Peter Turi

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Peter Turi (* 8. Februar 1961 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Journalist und Verleger.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur studierte Turi von 1980 bis 1984 in Heidelberg Politik, Geschichte und Volkswirtschaft, allerdings ohne abzuschließen.[1] Danach, 1984 bis 1985, bestand er die Auswahlprüfung der Deutschen Journalistenschule in München und belegte den Kompaktkurs der 23. Lehrredaktion.

Im Rahmen dieser Ausbildung absolvierte er ein zweimonatiges Praktikum in der Lokal- und der Regionalredaktion des Mannheimer Morgen, wo er Mitarbeiter des damaligen Pressebüro Heidelberg PBH kennenlernte. PBH lieferte dem Mannheimer Morgen Berichte und Meldungen aus Heidelberg zu. Nach diesem Vorbild gründete Turi nach Abschluss seiner Journalistenausbildung 1986 mit Kollegen in Mannheim das Pressebüro Mannheim, kurz PBM. Fortan lieferte er aus Mannheim Regionalmedien wie der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung, dem Kurpfalz-Radio oder der Karlsruher Rundschau Material zu.

Kress Report und turi2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 übernahm Turi gemeinsam mit Thomas Wengenroth den Kressreport, für den Gründer Günter Kress aus Altersgründen Nachfolger suchte. Turi wurde Verleger und Chefredakteur, schuf die Personendatei der Medienschaffenden Kress Köpfe – woraus später die von ihm unabhängige Firma Köpfe GmbH resultierte – und entwickelte Formate wie den Newsletterdienst täglichkress. Kressreport, ein zuvor einseitig bedruckter, zusammengehefteter Informationsdienst ohne Bilder und Farbe, wurde in eine Fachzeitschrift mit Fotos, Tabellen und Grafiken umgewandelt. 1998 erhielt Turi für kress.de den Bert-Donnepp-Preis.

Zur Jahrtausendwende stieg Turi beim Kressreport aus, um die Internet-Zeitung Net-Business zu kaufen und zu relaunchen. Nach drei Ausgaben allerdings war das Medium derart in die Roten Zahlen geraten, dass Turi Insolvenz anmelden musste. Er zog sich ins Privatleben zurück, als „kochender Hausmann und erziehender Vater dreier Kinder“, wie er in einer Biografie schreibt.[2]

2006 waren die Wunden der Insolvenz soweit verheilt, dass Turi die Kraft zur Gründung eines neuen Mediendiensts hatte. Dessen Name: turi2.de. Die Ziffer 2 steht für Neustart, für die zweite Chance. Mit der Insolvenz und deren finanziellen und vor allem gesundheitlichen Folgen ist Turi immer offensiv umgegangen.

Zwei Jahre nach turi2-Gründung erweitere er seinen Dienst um das Bewegtbildformat turi2.tv. Mit turi3 schließlich machte aus der Website turi2.de einen Newsroom im 24-Stunden-Betrieb und etablierte sich unter den deutschsprachigen Mediendiensten als Marke. Im Dezember 2015 startete er die Buchreihe turi2 edition, eine Schriftenreihe für Medien und Marken und mit dem ersten Thema Print. „Ein Plädoyer für Slow Media.“

Peter Turi lebt und arbeitet in Walldorf.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1998 Deutscher Preis für Medienpublizistik – Bert-Donnepp-Preis für die Erfindung von "täglichkress".
  2. 2016 Bayerischer Printmedienpreis für die „tury2 Edition“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meine Visitenkarte, turi2.de
  2. w&v vom 17. September 2001, Seite 5