Micron Technology

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Micron Technology Inc.
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Rechtsform Corporation
ISIN US5951121038
Gründung 1978
Sitz Boise, Idaho, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Sanjay Mehrotra (CEO)
Mitarbeiter 30.400[1]
Umsatz 16,36 Mrd. US-Dollar[2]
Branche Halbleiter
Website www.micron.com
Stand: 15. Juni 2017 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2017

Micron Technology Inc. ist ein Technologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Boise, Idaho, USA, und gehört zu den fünftgrößten Halbleiterherstellern der Welt.[3] Micron stellt hauptsächlich Speicherelemente für Computer her. Micron Technology ist an der NYSE im MU-Index notiert und hat ca. 26.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Netto-Umsatz von 16,3 Mrd. US $ erzielt.

Micron verfügt über Produktionsstandorte in den USA, Italien, Singapur und Japan. Heute ist Micron der einzige DRAM-Hersteller in den Vereinigten Staaten.

Der direkte Verkauf an Endkunden wird seit 1996 unter dem Namen Crucial bzw. Crucial Technology abgewickelt. Flash-Speicher, wie z.B. USB-Sticks, unter Lexar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Micron wurde 1978 in Boise, Idaho durch Ward Parkinson, Joe Parkinson, Dennis Wilson und Doug Pitman gegründet. Die Startup-Finanzierung erfolgte durch die lokalen Investoren Tom Nicholson, Allen Noble und Ron Yanke. Die weiteren Expansion wurde durch John Simplot finanziert.

1981 stellte Micron erstmals DRAM-Chips mit einer Speicherkapazität von 64 KBit her. Durch eine konsequente Kostenkontrolle überlebte Micron mehrere Einbrüche des DRAM-Marktes, die wichtige Wettbewerber zum Marktaustritt zwangen. Selbst Intel, der Erfinder des DRAMs, war 1985 gezwungen, sich aus diesem Geschäftsfeld zu verabschieden.

1994 schied der Mitgründer Joe Parkinson als CEO aus und Steve Appleton übernahm die Führung des Unternehmens bis zu seinem Unfalltod am 3. Februar 2012.[4] Interims-Nachfolger ist Mark Durcan.[5]

Anfang der 1990er-Jahre wurde die Tochtergesellschaft Micron Computers (heute: Micron Electronics) als Hersteller von PCs gegründet. Im Jahr 1999 kam mit Micron Internet Services eine weitere Tochtergesellschaft zur Bündelung der Internet-Aktivitäten hinzu. Beide Sparten wurden 2001 an web.com bzw. MPC verkauft.

Micron erwarb 1998 die Speicherproduktion von Texas Instruments und 2001 jene von Toshiba.

2005 vereinbarten die Intel Corporation und Micron Technology, Inc eine Zusammenarbeit zur Herstellung von Flash-Speicher namens IM Flash Technologies, LLC und bauten 2006 ein gemeinsames Werk in Singapur.

2006 übernahm Micron die Firma Lexar, einen Hersteller von Flash-Speicher.

2015 vereinbarten Micron und Intel ein weiteres joint venture, 3D XPoint zur Entwicklung und Herstellung nichtflüchtiger Speichertechnologie.

Micron erwarb 2015 Tidal Systems, 2016 komplett den taiwanischen Halbleiterhersteller Inotera Memories, Inc. .

Im Bereich der CMOS-Bildsensoren war Micron Weltmarktführer (2006). Aus Micron Imaging ist im Jahr 2008 Aptina Imaging hervorgegangen, das 2014 an ON Semiconductor verkauft wurde.[6]

Seit April 2017 ist Sanjay Mehrotra neuer President und CEO bei Micron.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Form 10-K 2014
  2. Micron Technology: Micron Technology, Inc., Reports Results for the Fourth Quarter and 2014 Fiscal Year
  3. Halbleitermarkt 2014 elektroniknet.de abgerufen am 4. April 2015
  4. Micron-CEO Appleton stirbt bei Flugzeugabsturz. In: Berliner Morgenpost vom 3. Februar 2012
  5. Micron says Mark Durcan to take CEO duties for now. finanzen.ch vom 4. Februar 2012
  6. ON Semiconductor buys Aptina Imaging for $400 million. In: azcentral.com. 9. Juni 2014, abgerufen am 27. September 2016 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]