Peter Simmel

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Peter Simmel (* 7. Juni 1959[1]) ist ein deutscher Einzelhandelsunternehmer. Er führt eine regionale Edeka-Ladenkette mit 20 Filialen in Sachsen, Thüringen und Bayern,[2] rund 1.000 Mitarbeiter und einem Umsatz von 178 Millionen Euro (2017).

Der gebürtige Bayer war kurz nach der Wiedervereinigung nach Sachsen gegangen, wo er 1990 sein erstes Geschäft in Chemnitz-Mittelbach eröffnete. Im Jahr 2000 erreichte sein Unternehmen bereits die Umsatzmarke von 50 Millionen Euro. 2005 eröffnete er den ersten Supermarkt in Bayern.[3] Im Jahr 2008 erzielte seine Gruppe einen Umsatz von 106 Millionen Euro.

Von Juni 2005 bis Januar 2010 war er Nachfolger von Jörg Hieber als Aufsichtsratsvorsitzender der Edeka-Gruppe, seit dem 10. Januar 2010 ist er Mitglied des Aufsichtsrates.

Infolge einer Anzeige der Gewerkschaft Ver.di wegen Verdachts des Sozialabgabenbetrugs und Verdachts der rechtswidrigen Überwachung von Mitarbeitern ermittelte 2010 die Staatsanwaltschaft Chemnitz.[4] Er trat darauf hin von seinem Posten zurück. Simmels Nachfolger als Edeka-Aufsichtsratschef wurde Adolf Scheck.[4] Die Vorwürfe gegenüber Simmel wurden im Nachgang von der Justiz entkräftet.

Bereits Ende April 2009 machte Simmel Schlagzeilen, als er mit einer zweimotorigen Cessna 421 eine Not-Wasserlandung im Mühlenberger Loch bei Hamburg mit nur leichten Verletzungen überlebte.[3]

Simmel lebt in Chemnitz-Grüna.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Handelsregister München, HRB 177192
  2. Alle Simmel-Märkte und Filialen im Überblick. In: Simmel.de. Abgerufen am 23. Juli 2015.
  3. a b André Zand-Vakili, Chef des Edeka-Aufsichtsrates landet in der Elbe in: Welt Online vom 29. April 2009.
  4. a b Adolf Scheck löst Peter Simmel als Edeka-Aufsichtsratchef ab, in: Merkur Online vom 18. Januar 2010.