Peter Noelke

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Peter Noelke (* 13. Februar 1941 in Bielefeld) ist ein deutscher Provinzialrömischer Archäologe.

Peter Noelke schloss sein Studium 1973 als Magister an der Universität Bonn ab. 1981 wurde er an der Universität Erlangen mit einer Arbeit über die Jupitersäulen in den germanischen Provinzen promoviert. Zwischen 1982 und 1995 war Noelke Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln. 1997 wurde er dort zum Honorarprofessor ernannt.

Von 1971 bis 1973 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rheinischen Landesmuseum Bonn. 1974 wurde er Lektor der Museen der Stadt Köln, anschließend zunächst wissenschaftlicher Referent, danach Kustos am Römisch-Germanischen Museum in Köln. 1985 bis 2006 leitete er als Direktor den Museumsdienst Köln. 2001 wurde Noelke Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Noelkes Forschungsgebiet ist die Plastik der römischen Provinzen. So forscht er etwa zu den römischen Grabreliefs mit Mahldarstellung in den beiden Germanien und ihren Nachbargebieten, den Steindenkmäler des römischen Köln, den Kölner Sammlungen antiker Steindenkmäler vom Humanismus bis zur Aufklärung sowie Panzerstatuen und der Gattung der Ehrenstatuen in den nördlichen Grenzprovinzen des Imperium Romanum.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Iupitersäulen in den germanischen Provinzen (= Beihefte der Bonner Jahrbücher Bd. 41). Rheinland-Verlag / Habelt, Köln / Bonn 1981, ISBN 3-7927-0502-8
  • (Hrsg.) Kölner Museumsführer (= Köln entdecken Bd. 5). Wienand, Köln 1987, ISBN 3-87909-154-4
  • (Hrsg.) Archäologische Museen und Stätten der römischen Antike. Auf dem Wege vom Schatzhaus zum Erlebnispark und virtuellen Informationszentrum? Referate des 2. Internationalen Colloquiums zur Vermittlungsarbeit in Museen, Köln, 3.-6. Mai 1999 (= Schriftenreihe des Museumsdienstes Köln Bd. 4), Habelt, Bonn 2001, ISBN 3-7749-3063-5
  • (Hrsg.) Romanisation und Resistenz in Plastik, Architektur und Inschriften der Provinzen des Imperium Romanum. Akten des VII. Internationalen Colloquiums über Probleme des Provinzialrömischen Kunstschaffens, Köln, 2.-6. Mai 2001. Neue Funde und Forschungen. Zabern, Mainz 2003, ISBN 3-8053-3089-8
  • Bildersturm und Wiederverwendung am Beispiel der Iuppitersäulen in den germanischen Provinzen des Imperium Romanum. In: Bericht der Römisch-Germanische Kommission 87, 2006, S. 273–386.
  • Bildhauerwerkstätten im römischen Germanien. Möglichkeiten und Grenzen ihres Nachweises. In: Bonner Jahrbücher 206, 2006, 87–144.
  • Kölner Sammlungen und Kölner Funde antiker Steindenkmäler im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Kölner Jahrbuch 40, 2007, 159–213.
  • Das „Roemergrab“ in Weiden und die Grabkammern in den germanischen Provinzen. Kölner Jahrbuch 41, 2008, 437–504.
  • Neufunde von Jupitersäulen und -pfeilern in der Germania inferior nebst Nachträgen zum früheren Bestand (mit Beiträgen von T. A. S. M. Panhuysen). In: Bonner Jahrbücher 210/211, 2010/2011, S. 149–374.
  • Weihaltäre mit Opferdarstellungen und -bezügen in der Germania inferior und den übrigen Nordwest-Provinzen des Imperium Romanum. In: Jahrbuch des Römisch-Germanisches Zentralmuseum 58, 2011, S. 467–590.

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