Radio Schlagerparadies

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Radio Schlagerparadies
Schlagerparadies Logo.png
Allgemeine Informationen
Empfang Kabel, Satellit, DAB+, Livestream
Sendegebiet DeutschlandDeutschland Deutschland
Eigentümer Schlagerparadies GmbH
Geschäftsführer Herbert Pjede
Programmchef Frank Brach
Sendestart 2005
Rechtsform Privatrechtlich
Programmtyp Musiksender
Homepage www.schlagerparadies.de
Liste der Hörfunksender

Radio Schlagerparadies (ehemals RMN Schlagerhölle) ist ein Musikspartenprogramm aus Kleinblittersdorf. Der private Sender mit dem musikalischen Schwerpunkt Schlager finanziert sich durch Werbeeinnahmen. Radio Schlagerparadies gehört zur RMNradio Gruppe und ist von der Landesmedienanstalt Saarland lizenziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radio Schlagerparadies wurde 2005 als Internetradio seinerzeit unter dem Namen RMN Schlagerhölle gegründet. Am 9. August 2007 wurde dem Sender eine bundesweit gültige Sendelizenz ohne Zuweisung von Übertragskapazitäten von der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) erteilt. Diese Lizenz ermöglicht dem Sender grundsätzlich über alle zur Verfügung stehenden Übertragungswege sein Programm zu verbreiten wie DAB+, UKW-Funk, Satellit und Kabel. Ab diesem Zeitpunkt wird das Programm internetunabhängig in zahlreichen Breitbandkabelnetzen in Deutschland eingespeist. Am 1. September 2013 wurde die RMN Schlagerhölle in Radio Schlagerparadies umbenannt. Die neue Webseite ging bereits zwei Tage vorher online.[1] Im Januar 2014 schloss RMNradio mit der Regiocast einen Programmzulieferungsvertrag, mit dem das Schlagerparadies in der Lage ist, den Sendeplatz von 90elf im bundesweiten DAB-Multiplex zu übernehmen. In ihrer Sitzung vom 21. Januar 2014 lehnte die ZAK eine bundesweite Verbreitung des Schlagerparadieses ab; die Regiocast war zunächst jedoch nur in der Lage, das Programm bis zu einer Neuausschreibung des Programmplatzes auf eigenes Risiko im Rahmen einer Duldung auszustrahlen.[2] Davon machte sie am 31. Januar 2014 Gebrauch. In ihrer Sitzung vom 18. Februar 2014 machte die ZAK ihre erste Entscheidung wieder rückgängig und erteilte der Regiocast eine unbefristete Lizenz zur Verbreitung des Schlagerparadieses auf dem ehemaligen 90elf-Sendeplatz im Bundesmux.[3] Im Februar 2016 teilte das Hörfunkunternehmen Regiocast mit, einen Teil seiner Kapazitäten im Bundesmux zurück zu geben. Hierbei handelt es sich um die CUs, auf denen momentan das Programm Schlagerparadies im Rahmen einer Kooperation mit dem saarländischen Veranstalter RMN Radio sendet. Die ZAK wird daher die Kapazitäten neu ausschreiben. In der Sitzung vom 21. Juni 2016 hat die ZAK entschieden dem Programm Schlagerparadies 42 CUs zuzuweisen.[4]

Sendestudios und Sendetechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Radio Schlagerparadies gibt es kein zentrales Studio. Für die Livesendungen schalten sich jeweils die Regionalstudios untereinander zusammen. Während der automatisierten Sendezeiten kommt das Programm von einem dezentralen Servercluster. Die technischen Systeme für die Verbreitung auf Satellit, Kabel und DAB+ stehen in einem Hochsicherheits-Rechenzentrum in Hamburg.

Programm und Musikauswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Teile des Tagesprogramms sind moderiert und durch stündliche Weltnachrichten unterbrochen. Radio Schlagerparadies spielt ausnahmslos nur deutschsprachige Titel. In der Rotation befinden sich auch anderssprachige Klassiker, die aber konsequenterweise nur in einer deutschen Coverversion gespielt werden, wie z.B. Midnight Lady, Alle Macht den Träumen (Neverending Story), Felicita oder Ich bin stark nur mit Dir (You´re my Heart, You´re my Soul).

Empfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DAB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. Dezember 2012 wurde für das Rhein-Main-Gebiet die Zulassung für die DAB+ Verbreitung im landesweiten privaten Multiplex auf Kanal 11C, seitens der LPR erteilt.[5] Zwei Tage später folgte der Standort auf dem Berliner Fernsehturm im DAB+ Block 7B für das Gebiet Berlin/Brandenburg. Für den DAB+ Regionalmultiplex Sachsen-Anhalt im DAB-Block 11C wurde die Sendelizenz seitens der Landesmedienanstalt MSA am 17. April 2013 zugeteilt, die Aufschaltung des Sendesignals erfolgte am 13 Tage später am 30. April 2013. Am 11. Juli 2013 genehmigte der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) die Verbreitung des Programmangebotes über den landesweiten DAB+Frequenzblock 12D.[1] Die Aufschaltung erfolgte am 1. September 2013. Im Zuge des Wechsels auf den bundesweiten Multiplex der Media Broadcast auf Kanal 5C am 31. Januar 2014, wurde die Verbreitung im bayerischen Mux auf 12D am 1. Februar 2014 um 1 Uhr eingestellt. Der Berliner Mux 7B folgte am 20. Februar 2014 kurz vor 14 Uhr. Im hessischen Mux 11C wurde die Verbreitung am 7. März 2014 eingestellt und am 28. Januar 2015 auf dem Mux 11C in Sachsen-Anhalt. Seitdem ist das Programm über DAB+ nur noch im Bundesmux Kanal 5C zu empfangen.

Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Start ist das Programm weltweit als Webradio zu empfangen.

Kabel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 2007 auch über diverse Breitbandkabelnetze in Deutschland, beispielsweise in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und im Saarland, sowie in allen neuen Bundesländern.

Satellit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 15. Februar 2013 ist der Sender über Astra 19,2° Ost zu empfangen (12.633 MHz horizontal, SR 22.000 kS, FEC 5/6). Die Audioqualität ist hier aber hörbar schlechter als via DAB.

Zusatzdienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich zum Audiosignal überträgt Radio Schlagerparadies auf seinem DAB+ Subchannel (Kanal 5C) dynamische Inhalte mit umfangreichen grafischen Informationen zum laufenden Musiktitel, sowie zur jeweiligen Sendung (DAB+ Slideshow), sowie programmbegleitende Texte im DAB+ DynamicLabel und DynamicLabelPlus (Titel/Interpret/Sendungsname). Der seit 2014 testweise angebotene Dienst DAB+ Journaline wurde am 1. Juli 2016 mangels Verbreitung entsprechender Empfangsgeräte außer Betrieb genommen und am 4. Juli 2016 aus der Dienstesignalisierung entfernt. Seit dem 17. Juli 2013 wird auch EPG über ASTRA 1L und im DVB-C der angeschlossenen Kabelnetze unterstützt. Zwischen April 2013 und September 2014 wurden die Kabelnetze testweise auch mit dynamischen RDS-Informationen bestückt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Radiowoche: Von der Hölle ins Paradies: Schlagerhölle nennt sich künftig Radio Schlagerparadies. 25. August 2013, abgerufen am 27. August 2013.
  2. Radiowoche: ZAK lehnt Deal zwischen REGIOCAST und Schlagerparadies ab. 22. Januar 2014, abgerufen am 4. Februar 2014.
  3. ZAK: ZAK-Pressemitteilung 02/2014; DAB+: Medienanstalten ermöglichen „Schlagerparadies“. 18. Februar 2014, abgerufen am 27. Februar 2014.
  4. ZAK: ZAK-Pressemitteilung 06/2016; DAB+: Schlagerparadies erhält 42 CUs. 21. Juni 2016, abgerufen am 27. Juni 2016.
  5. http://www.lpr-hessen.de/default.asp?m=3&s=3234