Peter Müller (Fußballspieler, 1946)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Peter Müller 1976

Peter Müller (* 3. Oktober 1946 in Auerbach/Vogtl.) war Fußballspieler in der DDR-Oberliga für den SC/FC Karl-Marx-Stadt. Mit ihm wurde er Fußballmeister, außerdem ist er 33-facher Junioren- und Nachwuchsnationalspieler und wurde mit den DDR-Junioren 1965 Europameister.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müllers Fußball-Laufbahn begann bei der BSG Wismut Auerbach im Vogtland. Im Alter von knapp 17 Jahren wurde er im Sommer 1963 zum Fußball-Leistungszentrum der Region, dem SC Karl-Marx-Stadt, delegiert, dessen Fußballsektion 1966 als FC Karl-Marx-Stadt ausgegliedert wurde. Dort tat er sich in der Juniorenmannschaft besonders hervor, sodass er am 7. Oktober 1964 zu seinem ersten von später insgesamt 18 Junioren-Länderspielen kam. 1965 wurde er erstmals in der Oberligamannschaft der Karl-Marx-Städter eingesetzt. Als der FC Karl-Marx-Stadt 1967 überraschend die DDR-Fußballmeisterschaft gewann, war der nur 1,71 m große Abwehrspieler in 20 der 26 Punktspiele eingesetzt worden.

Inzwischen hatte Müller mit dem Gewinn des UEFA-Juniorenturniers 1965, gleichzusetzen mit der späteren Europameisterschaft, und anschließend mit den ersten von 15 Länderspielen in der DDR-Nachwuchsauswahl (erster Einsatz 31. Oktober 1965) weitere internationale Erfahrung sammeln können. Diese konnte er auch in den beiden Spielen des FCK im Europapokal der Landesmeister der Saison 1967/68 einbringen. Jeweils im linken Mittelfeld aufgeboten, konnte er jedoch die beiden Niederlagen 1:3 und 1:2 gegen den belgischen Meister RSC Anderlecht nicht verhindern, sodass die Karl-Marx-Städter bereits in der 1. Runde aus dem europäischen Wettbewerb ausschieden.

1969 stand Müller mit dem FCK im Endspiel um den DDR-Fußballpokal. Auch diesmal konnte er, als rechter Verteidiger aufgeboten, eine weitere bittere Niederlage nicht verhindern. Seine Mannschaft unterlag dem 1. FC Magdeburg hoch mit 0:4. Ebenso überraschend wie der FCK 1967 Meister geworden war, stieg er unerwartet nach der Saison 1969/70 ab. So musste Müller ein Jahr in der zweitklassigen DDR-Liga verbringen, wo er 25 der 30 Punktspiele bestritt, danach aber wieder in die Oberliga aufstieg.

Peter Müller spielte noch bis zum Ende der Saison 1979/80 für den FC Karl-Marx-Stadt. Danach hatte er für die Karl-Marx-Städter 268 Oberliga-Punktspiele bestritten. Anschließend übernahm Müller, der noch während seiner aktiven Zeit zum Diplomsportlehrer ausgebildet worden war, beim Klub die Funktion des Mannschaftsleiters, die er später, abgewandelt als Leiter der Lizenzabteilung, beim FCK-Nachfolger Chemnitzer FC fortsetzte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]