Pietro Caminada

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Pietro Caminada (* 20. Mai 1862 in Mailand; † 20. Januar 1923 in Rom) war ein italienischer Ingenieur mit Schweizer Wurzeln.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Transalpine Wasserstraße beim Splügenpass

Caminada war ein Sohn des aus dem graubünderischen Vrin ausgewanderten Gion Antoni Caminada und der Maria Turconi aus Mailand.

In den 1890er Jahren machte sich Caminada in Rio de Janeiro einen Namen als Ingenieur und Städteplaner. Er regte dort den Bau der Straßenbahn über die Arcos de Lapa an und gestaltete die Hafenanlage um. Außerdem entwarf er die ersten Pläne für die brasilianische Hauptstadt Brasília.[1]

Um 1907 kehrte Caminada nach Italien zurück und sorgte mit einem Großprojekt international für Aufsehen: Er plante einen gigantischen Schifffahrtsweg von Genua über den Apennin und die Alpen in den Bodensee. Das Projekt wurde nicht verwirklicht – einerseits aus finanziellen Gründen, und andererseits bestand nach dem Erfolg der transalpinen Eisenbahnstrecken (Simplon, Gotthard und Brenner) kein Bedarf mehr.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Canaux de montagne – Nouveau système de transport naturel par voie d’eau. Rom 1907.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Daum: Splügen liegt am Meer. In: Die Zeit. Nr. 31/2015. Zeitverlag Gerd Bucerius, 30. Juli 2015, ISSN 0044-2070.
  • Andreas Teuscher: Schweiz am Meer – Pläne für den „Central-Hafen“ Europas inklusive Alpenüberquerung im 20. Jahrhundert. Limmat Verlag, Zürich 2014, ISBN 978-3-85791-740-0.
  • Kurt Wanner: Pietro Caminada und seine „via d’acqua transalpina“ – ein wenig bekanntes Kapitel in der Geschichte des Splügenpasses. In: Bündner Monatsblatt, 2/2005.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurt Wanner: Pietro Caminada und seine „via d’acqua transalpina“. In: Bündner Monatsblatt, 2/2005, S. 111 f.