Germania inferior

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Das Praetorium in Köln, der Sitz des Statthalters der Provinz Niedergermanien

Germania inferior (Niedergermanien) war eine römische Provinz. Sie umfasste die westlich des Rheins gelegenen Teile der heutigen Niederlande und Deutschlands sowie Teile von Belgien. Ursprünglich, seit Augustus, war dieses Gebiet ein Heeresbezirk, der verwaltungstechnisch zu Gallien gehörte. Die Provinz wurde erst unter Domitian um 85 n. Chr. eingerichtet. Ihre Hauptstadt und Sitz der Statthalter von Niedergermanien war die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, das heutige Köln. Im Zuge einer spätantiken Verwaltungsreform erfolgte dann die Einrichtung der Germania secunda.

Germania inferior war die nördliche Nachbarprovinz von Germania superior (Obergermanien) und lag östlich der Belgica.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu ersten Begegnungen zwischen römischen Truppen und gallischen beziehungsweise germanischen Stämmen im Gebiet der späteren Provinz kam es um 50 v. Chr. während des Gallienfeldzuges von Gaius Iulius Caesar.

Römische Provinzen unter Trajan (117 n. Chr.)

Eine dauernde römische Militärpräsenz begann mit den Feldzügen des Drusus ab 12 v. Chr. Nachdem die Feldzüge im rechtsrheinischen Germanien, zuletzt unter Führung des Germanicus, eingestellt wurden, blieben vier Legionen in festen Lagern stationiert: zwei Legionen in Xanten/Vetera sowie jeweils eine Legion in Neuss und Bonn.

Zu Beginn des Vierkaiserjahrs 69 wurde Vitellius, der Oberkommandieren des Heeres in Niedergermanien, von der in Bonn stationierten Legion zum Kaiser ausgerufen. In der Folge zog er mit den ihm zur Verfügung stehenden Streitkräften nach Italien. Wohl aus Unzufriedenheit von Soldaten aus dem Stamm der Bataver über die Behandlung durch Vitellius kam es unter der Führung des Iulius Civilis im Jahr 69 zum Aufstand der Bataver. Dabei wurde unter anderem das Legionslager Vetera in der Nähe des heutigen Xantens vernichtet.

Seit Einrichtung der Provinz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Domitian (Büste in den Kapitolinischen Museen, Rom) wurde die Provinz Niedergermanien eingerichtet.

Seit dem späten ersten Jahrhundert erlebte die Provinz einen Aufschwung. Die Errichtung eines Abschnitts der Kölner Stadtmauer an der Rheinseite lässt sich mit Hilfe der Dendrochronologie in die Jahre 89/90 datieren. In domitianischer Zeit wurde wahrscheinlich auch die Eifelwasserleitung nach Köln gebaut.

Kaiser Trajan hat sich nach seiner Thronerhebung im Spätherbst und Winter 97/98 einige Monate in Kön aufgehalten. Die Erhebung der Siedlung bei Xanten zur Colonia Ulpia Traiana erfolgte um 100 n. Chr, mit dem Bau der Xantner Stadtmauer wurde wohl im Jahr 105/106 begonnen.[1]

Bis in die Zeit um 230 herrschte an der Rheingrenze offenbar weitgehend Friede. Danach lassen sich erste kriegerische Ereignisse erschließen. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit Germanen kamen im Jahr 256 Kaiser Valerian und sein Sohn Gallienus an die Grenze. Sie bezogen in Köln Quartier, hier wurde auch eine Münzstätte eingerichtet. Während Valerian bis zu seiner Gefangennahme durch die Sassaniden unter Schapur I. vor allem im Osten des Reiches Krieg führte, blieb Galienus im Westen. Im Jahr 259 konnte er Alamannen und Juthungen besiegen, die nach Italien eingefallen waren. Seinen Sohn Saloninus ließ er in Köln zurück, unter anderem in Begleitung eines hohen Würdenträgers mit Namen Postumus.

Nach einem Einfall feindlicher Franken gelang es den am Rhein stationierten römischen Truppen, die Eindringlinge auf dem Rückweg zu besiegen und ihnen ihre Beute abzunehmen. Postumus gestattete den Soldaten, die Beute zu behalten und wurde 260 zum Kaiser des Gallischen Sonderreiches ausgerufen. Saloninus, der sich noch zum Kaiser ausrufen ließ, verschanzte sich in Köln. Der Usurpator Postumus belagerte die Stadt, Saloninus wurde ausgeliefert und zusammen mit seinem Erzieher ermordet. Köln wurde zunächst Hauptstadt des Imperium Galliarum, vor dem Ende des Sonderreiches übernahm Trier noch diese Funktion. Kaiser Aurelian bezwang 274 schließlich Tetricus I. als letzten Herrscher des Gallischen Sonderreiches und gliederte dieses wieder dem Imperium ein.

Die Unruhen des 3. Jahrhunderts sind in Niedergermanien archäologisch nachweisbar. So wurde die damals zweitwichtigste Stadt der Provinz, die Colonia Ulpia Traiana (ebenfalls nahe dem heutigen Xanten), im Jahr 275 durch Germanen zu weiten Teilen zerstört, so wie auch das Kastell Vetera II, das als Ersatz für das zerstörte Vetera I errichtet worden war, vernichtet wurde. Eine Reihe von römischen Villen ist wohl in den 270er und 280er Jahren zerstört worden. Straßen und Siedlungen wurden mit Kleinbefestigungen, so genannten burgi gesichert. Für den Burgus Villenhaus ist beispielsweise eine Erbauung nach 268 durch Münzfunde gesichert.

Im Zuge der unter Kaiser Diokletian begonnenen Verwaltungsreformen wurde die Provinz in Germania secunda umbenannt.

Ausdehnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten war der Rhein die Grenze der Provinz, im Norden reichte sie bis an die Nordsee. Die Ausdehnung im Westen wurde in der Wissenschaft diskutiert. Es ist gesichert, dass sich das Gebiet bis in den Bereich der Maas erstreckt, in der jüngeren Forschung wird auch das Gebiet der Tungrer östlich der Maas hinzugerechnet[2]. Im Süden bildete der Vinxtbach die Grenze zur Provinz Obergermanien.

Naturräumliche Gegebenheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geologischen Bedingungen im Bereich der Provinz Niedergermanien sind relativ differenziert. Nördlich der Mittelgebirge, also von Eifel und Ardennen im Süden befindet sich eine breite Lösszone. Diese geht schließlich in lehmigere Alluvialböden über. In den Mittelgebirgen sind gute Böden selten. Dort vorkommende Erze (beispielsweise Eisen- und Bleierz) wurden nachweislich in römischer Zeit gefördert. Steinbrüche lieferten Baumaterial, aber auch Steinsärge. Der Lösslehm der Bördenlandschaften ist in der Niederrheinischen Bucht (Jülicher Börde, Zülpicher Börde) weiträumig in fruchtbare Parabraunerden umgewandelt, die sehr gute Voraussetzungen für den Ackerbau bieten. Die nördlich anschließenden lehmigeren Böden (etwa auf der Kempener Lehmplatte) wurden in römischer Zeit wohl vorwiegend als Weide für die Großviehhaltung genutzt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus lateinischen Quellen sind Namen verschiedener einheimischer Stämme überliefert. Im Bereich des Mündungsdeltas des Rheins lebten demnach Bataver. Südlich daran schloss sich das Siedlungsgebiet der Cugerner an. Die Ubier werden im Süden der Niederrheinischen Bucht lokalisiert. Östlich von diesen befand sich das Territorium der Sunuker. Diejenigen Bevölkerungsteile, die durch Inschriftenfunde erkennbar sind, weisen zusätzlich auf zugewanderte Personen aus unterschiedlichen Teilen des Römischen Reiches hin. Dazu gehören etwa Soldaten, die nach Herkunftsangaben ihrer Grabsteine aus entfernten Regionen stammen können.

Bevölkerungszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Antike sind keine Bevölkerungszahlen aus der Provinz überliefert. Die Ermittlung von Daten kann daher nur auf Schätzungen beruhen, die etwa die mtmaßliche Besiedlungsdichte innerhalb von Siedlungen und deren flächenmäßiger Größe sowie den Abstand und die vermutlichen Einwohnerzahl von Villen berücksichtigen. Für das ummauerte Stadtgebiet von Köln schwanken die Schätzungen für das 2. Jahrhundert zwischen 20.000 und 40.000 Personen. In den zivilen Vici dürten demnach vermutlich noch etwa weitere 40.000 Personen gelebt haben. Die Bevölkerungszahl in den Villen mag bei ungefähr 75.000 Personen gelegen haben. Zusammen mit den Truppen ergibt die Schätzung in dieser Zeit für den Verwaltungsbereich der CCAA eine Einwohnerschaft von etwa 150.000 Menschen.[3] Nördlich der fruchtbaren Lössgebiete oder auch in der Eifel ist bei anderen Wirtschaftsbedingungen mit einer geringerer Besiedlungsdichte zu rechnen.

Gräber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grabmal des Poblicius aus Köln

Anthropologische Auswertungen der Knochenreste aus Bestattungen können Aussagen über die Menschen selbst ermöglichen, also etwa über Alter, Geschlecht, Körpergröße oder Krankheiten. Darüber hinaus sind in Niedergermanien unterschiedliche Bestattungssitten beobachtet worden. Bis ins 3. Jahrhundert herrscht die Brandgrabsitte vor. Es werden unterschiedliche Formen von Brandbestattungen beobachtet, etwa solche in Aschenkisten oder Urnen, Brandschüttungsgräber, aber auch die Form des Bustum, bei dem der Scheiterhaufen direkt über der Grabgrube errichtet wurde. Seit dem Ende des 2. Jahrhunderts nimmt die Zahl der Körpergräber langsam zu, am Ende des 3. Jahrhunderts sind Körperbestattungen die Regel.

Funde von menschlichen Knochen aus den antiken städtischen Gräberfeldern von Köln wurden im Mittelalter verschiedentlich mit Märtyrern in Verbindung gebracht, die Gebeine wurden als Reliquien verehrt. In der auf dem Gräberfeld im Norden der Stadt liegenden Kirche St. Ursula ist in der Goldenen Kammer eine große Anzahl vermeintlicher Märtyrergebeine zur Gestaltung der Wände verwendet worden. Auf den antiken Gräberfeldern liegen beispielsweise St. Gereon im Osten oder St. Severin im Süden der Stadt. In Xanten wurden beispielsweise unter dem Viktorsdom römische Bestattungen entdeckt. Aus Nijmegen sind ebenfalls zahlreiche Bestattungen bekannt.

In der Nähe des Miltärlagers Bonn sind an verschiedenen Stellen Gräber gefunden worden, allein an der Irmintrudisstraße wurden fast 300 Bestattungen gefunden.[4] Aus Neuss ist ein Gräberfeldareal mit zahlreichen Brandbestattungen bekannt. Die Nekropole des Kastells Gelduba ist mit über 6000 ausgegrabenen und publizierten Bestattungen aus römischer Zeit und dem frühen Mittelalter die größte ihrer Art in der Provinz.

Grabdenkmäler und Grabsteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niedergermanien sind zahlreiche Grabdenkmäler (bzw. Teile davon) und Grabsteine erhalten. Zu den bekanntesten Denmälern gehört das Grabmal des Poblicius im Römsch-Germanischen Museum Köln. Ein Kenotaph des in der Varusschlacht vermissten Zenturionen Marcus Caelius befindet sich im Rheinischen Landesmuseum Bonn. Auf den Grabsteinen sind oft Daten wie der Name des oder der Verstorbenen, der Beruf, bei Soldaten auch die militärische Einheit und die Dienstzeit sowie die Herkunft überliefert. In den meisten Fällen sind die Grabmale aber keiner konkreten Brand- oder Körpergrabstätte mehr zuweisbar.

Grabkammern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inventar des Römergrabes Köln-Weiden nach einem Stich von 1843.

Das Römergrab Köln-Weiden ist eine bedeutende Grabanlage. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Marmorsarkophag aus der Zeit um 300, die steinerne Nachahmung eines römischen Korbstuhls sowie mehrere Büsten (der Verstorbenen). Das Untergeschoss der Weidener Grabkammer ist als Speisesaal (Triclinium) gestaltet, möglicherweise konnten hier Gedächtnisfeiern für die Toten stattfinden. Aus Köln und dem Kölner Umland sind noch weitere Grabkammern bekannt, die aber schlichter gestaltet sind, beispielsweise das Römergrab in Efferen.

Grabbeigaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Grabbeigaben in Niedergermanien sind Gebrauchsgüter und ermöglichen daher einen Einblick in die Sachkultur der lebenden Bevölkerung. Von Speise- und Getränkebeigaben ist oft nur das Geschirr erhalten. Zu den bedeutenden Funden gehören etwa Diatretgläser aus Kölner Gräbern des 4. Jahrhunderts. Die Parfumflasche in Form eines Gladiatorenhelms aus Köln gehört in den Bereich von Kosmetikbeigaben. Die Beigabensitten sind innerhalb des Römischen Reiches nicht einheitlich, selbst in der Provinz Niedergermanien gibt es regionale Unterschiede. Kännchen mit seitlichem Ausguss (Gefässtyp Niederbieber 64), von denen meist drei Stück ins Grab gelegt wurden, sind beispielsweise in Köln und dem südlichen Niedergermanien relativ häufig, weiter nördlich wie in Gelduba/Krefeld-Gellep oder auch weiter im Süden in Obergermanien sind sie selten. Im südlichen Niedergermanien wurden auch häufiger Beigaben in seitlichen Nischen deponiert, wie etwa in Krefeld-Gellep Grab 3223. Auch im Lauf der Zeit haben sich Beigabensitten in Niedergermanien verändert. So kommen etwa Öllampen wie in der Aschenkiste Grab 3639 von Krefeld-Gellep bis ins frühe 3. Jahrhundert öfters in Gräbern vor, in der Spätantike sind nur noch wenige Lampenbeigaben nachweisbar.

Besiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtische Siedlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptstadt der Provinz war Köln, die antike Colonia Claudia Ara Agrippinensium, die im Jahr 50. n. Chr. das Stadtrecht erhalten hat. Weitere städtische Siedlungen waren Xanten, Nijmegen (Ulpia Noviomagus Batavorum) oder Voorburg (Forum Hadriani) am Rhein.

Lagervorstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Militärlagern entstanden Zivilsiedlungen (canabae), so etwa in Neuss/Novaesium oder beim Lager Bonn.

Vici[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfartige Siedlungen (Vici) dienten als Unterzentren. Die Gründung einiger Vici geht wohl auf ihre verkehrsgünstige Lage bei Straßenkreuzungen und Furten zurück, so liegt etwa Iuliacum, also Jülich an einem Übergang der Rur. In der Nähe von Tolbiacum, Zülpich, sind zahlreiche Straßenverbindungen nachgewiesen. Aquae Granni, die Vorgängersiedlung von Aachen, wurde in der Nähe heilkräftiger heißer Quellen gegründet. Die typische Bauform in Vici ist das Streifenhaus. Es handelt sich dabei um schmale, langrechteckige Gebäude, deren Schmalseite der Straße zugewandt ist. Sie dienten als Wohnhäuser, im straßenseitigen Vorderteil konnten auch Gewerbe- oder Verkaufsräume untergebracht sein. Gebäude zur öffentlichen Nutzung gab es in Vici ebenfalls. So ist in Zülpich die Badeanlage erhalten. In der Nähe von vici sind manchmal Heiligtümer nachgewiesen, so bei Nettersheim. In Jülich wurden zahlreiche Überreste von Jupitersäulen gefunden.

Villen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders in den fruchtbaren Regionen mit Lössböden sind zahlreiche Villae rusticae nachgewiesen. Eine Villa von Köln-Müngersdorf mit Nebengebäuden und Gräberfeldern wurde bereits 1933 von Fritz Fremersdorf in einer Monographie vorgestellt. Im Bereich der Braunkohletagebaue zwischen Köln und Aachen konnten inzwischen eine Reihe von Villen ausgegraben werden.

Villen in der Lösszone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei großflächig ausgegrabenen Villenanlagen im Bereich der Lösszone ist die Einfriedung meist schiefwinklig-rechteckig. Für die frührömische Zeit sind so genannte "Protovillen" nachgewiesen, die noch in Holzpfostenbauweise errichtet sind und mit Pfosten abgeteilte Innenräume haben (etwa bei Jüchen-Neuholz). Vorbilder für solche Gebäude sind aus Gallien bekannt.

Hauptgebäude, die wenigstens teilweise in Stein ausgeführt sind und ein Ziegeldach haben, sind erst in der mittleren Kaiserzeit üblich geworden. Das Hauptgebäude, oft eine Portikusvilla mit Eckrisaliten, befindet sich häufiger am Rand der Umfriedung als in der Mitte. Die Zahl der nachgewiesenen Nebengebäude ist unterschiedlich. Meist sind diese unregelmäßig über das umfriedete Hofareal verteilt, eine axiale Verteilung wie in Bankenheim ist die Ausnahme. Sowohl die Größe wie auch die Ausgestaltung der Hauptgebäude unterscheidet sich erheblich. Ursula Heimberg unterscheidet Villen vom "Hallentyp" mit einer großen zentralen Halle für die Hauswirtschaft sowie einigen Nebenräumen von Villen vom "Reihentyp", bei dem viele kleinere Räume neben- und hintereinander angeordnet sind. Falls Risalite vorhanden sind ist die Zahl unterschiedlich (1- 4 Risalite), sie können in die Fassade eingebunden sein oder an der Ecke seitlich vorspringen. Die Einteilung in Größen ergab eine Dreiteilung mit kleineren Hauptgebäuden, die eine Fassadenbreite von unter 20 Metern haben, mittelgroße mit einer Breite von 20 - 40 m sowie einige wenige Großformate mit Fassadenbreiten von 80 - 100 m. Feuerstellen und Backöfen sind in Villen mehrfach nachgewiesen, bei etwa der Hälfte der ergrabenen Anlagen fanden sich auch Kellerräume. Manchmal sind in den Villen Überreste einer gehobenen Bauaustattung beobachtet worden. Dazu gehören etwa Heizungen und Bäder, aber auch Wandmalereien, Marmorausstattungen, Fensterglas oder in seltenen Fällen Hinweise auf Mosaike.

Nebengebäude waren in Holz, manchmal auch wenigstens teilweise in Stein ausgeführt und haben meist einen rechteckigen Grundriss. Manchmal sind Innenräume nachgewiesen. In einigen Nebengebäuden wurden Spuren von Pfahlrosten beobachtet, die einen Schwebeboden für die trocken Aufbewahrung von Getreide trugen. In manchen Villen ist Handwerk nachgewiesen, im Gebiet der Braunkohletagebaue sind Glasöfen bekannt. Gelegentlich finden sich im Bereich der Gutshöfe Hinweise auf Götterverehrungen, so etwas Teile von Jupitersäulen. In der Spätantike wurden bei einigen Anlagen zum Schutz eine kleine Befestigung, ein Burgus errichtet. Die Wasserversorgung wurde durch Brunnen sichergestellt, wenn kein fließendes Gewässer zur Verfügung stand. Zu einer Villa von Alt-Inden gehört sogar eine aufwändige Qanatwasserleitung.[5] Für die Versorgung des Viehs wurden Teiche angelegt.

Die Größe der umfriedeten Hofareale ist nicht einheitlich, sie betrug beispielsweise bei der Villa Hambach 69 (Ha 69) ungefähr 3 Hektar, bei der Villa Ha 512 ca. 10 ha.

Im Bereich der Villen finden sich manchmal Bestattungen. Diese liegen gelegentlich innerhalb der Hofeingrenzungen, auch in der Nähe der Gebäude, öfter aber unmittelbar innerhalb oder außerhalb der Hofumgrenzung. Es werden sowohl einzelne Bestattungen wie auch kleinere Grabgruppen oder Gräberfelder angetroffen. Die größte Anzahl von Gräbern wurde bisher bei der Villa Hambach 132 (Ha 132) entdeckt. Dort wurden in 5 Grabgruppen bzw. Gräberfeldern insgesamt 81 Bestattungen ausgegraben, die sich auf einen Zeitraum von etwa 350 Jahren verteilen. Wenn damit alle Bewohner erfasst wären, hätten rechnerisch ca. 6-8 Personen auf dem Gehöft gelebt. Diese Zahl ist aber wohl zu gering. Es ist damit zu rechnen, dass ein Teil der Einwohner an anderen Orten bestattet wurden und das einige Gräber durch Erosion verlorengingen.[6]

Das ökologische Hofumfeld lässt sich anhand von Planzen- und Tierresten aus Brunnensedimenten beschreiben. Zu den aussagekräftigen Planzenresten gehören etwa Getreidekörner und Spelzen als Überreste vom Dreschen, Früchte von Bäumen, Uferrandvegetation als Hinweis auf Teiche, Samen oder sonstige Überreste von Gartenpflanzen, Samen von Heckenpflanzen, die als Hofeinfriedung gedient haben mögen, oder auch spezialisierte Wildpflanzen, die etwa auf Wegen überleben können und Hinweise auf eine Infrastruktur im Hofbereich bieten.

Die Größe der Wirtschaftsareale lässt sich in gut erforschten Arealen im Gebiet der Braunkohletagebaue ermitteln. Die Hofstellen liegen in einem ausgewählten Bereich im Tagebau Hambach zwischen 300 und 800 m weit auseinander. Daraus sind Wirtschaftsgrößen von 50-100 Hektar errechnet worden.

Villen im nördlichen Niedergermanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich der Lösszone war Viehaltung der Haupterwerb in der Landwirtschaft. Hier sind noch in der römischen Kaiserzeit Wohnstallhäuser errichtet worden.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wichtigste Wirtschaftszweig in der Provinz war die Landwirtschaft. Bodenschätze wie Erze oder Ton- Stein- oder Sandvorkommen wurden nachweislich ebenfalls genutzt. In einzelnen Villen und größeren Ansiedlungen ist produzierendes Gewerbe nachgewiesen. Funde von Importgütern von Amphoren bis zu Austernschalen sowie Inschriften von Händlern weisen auf Handelsgeschäfte hin. Ein bedeutender Abnehmern der Güter war das Militär. Die Soldaten hatten nicht nur einen großen Bedarf an Grundnahrungsmtteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs, sondern konnten sich mit ihrem Sold auch Luxusgüter leisten.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Getreide wurden beispielsweise in den Lössgebieten Gesten- und Weizenarten, ebenso Dinkel, Emmer und Hirse angebaut. Roggen und Hafer spielten dagegen wohl nur eine geringe Rolle. Die geschätzte Einwohnerzahl einer Villa rustica reichte wohl nicht dazu aus, die Ernte auf der errechnten Wirtschaftsfläche (vgl. oben) allein einzubringen. Daher wurden zur Erntezeit wahrscheinlich zusätzlich Tagelöhner aus benachbarten Siedlungen beschäftigt. Im nördichen Niedergermanien war auf ärmeren Böden Großviehhaltung als Wirtschaftsform rentabel und üblich. Im Bereich der Lösszone wurden Rinder oder Pferde wohl nur in kleineren Stückzahlen als Arbeitstiere gehalten.

Nutzung von Bodenschätzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Gressenich wurde Galmei abgebaut und zu Messing verarbeitet. Bei Nettersheim-Zingsheim wurden Kupfererze abgebaut. Die Nutzung von Bleierzlagerstätten in der Eifel ist ebenfalls nachgewiesen.

Verkehrswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana mit Orten und Straßenverbindungen im Bereich der Provinz Niedergermanien. In der Bildmitte oben Agripina (Köln) und Bonnae (Bonn).

Die Provinz war durch Fernstraßen, untergeordnete Straßen und Wege erschlossen. Der Rhein war als Hauptwasserstraße von Bedeutung. Auch Flüsse wie die Erft oder die Rur, letztere als Nebenfluss der Maas und selbst Bäche wurden mit kleineren Wasserfahrzeugen befahren.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologischer Schnitt durch eine aus Kies angeschüttete römische Straße in Köln, Apostelnkloster.

Unter der Statthalterschaft des Marcus Vipsanius Agrippa ist nach den Berichten des antiken Autors Strabon unter anderem eine Straße gebaut worden, die von Lyon über Trier bis an den Rhein zum oppidum Ubiorum (Köln) und nach Novaesium (Neuss) führte. Bei Zülpich bestand von dieser aus eine Anbindung nach Reims. Die Militärlager am Rhein waren durch die den Strom begleitende Straße verbunden, über die nach Süden Mainz als Hauptstadt von Obergermanien, die Alpen und Italien erreicht werden. Von Köln aus führt eine weitere Hauptverkehrsachse über Iuliacum (Jülich), Heerlen, Maastricht und Tongeren sowie Bavay an die Küste nach Boulogne-sur-Mer. Die bei jeder Witterung benutzbaren Fernstraßen waren für schnelle Truppenbewegung erforderlich. Zwischen den Hauptstraßen sowie kleineren Ansiedlungen lassen sich zahlreiche Nebenstraßen nachweisen. Gelegentlich sind bei Villen Überreste von Wegen beobachtet worden, die auf eine entwickelte Infrastruktur hinweisen. Teile des Straßennetzes sind von der Tabula Peutingeriana, der Abzeichnung einer antiken Straßenkarte bekannt. An einigen Stellen wurden römische Meilen- bzw. Leugensteine gefunden, die die Entfernung zur nächstgelegenen Stadt angeben. Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Fernstraßen in Niedergermanien außerhalb der Orte nicht gepflastert waren. So wurden im Tagebaus des Rheinischen Braunkohlereviers Straßenkörper durchschnitten, die aus einer 6,20 m bis 7,50 m breiten Kiesschicht bestanden. Die Oberseite war gewölbt, damit das Regenwasser abfließen konnte. Beschädigungen durch Fahrspuren oder Schlaglöcher wurden mit Anschüttungen von Kies repariert. Neben den Straßen befanden sich noch Sandwege, die beispielsweise für den Viehtrieb genutzt werden konnten. Dadurch konnte die Trasse eine Breite von 25 m erreichen. In Städten gab es auch Straßenpflasterungen, in Köln wurde ein Stück der gepflasterten Hafenstraße neben dem Römisch-Germanischen Museum rekonstruiert. Teile des römischen Straßennetzes werden kontinuierlich bis in heutige Zeit genutzt. Mit den Projekten „Via Belgica“ und „Agrippastraße“ wird der antike Ursprung der modern überprägten Verkehrswege in der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wasserstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigste Wasserstraße für die Provinz Niedergermanien war der Rhein. In Köln oder Xanten, bei Bonn, Krefeld-Gellep (Gelduba) oder Moers-Asberg (Asciburgum) sind Häfen bzw. Landestellen bekannt. Bei Xanten und in Köln wurden Überreste von römischen Schiffen gefunden. Beim Bau der Kölner Stadtmauer an der Rheinseite fand Tannenholz vom Schwarzwald oder aus den Vogesen Verwendung, derartige Hölzer wurden in späteren Zeiten als Flöße transportiert. Indirekte Hinweise auf Ferntransporte auf dem Rhein sind beispielsweise Baustoffe wie Tuff aus der Eifel oder Kalkstein vom Oberrhein, aber auch Amphoren als Transportbehälter für Luxusgüter oder Austern von der Nordsee. Neben der wirtschaftlichen hatte der Rhein eine erhebliche militärische Bedeutung, die römische Rheinflotte war im Lager Alteburg südlich von Köln stationiert.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das römische Heer in der Provinz nannte sich Exercitus Germaniae Inferioris (etwa „Streitkräfte Niedergermaniens“ und auf Inschriften abgekürzt zu EXGERINF). Aufgrund der Grenzsituation am Niedergermanischen Limes war die Zahl der hier stationierten Truppen sehr hoch, die hier stationierten Truppen bestanden aus mehreren (bis zu vier) Legionen und Auxiliartruppen.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilrekonstruierter Hafentempel im Archäologischen Park Xanten. Im Original erhalten ist lediglich die Fundamentierung.

Die religiöse Landschaft in Niedergermanien ist sehr differenziert. Das zentrale Heiligtum für den Heeresbezirk und die spätere Provinz befand sich in Köln. Vermutlich war es der Göttin Roma und Augustus geweiht.[7]. Von großen steinernen Tempelanlagen in Städten ist wenig erhalten, Fundamente der Podien sind beispielsweise unter der Kirche St. Maria im Kapitol in Köln oder beim so genannten Hafentempel in Xanten zugänglich. Die häufigste in der Provinz nachgewiesen Tempelform ist jedoch die des Gallo-römschen Umgangstempels. Solche Gallo-römischen Umgangstempel sind aus städtischen Kontexten wie in der Colonia Ulpia Traiana ebenso bekannt wie von ländlichen Heiligtümern, etwa im Tempelbezirk Pesch. Eine Verehrung römischer Gottheiten ist durch Inschriften bezeugt. Auch orientalische und ägyptische Gottheiten und später das Christentum sind mit den Römern in die Provinz gekommen. Ferner wurden zahlreiche einheimische Göttinnen und Götter verehrt, von denen einige eine lokale oder regionale Bedeutung gehabt haben. Hinweis auf Kenntnis und Verehrung der verschiedenen Gottheiten bieten auch andere Denkmalgattungen, so etwa Terrakottendarstellungen von Matronen.

Römische Gottheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Inschriften und Bilddarstellungen ist die Verehrung zahlreicher römischer Gottheiten in Niedergermanien nachgewiesen. Dazu zählen Iupiter und Iuno genauso wie etwa Venus, Minerva und Diana, Apollo, Hercules oder Mars. In manchen Fällen sind diese Gottheiten mit einheimischen religiösen Vorstellungen verbunden worden. Der Name eines einheimischen Gottes konnte dann dem eines römischen mit ähnlichem Wirkungsbereich hinzugefügt werden. So wurde etwa in Aachen Apollo Grannus, verschmolzen aus Apollo und Grannus, verehrt.

Orientalische und ägyptische Kulte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Römern kamen auch unterschiedliche orientalische Kulte in die Provinz. Die Verehrung des Mithras ist etwa durch Funde von Mithräen in Köln und in der Nähe von Gelduba nachgewiesen. Steindenkmäler wurden z. B. für Isis und Osiris, Kybele, Magna Mater, Iupiter Dolichenus, Serapis Apis und Serapis geweiht. So genannte Sabazioshände stehen in Zusammenhang mit dieser Gottheit.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Köln ist bislang durch ein Reskript des Kaisers Konstantin I. vom 11. Dezember 321 nachgewiesen[8].

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der um 180 n. Chr. schreibende Bischof Irenäus von Lyon erwähnt in seinen "Büchern gegen die Häresien" (Irenaeus, Adversus haereses 1,10,12) christliche Gemeinden in den beiden germanischen Provinzen. In der Forschung ist jedoch umstritten, ob diese Aussage bereits als Hinweis auf eine bischöflich organisierte Gemeinde in Niedergermanien in dieser Zeit zu sehen ist.[9] Im Jahr 313 wird mit Maternus erstmals ein Kölner Bischof namentlich erwähnt. Im 4. Jahrhundert werden gelegentlich auch Beigaben mit christlichen Verzierungen in die Gräber gelegt (so etwa Glasgefäße der Wint-Hill-Gruppe). Ab wann die antiken Vorgängebauten heutiger Kirchen als christlicher Kultbauten genutzt wurden, lässt sich häufig nicht genau feststellen. So ist in einem Gebäude innerhalb des Kölner Doms durch merowingerzeitliche Einbauten (schlüssellochförmiger Ambo, Baptisterium) eine Nutzung als Kirche erst im Frühmittelalter eindeutig nachgewiesen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tilmann Bechert u. a. (Hrsg.): Die Provinzen des römischen Reiches. Einführung und Überblick. Orbis Provinciarum, von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2399-9, S 191–198.
  • Tilmann Bechert: Germania inferior. Eine Provinz an der Nordgrenze des Römischen Reiches. Orbis Provinciarum, Zabern, Mainz 2007, ISBN 978-3-8053-2400-7.
  • Tilmann Bechert: Römisches Germanien zwischen Rhein und Maas. Die Provinz Germania inferior. Hirmer, München 1982, ISBN 3-7774-3440-X.
  • Thomas Fischer: Die Römer in Deutschland. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-8062-1325-9.
  • Brigitte und Hartmut Galsterer: Die römischen Steininschriften aus Köln. 2. Aufage, Zabern-Verlag Mainz 2010. Köner Forschungen Bd. 10.
  • Werner Eck: Köln in römischer Zeit. Geschichte einer Stadt im Rahmen des Imperium Romanum. (Bd. 1 der Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden). Greven, Köln 2004, ISBN 3-7743-0357-6
  • Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0312-1
  • Thomas Grünewald (Hrsg. et al.): Germania inferior. Besiedlung, Gesellschaft und Wirtschaft an der Grenze der römisch-germanischen Welt. Beiträge des deutsch-niederländischen Kolloquiums im Regionalmuseum Xanten, 21.–24. September 1999 (= Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Ergänzungsbände 28). Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 3-11-016969-X.
  • Thomas Grünewald, Sandra Seibel (Hrsg.): Kontinuität und Diskontinuität. Germania inferior am Beginn und am Ende der römischen Herrschaft. Beiträge des deutsch-niederländischen Kolloquiums in der Katholieke Universiteit Nijmegen (27.–30.06. 2001). (= Reallexikon der Germanischen Altertumskunde – Ergänzungsbände 35). Walter de Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 978-3-11-017688-9.

Besiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marion Brüggler:Villa rustica, Glashütte und Gräberfeld. Die kaiserzeitliche Siedlungsstelle Ha 132 im Hambacher Forst. Rheinische Ausgrabungen 63, Zabern-Verlag, Mainz 2009, ISBN 978-3-8053-4207-0
  • Fritz Fremersdorf: Der römische Gutshof Köln-Müngersdorf. Röm.-Germ. Forschungen 6. Berlin 1933.
  • Wolfgang Gaitzsch: Grundformen römischer Landsiedlungen im Westen der CCAA. Bonner Jahrbücher 186, 1986, S. 397-427.
  • Michael Gechter, Jürgen Kunow: Zur ländlichen Besiedlung des Rheinlandes in römischer Zeit. Bonner Jahrb. 186, 1986, S. 377-396.
  • Ursula Heimberg: Siedlungsstrukturen in Niedergermanien. In: Guido von Büren, Erwin Fuchs (Hrsg.): Jülich, Stadt – Territorium - Geschichte. Festschrift zum 75-jährigem Jubiläum des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e.V., (= Jülicher Geschichtsblätter 67/68), Kleve 2000, ISBN 3933969107, S. 189–240.
  • Karl-Heinz Knörzer: Geschichte der synanthropen Flora im Niederrheingebiet. Rheinische Ausgrabungen 61, Zabern-Verlag, Mainz 2007. ISBN 978-3-8053-3958-2
  • Karl Heinz Lenz: Siedlungen der römischen Kaiserzeit auf der Aldenhovener Platte. Rheinische Ausgrabungen 45, Köln 1999, ISBN 3-7927-1772-7

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Kakoschke: Ortsfremde in den römischen Provinzen Germania inferior und Germania superior. Eine Untersuchung zur Mobilität in den germanischen Provinzen anhand der Inschriften des 1. bis 3. Jahrhunderts n. Chr. Bibliopolis, Möhnesee 2002, ISBN 3-933925-26-6.
  • Marie-Thérèse Raepsaet-Charlier: Vielfalt und kultureller Reichtum in den civitates Niedergermaniens. Bonner Jahrb. 202/203, 2002/2003, S. 35-56.

Gräber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dela von Boeselager: Römische Gläser aus Gräbern an der Luxemburger Straße in Köln. Kölner Jahrbuch 45, 2012, S. 7-526.
  • Ulrich Friedhoff: Der römische Friedhof an der Jakobstraße zu Köln. Kölner Forschungen 3, Mainz 1991.
  • Constanze Höpken und Bernd Liesen: Römische Gräber im Kölner Süden I. Von der Stadtmauer bis zur Nekropole um St. Severin. Kölner Jahrbuch 42, 2009, S. 447–544. Dies., Römische Gräber im Kölner Süden II. Von der Nekropole um St. Severin bis zum Zugweg. Kölner Jahrbuch 46, 2013, S. 369–571.
  • Annelies Koster: The cemetery of Noviomagus and the wealthy burials of the municipal elite. Description of the archeological collections in Museum Het Valkhof at Nijmegen 14, Nijmegen 2013.
  • Peter Noelke: Das "Roemergrab" in Weiden und die Grabkammern in den germanischen Provinzn. Kölner Jahrb. 41, 2008, S. 437-504. Mit einem Beitrag von C. Höpken.
  • Thomas Otten: Die Ausgrabungen unter St. Viktor zu Xanten. Dom und Immunität. Zabern, Mainz 2003, Rheinische Ausgrabungen 53, ISBN 3-8053-3148-7
  • Bernd Päffgen: Die Ausgrabungen in St. Severin zu Köln. Kölner Forschungen 5 (Band 1-3), Mainz 1992.
  • Renate Pirling: Das römisch-fränkische Gräberfeld von Krefeld-Gellep. Steiner, Berlin 1974, (= Germanische Denkmäler der Völkerwanderungszeit Serie B, Die fränkischen Altertümer des Rheinlandes Band 8)
  • Renate Pirling: Das römisch-fränkische Gräberfeld von Krefeld-Gellep. de Gruyter, Berlin 1979, (= Germanische Denkmäler der Völkerwanderungszeit Serie B, Die fränkischen Altertümer des Rheinlandes Band 10)
  • Renate Pirling: Römer und Franken in Krefeld-Gellep. Zabern, Mainz 1986, ISBN 3-8053-0893-0
  • Renate Pirling: Das römisch-fränkische Gräberfeld von Krefeld-Gellep. Steiner, Stuttgart 1989, (= Germanische Denkmäler der Völkerwanderungszeit Serie B, Die fränkischen Altertümer des Rheinlandes Band 13)
  • Renate Pirling, Margareta Siepen: Das römisch-fränkische Gräberfeld von Krefeld-Gellep 1975–1982. Steiner, Wiesbaden 1997, ISBN 3-515-06916-X, (= Germanische Denkmäler der Völkerwanderungszeit Serie B, Die fränkischen Altertümer des Rheinlandes Band 17)
  • Renate Pirling, Margareta Siepen: Das römisch-fränkische Gräberfeld von Krefeld-Gellep 1983–1988. Steiner, Stuttgart 2000, ISBN 3-515-07453-8, (= Germanische Denkmäler der Völkerwanderungszeit Serie B, Die fränkischen Altertümer des Rheinlandes Band 18)
  • Renate Pirling, Margareta Siepen: Das römisch-fränkische Gräberfeld von Krefeld-Gellep 1989–2000. Steiner, Stuttgart 2003, ISBN 3-515-07974-2, (= Germanische Denkmäler der Völkerwanderungszeit Serie B, Die fränkischen Altertümer des Rheinlandes Band 19)
  • Renate Pirling, Margareta Siepen: Die Funde aus den römischen Gräbern von Krefeld-Gellep: Katalog der Gräber 6348–6361. Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-515-08891-6, (= Germanische Denkmäler der Völkerwanderungszeit Serie B, Die fränkischen Altertümer des Rheinlandes Band 20)
  • Matthias Riedel: Die Grabung 1974 im römischen Gräberfeld an der Luxemburger Straße. Kölner Jahrbuch 17, 1980, S. 92-176.
  • Desiré C. Steures: The late Roman cemeteries of Nijmegen. Description of the archeological collections in Museum Het Valkhof at Nijmegen 15, Nijmegen 2013.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrswege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Bemmann, Ursula Brosseder, Hans-Eckart Joachim: Der Rhein als europäische Verkehrsachse. Bonner Beiträge 16, Bonn 2013, ISBN 978-3-936490-16-9
  • Josef Hagen: Die Römerstraßen der Rheinprovinz. 2. Aufl. Bonn 1931.
  • Landschaftsverband Rheinland, Rheinische Bodendenkmalpflege, Bonn: Erlebnisraum Römerstraße Köln-Trier, Erftstadt-Kolloquium 2007, Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 18, Treis-Karden 2007, ISBN 978-3-9806426-9-9
  • Marcell Perse: Via Belgica , Unterwegs auf der Römerstraße Köln-Jülich-Heerlen, J.P. Bachem Verlag, Köln 2011, ISBN 978-3-7616-2364-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Burghart Schmidt:Ein dendrochronologischer Befund zum Bau der Stadtmauer der CUT. Bonner Jahrb. 187, 1987, S. 495-503.
  2. Raepsaet-Charlier, Vielfalt S. 36 Karte 1
  3. Eck, Köln in römischer Zeit S. 311–314
  4. Vorbericht dazu von Michael Gechter: Das römische Gräberfeld Bonn, Irmintrudisstraße. Archäologie im Rheinland 1999, S. 102–105.
  5. Bernd Päffgen: Die Qanat-Wasserleitung der villa rustica in Alt-Inden. Archäologie im Rheinland 2005 S. 89-90
  6. Brüggler, Villa rustica S. 125.
  7. Eck, Köln S. 85-93
  8. Codex Theodosianus 16,8,3
  9. So tritt Eck, Köln S. 631 dafür ein, den Hinweis von Irenaeus als Beleg für die Existenz einer christlichen Gemeinde in Köln im 2. Jahrhundert zu sehen.

Koordinaten: 51° N, 5° O