Považská Bystrica

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Považská Bystrica
Wappen Karte
Wappen von Považská Bystrica
Považská Bystrica (Slowakei)
Považská Bystrica
Považská Bystrica
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Trenčiansky kraj
Okres: Považská Bystrica
Region: Severné Považie
Fläche: 90,555 km²
Einwohner: 40.569 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 448 Einwohner je km²
Höhe: 288 m n.m.
Postleitzahl: 017 01
Telefonvorwahl: 0 42
Geographische Lage: 49° 7′ N, 18° 27′ OKoordinaten: 49° 6′ 58″ N, 18° 26′ 53″ O
Kfz-Kennzeichen: PB
Kód obce: 512842
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Gliederung Stadtgebiet: 13 Stadtteile
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: Karol Janas
Adresse: Mestský úrad Považská Bystrica
Centrum 2/3
01713 Považská Bystrica
Webpräsenz: www.povazska-bystrica.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Považská Bystrica (deutsch seit dem 19. Jahrhundert: Waagbistritz; ungarisch: Vágbeszterce) ist eine Stadt in der Nordwestslowakei.

Blick auf die Stadt

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im westlichen Norden der Slowakei an der mittleren Waag zirka 32 Kilometer südwestlich der Stadt Žilina. Sie erstreckt sich bogenförmig entlang der Waag.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist ein alter Siedlungsplatz (Lausitzer Kultur, Puchauer Kultur). Die hier befindliche slawische/slowakische Siedlung mit zahlreichen Funden aus dem 8.-11. Jahrhundert (Zeit des Neutraer Fürstentums) war wohl die größte der Nordslowakei.

Die Burg wurde 1316, der eigentliche Ort dann 1330 zum ersten Mal als Bistrica erwähnt. 1384 bekam er das Stadtrecht verliehen. Im 14. Jahrhundert herrschten auf der Burg unter anderem die Brüder Ján und Rafael Podmanický (Pomanin/Podmaniczky), die hier ihre Basis für die Beutezüge nach Mähren und Schlesien hatten. 1432 wurde die Stadt einschließlich sämtlicher Urkunden von den Hussiten vollständig niedergebrannt, so dass der König Sigismund von Luxemburg 1435 die Stadtrechte erneut erteilen musste.

1458 schenkte König Matthias Corvinus die Stadt mit den angrenzenden 16 Dörfern und der Burg Ladislav Podmanický. Es begann damit eine lange Periode der Herrschaft dieser Adelsfamilie über weite Teile der Slowakei und des Königreichs Ungarn.

Bis 1928 waren die Haupterwerbsquellen die Landwirtschaft und das Handwerk. In diesem Jahr kam es dann zur Gründung eines Zweigwerkes der „Brünner Waffenfabrik“ (Brnenská zbrojovka), heute ein Werk für den Schwermaschinenbau.

Ruinen der Waagburg (Považský hrad) oberhalb der Stadt

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • katholische Kirche Mariä Heimsuchung, gotisch errichtet im 14. Jahrhundert, später barock umgestaltet
  • Kirche des Heiligen Georg aus dem Jahre 1791
  • barocke Helenen-Kapelle aus dem Jahre 1728 mit zwei Rokokoaltären
  • Synagoge, 1923 errichtet, 1948 zu einem Geschäftshaus umgestaltet
  • Ruinen der Waagburg (Považský hrad) aus dem 14. Jahrhundert, 1543 entstanden die tiefergelegenen Teile nach einem Brand, 1698 wurde sie auf Befehl Leopolds I. geschleift.
  • Renaissancekastell („die Burg“ genannt) am Fuße des Burgberges von 1631 mit zwei Türmen, diente der Burgherrschaft als neuer Wohnsitz
  • „jüngeres“ Kastell, nördlich des älteren gelegen, 1750-75 im Rokokostil mit dreiflügeligem Arkadenhof errichtet
  • Kastell Orlové am nördlichen Waagufer, 1612 ursprünglich in Renaissancestil errichtet, beherbergt heute ein Heimatmuseum
  • Kapelle der Maria Magdalena am Kalvarienberg aus dem Jahre 1805

Gemeindeeinteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den 13 folgenden Orten (mit weiterer Unterteilung soweit vorhanden):

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobahnhochstraße über die Stadt, kurz vor Eröffnung

Durch die Stadt verläuft die Hauptstraße 61 von Bratislava nach Žilina. Bis zur Eröffnung der durchgehenden Autobahn D1 am 31. Mai 2010 war die Stadt ein Nadelöhr. Da es mehrere umstrittene Trassenvarianten (Karte aller Varianten).[1] gab, verzögerte sich der Baubeginn der durch die Stadt führenden Hochstraße Považská Bystrica, eines Teilstückes der D1 bis in das Jahr 2008. Darüber hinaus verbinden Landesstraßen die Stadt mit Púchov, Bytča und Rajec.

Považská Bystrica liegt an der zweigleisigen Eisenbahnstrecke Bratislava-Žilina; am Bahnhof halten Schnell- und einige EuroCity-, jedoch keine InterCity-Züge.

Der öffentliche Personennahverkehr wird durch die städtische Gesellschaft MDS a.s. Považská Bystrica betrieben; es bestehen zurzeit 15 Buslinien, davon 2 Schulbus-, 1 Nachtbus- und eine kostenlose Linie (Stand Mai 2016).[2]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die auf der Karte dargestellte Variante V2a wurde gebaut.
  2. MDS a.s., Linienübersicht (slowakisch) (abgerufen am 31. Mai 2016)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Považská Bystrica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien