Rüdiger Krause (Musiker)

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Rüdiger Krause (* 9. Oktober 1970 in Suhl) ist ein deutscher Jazzmusiker (Gitarrist und Komponist).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krause besuchte die Musikschule in Magdeburg und gründete dort mit 14 Jahren seine erste Band Jazzy, die bereits vorwiegend seine eigenen Kompositionen spielte. Von 1991 bis 1998 studierte er Jazzgitarre an der Hochschule für Musik Dresden. In diesen Jahren spielte er in den Dresdner Bands Some Like It Hott mit Sven Helbig, Wolfgang Torkler und Tim Schröder, Code M.D. mit Tom Götze, Jens Bürger, Harald Thiemann und Christoph Hermann, Wolfgang Scheffler & Blue Ballads, den Long Island Icetea Jazzfanatics, dem Günter Hörig Quintett und der von Günter Hörig geleiteten Bigband Dresdner Tanzsinfoniker. Von 1998 bis 2012 war er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Dozent und unterrichtete Improvisation.

Als Komponist von Bühnenmusiken, Gitarrist und Musikalischer Leiter arbeitete er für das Staatsschauspiel Dresden, das Theater Junge Generation, das Theater Chemnitz, die Landesbühnen Sachsen und das Theater Neustrelitz. 2002 wurde er Mitglied der Günther Fischer Band mit Wolfgang Zicke Schneider, Detlef Bielke (bis 2013), Matthias Bätzel (seit 2013), Tom Götze. 2004–2009 tourte er mit Manfred Krug und Uschi Brüning[1].

2007 schloss er sich der Band der Liedermacherin Barbara Thalheim an. Nach dem Tod des Akkordeonisten und Bandleaders Jean Pacalet wurde Krause 2012 Arrangeur und Leiter der Band. Als Partner von Céline Rudolph spielt er zahlreiche Duokonzerte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich, auch unter dem Namen Caruso, der auf einen Spitznamen aus Krauses Schulzeit zurückgeht. In Céline Rudolphs Bandprojekten arbeitete er mit Michael Wollny, Pepe Berns, Heinrich Köbberling, Rodolfo Stroeter, Hélio Alves, Ricardo Mosca, Zé Luis Nascimento, Gogui Embaló und Andi Bühler.

Seit 2014 ist Rüdiger Krause auch bei Four Styles Gitarrenfestival gemeinsam mit den Gitarristen Ian Melrose, Heiko Ossig und Nikos Tsiachris auf der Bühne.[2]

Eigene Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Bandnamen Electric Krause kamen zunächst mit Oliver Klemp und Heiko Jung, später in wechselnden Besetzungen Projekte auf die Bühne, in denen vor allem von Rüdiger Krause komponierte und getextete Songs gespielt wurden. Seit 2007 spielt Electric Krause als instrumentales Jazztrio in der Besetzung mit Daniel Cordes und Andi Bühler die Kompositionen und Arrangements von Rüdiger Krause. 2013 erarbeitete Krause ein Soloprogramm, für das er Musik der Jazzkomponistin Carla Bley arrangierte. Neben Versionen für Gitarre-Solo wurde mit dem Titel Lawns auch ein Trio mit Carla Bley und Steve Swallow aufgenommen.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Künstler Label
1994 Wolfgang Scheffler & Blue Ballads Wolfgang Scheffler & Blue Ballads sap Records LC4989 Nr.910140
2000 no statement electric krause AMI Productions/
2002 zwei eins Günter Hörig/Rüdiger Krause 2002 MCD Productions LC11083 Nr. 770073-2
2009 Herzverloren Barbara Thalheim Pläne
2009 Metamorflores Céline Rudolph enja Records LC03126 Nr.ENJ-9535 2
2011 Electric Krause Electric Krause A-Jazz / NRW Records
2011 Salvador Céline Rudolph Verve/Universal
2012 Learning How to Listen Esther Kaiser glm
2013 Zwischenspiel Barbara Thalheim conträr music
2015 AltTag Barbara Thalheim conträr music
2015 Live in Weimar Günther Fischer Band edel
2015 A Guitar Named Carla Rüdiger Krause jazzwerkstatt jw 257 LC 15217

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rüdiger Krause, Günther Fischer Band (abgerufen am 21. Juni 2016).
  2. Four Styles: Die Musiker, fourstyles.eu (abgerufen am 21. Juni 2016).
  3. A Guitar Named Carla, JPC - Leidenschaft für Musik (abgerufen am 21. Juni 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]