Quad-Channel

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Quad-Channel ist ein Begriff aus der Speichertechnologie von Computern.

Leistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit wird die Fähigkeit von PC-Chipsätzen und Speichercontrollern bezeichnet, vier Arbeitsspeicher-Module gleicher Kapazität parallel zu betreiben, wodurch eine höhere Datentransferrate und eine damit verbundene Leistungssteigerung erzielt wird. Dafür sind vier separate Busse vom Speichercontroller zu den einzelnen Modulen nötig. Quad-Channel stellt eine Weiterentwicklung der Speichertechnologien Dual Channel (Intel/AMD) und Triple Channel (Intel) dar.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Methode, die schon bei Dual-Channeling eine Verdopplung der Transferrate durch zeitversetztes Zugreifen auf mindestens zwei Module bewirkte, wird nun mit vier Modulen durchgeführt, was zur Vervierfachung der möglichen Transferrate führt. Die Latenzzeiten der Speicher gehen damit nicht mehr so stark in die Zugriffszeit ein, was letztlich zu der Leistungssteigerung führt. Damit dieses Verfahren sauber funktionieren kann, müssen immer vier Module mit exakt gleicher Spezifikation benutzt werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Quad-Channel-fähigen Mainboards waren mit Einführung von AMDs Magny-Cours-Prozessor Anfang 2010 verfügbar. Intel-Mainboards mit X79-Chipsatz folgten Ende 2011. Unabdingbar für die Nutzung waren hier vier Speichermodule gleicher Bauart und ein kompatibler Prozessor (Magny-Cours bzw. Sandy Bridge-E oder später Bulldozer bzw. Ivy Bridge).