Peter-Erwin Jansen

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Peter-Erwin Jansen (* 1957 in Zell) ist ein deutscher Publizist und Sozialwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jansen studierte Philosophie, Soziologie, Germanistik und Politik in Frankfurt am Main u.a. bei Jürgen Habermas. Mitte der 1980er Jahre war Jansen sowohl in der Redaktion der Rezensionszeitschrift LISTEN (Frankfurt/Main) als auch in der Redaktion der sozialistischen Monatszeitschrift links des Sozialistischen Büros in Offenbach. Zusammen mit Gerhard Krum war er dort von 1987 bis 1992 verantwortlicher Redakteur. Als Dozent für Soziologie und Gerontologie unterrichtete er von 2004 bis 2013 an der Altenfachpflegeschule der Martin-Luther-Stiftung in Hanau und lehrt seit 2009 an der Hochschule Koblenz, FB Sozialwissenschaften, als „Lehrkraft für besondere Aufgaben zur Vermittlung der praktischen Umsetzung und Anwendung sozialwissenschaftlicher Handlungskonzepte“. Dort hatte er 2013 eine Vertretungsprofessur für „Sozialwissenschaftliche Grundlagen in der Sozialen Arbeit“ inne.

Jansen führte Interviews und Gespräche mit Gefangenen im Todesgefängnis von Huntsville/Texas. Diese und andere Themen über die amerikanische Gesellschaft wurden in dem Band Streiflichter aus Amerika publiziert. Zudem gibt Jansen ausgewählte Schriften aus dem Nachlass von Herbert Marcuse und von Leo Löwenthal heraus. Jansen ist, sowohl publizistisch, als auch rechtlich als Vertreter der Nachlasseigentümer für die Nachlässe von Herbert Marcuse und Leo Löwenthal verantwortlich. Er ist außerdem einer der fünf Direktoren der International Herbert Marcuse Society (IHMS, European Section), die seit 2013 den offiziellen Status einer "Non-Profit Organization", Sitz in Philadelphia, erhalten hat.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Befreiung Denken – Ein politischer Imperativ. Materialien zu Herbert Marcuse. 2. erweiterte Auflage, Verlag 2000, 1989
  • Streiflichter aus Amerika. Essays zu Gesellschaft und Gewalt. Interviews zum Kommunitarismus. Campus Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-593-35896-4
  • Zwischen Hoffnung und Notwendigkeit. Texte zu Herbert Marcuse. Neue Kritik, 1999, ISBN 3-8015-0333-X

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Nachlass von Leo Löwenthal erschienen:

  • Das Utopische soll Funken schlagen. Zum 100. Geburtstag von Leo Löwenthal. Einleitung Helmut Dubiel, Vittorio Klostermann 2000, ISBN 3-465-03117-2
  • In steter Freundschaft. Briefwechsel Leo Löwenthal und Siegfried Kracauer. 1921–1966. Einleitung Martin Jay. (Hrsg.) Peter-Erwin Jansen, Christian Schmidt, zu Klampen 2003, ISBN 3-934920-27-6

Aus dem Nachlass Herbert Marcuses erschienen:

  • Feindanalysen. Über die Deutschen. Einleitung Detlev Claussen, zu Klampen Verlag Springe 1998. ISBN 3-924245-68-1.
  • Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie. Einleitung Oskar Negt, zu Klampen Verlag Springe 1999. ISBN 3-924245-83-5.
  • Kunst und Befreiung. Einleitung Gerhard Schweppenhäuser, zu Klampen Verlag Springe 2000. ISBN 3-924245-84-3.
  • Philosophie und Psychologie. Einleitung Alfred Schmidt, zu Klampen Verlag Springe 2002. ISBN 3-924245-85-1.
  • Die Studentenbewegung und ihre Folgen. Einleitung Wolfgang Kraushaar, zu Klampen Verlag Springe 2004. ISBN 3-924245-86-X.
  • Feindanalysen. Über die Deutschen. Einleitung Detlev Claussen. Erweiterte Neuauflage, zu Klampen Verlag Springe 2007. ISBN 978-3-86674-003-7.
  • Ökologie und Gesellschaftskritik. Einleitung Iring Fetscher, zu Klampen Verlag Springe 2009. ISBN 978-3-924245-87-0.

Mit Charles Reitz veröffentlichte er 2015 den Band

  • Herbert Marcuse's 1974 Paris Lectures at Vincennes University. Introduction by Sarah Surak. Afterword by Douglas Kellner, Frankfurt/Kansas City. ISBN 978-1-512-31902-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]