Perfluorhexan

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Strukturformel
Perfluorohexane.png
Allgemeines
Name Perfluorhexan
Andere Namen
  • Fluorinert FC-72
  • Flutec PP1
Summenformel C6F14
CAS-Nummer 355-04-4
PubChem 67726
Kurzbeschreibung

klare Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 338,04 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,718 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−90 °C[1]

Siedepunkt

57 °C[1]

Dampfdruck

27 kPa[1]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[1]

Brechungsindex

1,252[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Perfluorhexan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Perfluorcarbone, welche aufgrund ihrer inerten Eigenschaften als Wärmeüberträger und Lösungsmittel[5] verwendet wird. Auch ein Einsatz in der Medizin bei Lungenschäden wird untersucht.[6]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Perfluorhexan kann durch einen Fowler-Prozess aus Cobalt(II)-fluorid gewonnen werden.[7]

\mathrm{2 \ CoF_2 + F_2 \longrightarrow 2 \ CoF_3}
\mathrm{C_6H_{14} + 28 \ CoF_3 \longrightarrow C_6F_{14} + 14 \ HF + 28 \ CoF_2}

Ebenfalls möglich ist die direkte Synthese aus Trihexylamin.[7]

\mathrm{2 \ N(C_6H_{13})_3 + 90 \ HF \longrightarrow 6 \ C_6F_{14} + 2 \ NF_3 + 45 \ H_2}

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f SDB von Flutec
  2. a b c SDB von Topfluoro
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  5.  John A. Gladysz, Dennis P. Curran, Istvan T. Horvath: Handbook of Fluorous Chemistry. John Wiley & Sons, 2006, ISBN 978-3-527-60449-4, S. 460 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  R. Kuhlen, R. Rossaint: Die Intensivtherapie bei akutem Lungenversagen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-57349-1, S. 81 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. a b  Rob Burgess: Understanding Nanomedicine An Introductory Textbook. CRC Press, 2012, ISBN 978-981-4303-52-1, S. 18 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).