Postmigrantische Gesellschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht allgemeinverständlich formuliert. Die Mängel sind unter Diskussion:Postmigrantische Gesellschaft beschrieben. Wenn du diesen Baustein entfernst, begründe dies bitte auf der Artikeldiskussionsseite und ergänze den automatisch erstellten Projektseitenabschnitt Wikipedia:Unverständliche Artikel#Postmigrantische Gesellschaft um {{Erledigt|1=~~~~}}.

Postmigrantische Gesellschaft bezeichnet eine Gesellschaftsordnung, die wesentlich durch die Erfahrung der Migration geprägt ist. Der Begriff des Postmigrantischen verweist auf die politischen, kulturellen und sozialen Transformationen von Gesellschaft, die aus dem demografischen Wandel durch Einwanderung hervorgehen. Dabei wird Migration nicht als abgeschlossener Prozess verstanden, sondern das Postmigrantische markiert einen politisch-epistemischen Blickwechsel auf eine Gesellschaft. Darin verschiebt sich eine Perspektive auf die Migration und deren Verhandlung als der Gesellschaft nicht mehr äußerlich, sondern konstitutiv.[1]

In Deutschland wurde der Begriff durch die Berliner Theater-Intendantin Şermin Langhoff bekannt gemacht, indem sie ihrem Theater Ballhaus Naunynstraße den Namen „Postmigrantisches Theater“ gab.[2][3] Im deutschsprachigen Raum hat sich der Begriff seither in öffentlichen Debatten als „Einspruch gegen die hegemoniale Migrations- und Integrationsdebatte“ etabliert und wird in jüngster Zeit auch in der Migrationsforschung diskutiert.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Archiv der Jugendkulturen (Hg.): KanakCultures: Kultur und Kreativität junger MigrantInnen. Archiv der Jugendkulturen Verlag, 2010
  • Erol Yildiz, Marc Hill: Nach der Migration: Postmigrantische Perspektiven jenseits der Parallelgesellschaft. transcript, 2014
  • Pinar Tuzcu: "Ich bin eine Kanackin" Decolonizing Popfeminism. transcript, 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], bpb: Rassismus und Repräsentationspolitik in der postmigrantischen Gesellschaft.
  2. [2], bpb: Die Herkunft spielt keine Rolle – „Postmigrantisches“ Theater im Ballhaus Naunynstraße.
  3. Migration: „Das ist das neue Deutschland“, Frankfurter Rundschau, 12. Dezember 2014
  4. Postmigratisches Europa. Postkoloniale Welt, ETH Zürich, Universität Zürich.