Parsęta

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Parsęta
Persante
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Die Parsęta bei Karlino (Körlin)

Die Parsęta bei Karlino (Körlin)

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Woiwodschaft Westpommern, Polen
Flusssystem ParsętaVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehlt
Flussgebietseinheit Oder[1]
Quelle bei Parsęcko (Gemeinde Szczecinek)
53° 43′ 23″ N, 16° 34′ 12″ O53.7229416.56987137
Quellhöhe 137 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Kołobrzeg in die Ostsee54.18730170318615.552735328674Koordinaten: 54° 11′ 14″ N, 15° 33′ 10″ O
54° 11′ 14″ N, 15° 33′ 10″ O54.18730170318615.552735328674
Länge 127 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 3145 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Linke Nebenflüsse Gęsia (Gänsebach), Dębnica (Damitz), Mogilica (Muglitz), Pokrzywnica (Krummes Wasser)
Rechte Nebenflüsse Perznica (Pirnitz), Liśnica (Leitznitz), Radew (Radüe)
Mittelstädte Białogard, Kołobrzeg
Kleinstädte Karlino

Die Parsęta ([parˈsɛnta], deutsch Persante) ist ein 127 km langer Fluss in der polnischen Woiwodschaft Westpommern (ehemals Hinterpommern). Sie entspringt in einer Höhe von 137 Metern über dem Meeresspiegel bei Parsęcko, fließt stark mäandernd Richtung Norden und mündet bei Kołobrzeg (Kolberg) in die Ostsee.

Der Flussverlauf ist vielgestaltig: Während sie an der Quelle ein Feuchtgebiet speist, ist sie danach in einem Graben gefasst. Durch das Einzugsgebiet von 3 145 km² und ein verhältnismäßig großes Gefälle hat sie im weiteren Oberlauf den Charakter eines Wildwasserbaches. Bei Białogard ist sie eingedeicht, am Dorf Rościno befindet sich ein Wasserkraftwerk und ein Stauwehr. Später fließt sie durch Auwälder, Wiesen und Torfmoore und ist außer im Stadtgebiet von Kołobrzeg nur mit einem Wehr gestaut. Dort teilt sich der Fluss in den Hauptlauf und - inzwischen unterirdisch gelegt - den Kanał Drzewny (Holzkanal), der in den Fischereihafen mündet. Die hölzernen Dämme bzw. Uferbefestigungen der Parsęta aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sind häufig überspült und nur noch in Resten vorhanden, der Flusslauf unterliegt damit wieder seiner natürlichen Dynamik.

Während der Oberlauf immer wieder stark durch Baumhindernisse blockiert ist, ist die Parsęta ab Karlino für den Kanusport vorgesehen, es gibt ausgewiesene Wasserwanderrastplätze.

Der Name des Flusses ist nach Linguistenmeinung prußisch zu deuten: „perses“ ist eine sumpfige Stelle im Wald oder auch eine nicht zufrierende Stelle im Eis. Der deutsche Name Persante ist somit als „Sumpffluss“ zu übersetzen. Sie gilt als die westliche Grenze des einstmals baltischen Sprachgebietes.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Reinhold Brauer: Baltisch-Prussische Siedlungen westlich der Weichsel. Nicolaus-Copernicus-Verlag, Münster 1988, ISBN 3-924238-12-X (Quellen und Darstellungen zur Geschichte Westpreussens 24).
  • Wolfgang P. Schmid: Linguisticæ scientiæ collectanea. Ausgewählte Schriften. Anlässlich seines 65. Geburtstages herausgegeben von Joachim Becker. De Gruyter, Berlin u. a. 1994, ISBN 3-11-013440-3, S. 274, Link zur Textstelle.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Parsęta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Obszary dorzeczy – Ramowa Dyrektywa Woda, abgerufen am 2. April 2015