Rassemblement pour la France et l’indépendance de l’Europe

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Das Rassemblement pour la France et l'indépendance de l'Europe (RPF-IE), ursprünglich nur Rassemblement pour la France (RPF) ist eine Partei der parlamentarischen nationalkonservativen Euroskeptiker in Frankreich. Sie beruft sich auf die Ideen des Gaullismus und Souveränismus. Eine ähnliche politische Position nimmt die Partei Debout la France ein.

Die Partei wurde im November 1999 von Vertretern der gegen den Vertrag von Maastricht eingestellten Mehrheit der inzwischen zur UMP fusionierten Gaullistenpartei RPR gegründet, unter Führung von Charles Pasqua und Philippe de Villiers. Letzterer verließ 2000 die Partei und gründete das Mouvement pour la France wieder, das vorübergehend im RPF aufgegangen war. 2003 benannte sich der RPF in Rassemblement pour la France et l'indépendance de l'Europe um - ein Name, unter dem bereits Wahllisten des RPF firmiert hatten.

Den größten Erfolg hatte der RPF kurz vor seiner Gründung, als die von den späteren Parteigründern angeführte Liste zur Europawahl 1999 mit 13 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft nach der Parti socialiste wurde und den RPR knapp schlug. 2004 verfehlte sie den Wiedereinzug in das Europaparlament.

Bei der Präsidentschaftswahl 2002 verpasste der RPF-Vorsitzende Charles Pasqua knapp die für eine Kandidatur notwendigen Unterstützerunterschriften. 2007 und 2012 verzichtete die Partei jeweils bereits im Vorfeld auf einen Präsidentschaftskandidaten.

Bei den Parlamentswahlen 2002 gewann der RPF zwei Mandate in der Nationalversammlung. Von 2002 bis 2011 gehörte Charles Pasqua für die RPF dem Senat an. Seither besitzt die Partei keine Parlamentsmandate mehr und hat kaum noch Bedeutung.

Der RPF-IE ist Mitglied des Parteienbündnisses der Union pour un mouvement populaire.