Rückschlagarmatur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Artikel Rückschlagarmatur, Rückflussverhinderer und KFR-Ventil überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Kai Kemmann (Diskussion) 03:38, 14. Apr. 2017 (CEST)
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Bisher sind keinerlei Quellen angegeben. --DF5GO • 18:59, 21. Dez. 2012 (CET)
Rückschlagklappen aus Hastelloy

Eine Rückschlagarmatur ist ein Bauteil, welches die Strömung eines Fluids (Flüssigkeit, Gas) in nur einer Richtung zulässt.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückschlagklappe, Prinzipskizze

Bei federbelasteten Rückschlagarmaturen wird das Schließelement in einer Richtung durch die Feder geschlossen, in der anderen Richtung dagegen vom Druck des strömenden Fluids freigegeben. Hierbei wird entweder eine Kugel, ein Kegel, eine Klappe oder eine Membran in den jeweiligen Dichtungssitz gedrückt. Steht in der Durchlassrichtung ein Druck an, der die Rückstellkraft der Feder überwinden kann, wird das dichtende Element vom Sitz abgehoben und der Durchfluss ist frei.

Bei Rückschlagarmaturen ohne Feder, wird das Dichtelement entweder durch die Schwerkraft oder den Fließdruck des strömenden Fluids in den Dichtungssitz gedrückt.

Bauformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückschlagventile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • einfach, mit zwei geraden Oliven, ganz aus Glas finden im Labor Verwendung
  • nach Friedrichs-Antlinger aus Glas, mit austauschbarem Ventilkegel aus Kunststoff
  • Rückschlagventil, eingebaut in Wasserstrahlpumpe

Kugelrückschlagventil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Checkvalveclosed.svg
geschlossen
Checkvalveopen.svg
geöffnet


Kugelrückschlagventil

Das Kugelrückschlagventil besteht aus einer Verengung, die durch eine Kugel verschlossen wird. Die Kugel wird durch Schwerkraft oder von einer Feder auf die Verengung gedrückt und verschließt den Durchgang. Das Medium kann nicht hindurchströmen. Derartige Ventile sind in der gesperrten Richtung in der Regel hermetisch dicht.

Wenn das Medium von unten entgegen der Schwerkraft oder der Feder auf die Kugel drückt und die Kraft des Mediums auf die Kugel die Kraft der Feder überwiegt, kann das Medium durch das Ventil hindurchströmen.

Rückschlagventil, entsperrbar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spezielle Rückschlagventile können in Sperrrichtung freigegeben werden. Hierzu wird entweder ein Bypass geöffnet oder das bewegliche Dichtelement wird (mechanisch) vom Dichtungssitz abgehalten, um in beide Richtungen einen freien Durchfluss zu ermöglichen.

Im Unterschied zu einigen anderen steuerbaren Ventilen (Wegeventilen) ist das Ventil in der „Gesperrtstellung“ absolut dicht und kann so Lasten wie z. B. Hydraulikzylinder sicher oder die Gewichtskraft des Dichtelements schließen halten.

Zu einer typischen Anwendungen gehört der hydraulische Wagenheber. Das Rückschlagventil hält die Last sicher. Der Hydraulikkolben kann erst zurückfahren, wenn das Bypass-Ventil geöffnet wird.

Tellerrückschlagventil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tellerrückschlagventil, Prinzipskizze

Bei einem Tellerrückschlagventil sorgt der Strom des Mediums, die Schwerkraft oder eine Feder für die Sperrung des Ventils. Der Dichtkörper ist in Form einer flachen Platte oder eines Tellers ausgeführt. Zur Führung wird ein Bolzen oder Stift verwendet. Ein Beispiel für die Anwendung dieser Bauart ist das Fahrrad-Blitzventil oder das Ventil am Autoreifen.

Konvektionssperre, Konvektionsbremse, Schwerkraftbremse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Konvektionsbremse zum Einbau in eine 1"-Rohrverschraubung, durchflussoptimiert

Diese Sonderform des Tellerrückschlagventils wird in thermischen Solaranlagen, Warmwasser-, Heizungs- und Lüftungsanlagen verwendet, wo sie die unerwünschte freie Konvektion innerhalb der Anlage und damit Wärmeverluste (z. B. bei fehlender Sonneneinstrahlung oder innerhalb abgestellter Anlagenteile) verhindert. Diese Rückschlagventile sind meist so ausgelegt, dass sie dem Volumenstrom wenig Widerstand entgegensetzen und entgegen der Flussrichtung nicht völlig dicht sind, um einen Volumenausgleich beim Abkühlen sowie bei flüssigen Medien das Passieren von Gasblasen (sog. Luftschleuse) zu ermöglichen.

Rückschlagklappe, Rückstauklappe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückschlagklappe, Prinzipskizze

Für flüssige Medien, mittlere Nennweiten (etwa 80–600 mm) und alle Druckstufen (bis 600 bar) werden oft einfache, eigengewichtgesteuerte Rückschlagklappen verwendet. Sie werden mit Flansch- oder Anschweißenden gefertigt und bestehen in der Regel aus Gusseisen, Stahlguss oder geschmiedetem Stahl.

Rückschlagklappen unterscheiden sich von Tellerventilen dadurch, dass das Dichtelement einseitig drehbar gelagert ist, während es bei Tellerventilen axial geführt wird.

Rückschlagklappen werden in Abwasserleitungen (Grundleitungen) von Gebäuden eingesetzt, wenn sich Entwässerungsgegenstände unter der Rückstauebene befinden, um zu verhindern, dass Schmutzwasser bei einer Überlastung der öffentlichen Kanalisation in die häuslichen Abwasserrohre zurückgedrückt wird.

Rückschlagklappen werden gelegentlich auch im Heizungsvorlauf und in der Warmwasserzirkulationsleitung hinter der Pumpe eingebaut, um eine Rückströmung des Warmwassers zu verhindern.

Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückschlagventile an einem Monitor der Feuerwehr

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Check valves – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien