Río Huallaga

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Río Huallaga
Fähre am Río Huallaga

Fähre am Río Huallaga

Daten
Lage PeruPeru Peru
Flusssystem Amazonas
Abfluss über Marañón → Amazonas → Atlantik
Quellgebiet peruanische Zentralkordillere, 10 km östlich von Cerro de Pasco
10° 38′ 49″ S, 76° 9′ 54″ W
Quellhöhe ca. 3740 m
Mündung nahe Lagunas in den Río MarañónKoordinaten: 5° 6′ 12″ S, 75° 35′ 52″ W
5° 6′ 12″ S, 75° 35′ 52″ W
Mündungshöhe ca. 110 m
Höhenunterschied ca. 3630 m
Sohlgefälle ca. 3,2 ‰
Länge 1138 km
Einzugsgebiet ca. 85.000 km²
Abfluss am Pegel Yurimaguas MQ
2775 m³/s
Abfluss MQ
3800 m³/s
Linke Nebenflüsse Río Huertas, Río Monzón, Río Yanajanca, Río Chontayacu, Río Huayabamba, Río Saposoa, Río Mayo, Río Paranapura
Rechte Nebenflüsse Río Biavo
Großstädte Huánuco
Mittelstädte Tingo María, Juanjuí, Yurimaguas
Kleinstädte Huariaca, Ambo, Aucayacu, Tocache Nuevo, Bellavista, Picota
Río Huallaga im Einzugsgebiet des Amazonas

Río Huallaga im Einzugsgebiet des Amazonas

Der 1138 Kilometer lange Río Huallaga ist ein rechter Nebenfluss des Río Marañón (größerer der beiden Quellflüsse des Amazonas) an den Osthängen der Anden im Norden Perus.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im oberen gebirgigen Teil durchfließt dieser wasser- und nährstoffreiche Fluss die größeren Städte Huánuco und Tingo María. Das darauffolgende tiefer gelegene offene Tal wurde durch den hohen Anteil von Kokaplantagen bekannt und berüchtigt. Vereinzelte terroristische Aktivitäten von Splittergruppen des Sendero Luminoso, insbesondere im Zusammenhang mit lokalen Drogenkartellen und entsprechenden Aktivitäten, machen diese Region (den nördlichen Teil der Region Huánuco und den südlichen Teil der Region San Martín) für den Tourismus ungeeignet, obschon die Landschaft auf der gesamten Länge des Flusslaufs Naturerlebnisse bieten könnte. Weiter nördlich schlängelt sich der aus verschiedenen Zuflüssen breiter werdende Strom durch Längstäler der östlichen Andenkette, parallel zum westlich liegenden Marañón. Diese Region rund um die größere Ortschaft Juanjui ist wegen ihrer tiefen Schluchten und reißenden Flüsse schwer zugänglich, birgt aber eine Vielzahl archäologischer Fundstätten verschiedener präkolumbischer Kulturen, besonders der Chachapoyas. In Hochlagen von Seitentälern befinden sich bekannte Fundstätten; die größte, Gran Pajatén, (im Nationalpark Río Abiseo), eine weitere nördlich von Kuelap, nahe der Wasserscheide zwischen den Flüssen Marañon und Huallaga.

Der Huallaga durchbricht die letzten Andenketten bei Chazuta und mäandert fortan stark, vorbei an kleinen Dörfern und der Stadt Yurimaguas, bevor er weiter im Norden, kurz hinter Lagunas, in den Marañón fließt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volker Jülich: Die Agrarkolonisation im Regenwald des mittleren Río Huallaga (Peru) (= Marburger geographische Schriften, Bd. 63). Geographisches Institut der Universität Marburg, Marburg 1975.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Río Huallaga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien