1360 m ü. A.
Gebäudestand 20 (2011)
Postleitzahl 6562 Ischgl
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Ischgl (70608 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS
f0

BW

Paznaun ist ein Ort im Paznaun in Tirol und gehört zur Gemeinde Ischgl im Bezirk Landeck.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler liegt 25 Kilometer südwestlich von Landeck, taleinwärts nahe bei Ischgl, gegenüber Pasnatsch auf der anderen Seite der Trisanna, auf etwa (1360 m ü. A.) Höhe.

Der Ort umfasst etwa 20 Gebäude. Er liegt am Fuß des Lattenkopfs (2454 m ü. A.), wenig unterhalb mündet der Pitschbach, einer der vielen gefährlicheren Lawinenstriche des Paznauns, und neben der größeren Madleinlawine der zweite, der den Ort Ischgl direkt bedroht – daher ist das Kar am Lattenkopf aufwändig lawinenverbaut.

Etwas weiter flussabwärts liegt, gegenüber dem Sportplatz, der Hochseilgarten Ischgl.

Nachbarorte:

Versahl
Nachbargemeinden Ischgl
Mathon Pasnatsch

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler entstand wohl um die Nothelferkapelle Paznaun (Kapelle hl. Blasius). Sie trägt das Patrozinium des Heiligen Blasius von Sebaste, Nothelfer und Schutzpatron des Viehs – da im Paznaun kein Getreideanbau möglich war, spezialisierte man sich auf die Zucht von Jungvieh, das man gegen zollfrei importiertes Getreide und Mais tauschte. Die Barockkapelle steht unter Denkmalschutz.

Die Kapelle wurde ursprünglich wohl 1675 erbaut, 1762 durch ein Hochwasser beschädigt und beim großen Hochwasser 1764 zerstört.[1] Die Kapelle wurde nach 1764 hangaufwärts neu erbaut. Der Weiler Paznaun selbst entstand vermutlich ab dem späteren 18. Jahrhundert um diese neue Vierzehn-Nothelfer-Kapelle.[2]

1871 gab es über die Pitschenriefe schwere Vermurungen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vierzehn Nothelfer Kapelle. In: ischgl.com » Ischgl Information » Kultur & Sehenswertes » Kapellen. Tourismusverband Paznaun - Ischgl, abgerufen am 16. Juli 2011.
  2. a b Freiwillige Feuerwehr Ischgl (Hrsg.): Katastrophenchronik. S. 1 (pdf).