Parsęta

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Parsęta
Persante
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Die Parsęta bei Karlino (Körlin)

Die Parsęta bei Karlino (Körlin)

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Woiwodschaft Westpommern, Polen
Flusssystem Parsęta
Flussgebietseinheit Oder[1]
Quelle bei Parsęcko (Gemeinde Szczecinek)
53° 43′ 23″ N, 16° 34′ 12″ O
Quellhöhe 137 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Kołobrzeg in die OstseeKoordinaten: 54° 11′ 14″ N, 15° 33′ 10″ O
54° 11′ 14″ N, 15° 33′ 10″ O
Länge 143 km[2]
Einzugsgebiet 3145 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss an der Mündung[2]
AEo: 3145 km²
MQ
Mq
29,4 m³/s
9,3 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Gęsia (Gänsebach), Dębnica (Damitz), Mogilica (Muglitz), Pokrzywnica (Krummes Wasser)
Rechte Nebenflüsse Perznica (Pirnitz), Liśnica (Leitznitz), Radew (Radüe)
Mittelstädte Białogard, Kołobrzeg
Kleinstädte Karlino

Die Parsęta ([parˈsɛnta], deutsch Persante) ist ein 143 km, nach anderen Quellen 127,1 km[3] langer Fluss in der polnischen Woiwodschaft Westpommern (ehemals Hinterpommern). Sie entspringt in einer Höhe von 137 Metern über dem Meeresspiegel bei Parsęcko, fließt stark mäandernd Richtung Norden und mündet bei Kołobrzeg (Kolberg) in die Ostsee.

Blockreiches Kerbtal im Oberlauf der Persante

Der Flussverlauf ist vielgestaltig: Während sie an der Quelle ein Feuchtgebiet speist, ist sie danach in einem Graben gefasst. Durch das Einzugsgebiet von 3 145 km² und ein verhältnismäßig großes Gefälle hat sie im weiteren Oberlauf den Charakter eines Wildwasserbaches. Bei Białogard ist sie eingedeicht, am Dorf Rościno befindet sich ein Wasserkraftwerk und ein Stauwehr. Später fließt sie durch Auwälder, Wiesen und Torfmoore und ist außer im Stadtgebiet von Kołobrzeg nur mit einem Wehr gestaut. Dort teilt sich der Fluss in den Hauptlauf und den Kanał Drzewny (Holzkanal), dessen Zufluss durch einen Schütz reguliert wird und der in den Fischereihafen mündet.[4]

Die hölzernen Dämme bzw. Uferbefestigungen der Parsęta aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sind häufig überspült und nur noch in Resten vorhanden, der Flusslauf unterliegt damit wieder seiner natürlichen Dynamik.

Während der Oberlauf immer wieder stark durch Baumhindernisse blockiert ist, ist die Parsęta ab Karlino für den Kanusport vorgesehen, es gibt ausgewiesene Wasserwanderrastplätze.

Der Name des Flusses ist nach Linguistenmeinung prußisch zu deuten: „perses“ ist eine sumpfige Stelle im Wald oder auch eine nicht zufrierende Stelle im Eis. Der deutsche Name Persante ist somit als „Sumpffluss“ zu übersetzen. Sie gilt als die westliche Grenze des einstmals baltischen Sprachgebietes.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Reinhold Brauer: Baltisch-Prussische Siedlungen westlich der Weichsel. Nicolaus-Copernicus-Verlag, Münster 1988, ISBN 3-924238-12-X (Quellen und Darstellungen zur Geschichte Westpreussens 24).
  • Wolfgang P. Schmid: Linguisticæ scientiæ collectanea. Ausgewählte Schriften. Anlässlich seines 65. Geburtstages herausgegeben von Joachim Becker. De Gruyter, Berlin u. a. 1994, ISBN 3-11-013440-3, S. 274, Link zur Textstelle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Parsęta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Obszary dorzeczy – Ramowa Dyrektywa Woda, abgerufen am 2. April 2015
  2. a b HELCOM: PL.pdf Sea Trout and Salmon Populations and Rivers in Poland – HELCOM assessment of salmon (Salmo salar) and sea trout (Salmo trutta) populations and habitats in rivers flowing to the Baltic Sea. Balt. Sea Environ. Proc. No. 126B. Helsinki 2011
  3. Regionales Wassermanagement in der Region Stettin
  4. Position des Zuflusses des Kanał Drzewny (Holzkanal)