Debout la France

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Debout la France
Dupont-Aignan San 2005.jpeg
Partei­vorsitzender Nicolas Dupont-Aignan
Gründung 23. November 2008
Haupt­sitz 17 rue des Rossignols, 91330 Yerres
Aus­richtung Gaullismus
Nationalkonservatismus
Republikanismus
Souveränismus
EU-Skepsis
Farbe(n) violett, blau, rot
Nationalversammlung 2017
1/577
Senat 2014
1/348
Europaabgeordnete
0/74
Europapartei Alliance for Direct Democracy in Europe
Website www.debout-la-france.fr

Debout la France (DLF; französisch in etwa Steh auf Frankreich), bis Oktober 2014 Debout la République (DLR; französisch für Hoch die Republik) ist eine euroskeptische, souveränistische Partei, die sich auf den Gaullismus beruft.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zu ihrer Gründung am 23. November 2008 war Debout la République eine Strömung innerhalb der UMP (der heutigen Republikaner). Präsident der Partei ist Nicolas Dupont-Aignan, Bürgermeister des Pariser Vororts Yerres, in dem sich der Hauptsitz der Partei befindet. Sie tritt vor allem für die Stärkung der nationalen Identität und die Verteidigung der nationalen Souveränität Frankreichs gegenüber transnationalen Organisationen wie der Europäischen Union ein. In ökonomischer Hinsicht ist sie eher sozialstaatlich und staatsinterventionistisch ausgerichtet und wird daher oft als „linksgaullistisch“ oder „sozialgaullistisch“ klassifiziert.

Bereits als Strömung innerhalb der UMP gehörte Debout la République der europäischen Partei EUDemokraten an. 2014 wechselte sie zur Alliance for Direct Democracy in Europe. An dem Gründungsparteitag am 23. November 2008 nahmen über 1000 Anhänger der neuen Partei teil. 2009 wurde der Jugendverband Debout Les Jeunes gegründet.

Ungeachtet der bisherigen Ablehnung des Front National (FN) gab Nicolas Dupont-Aignan im Rahmen der Präsidentschaftswahl 2017 nach dem ersten Wahlgang ein Wahlbündnis mit Marine Le Pen bekannt, das ihm u.a. im Fall der Wahl von Marine Le Pen das Amt des Premierminister sichern sollte. Die Unterstützung des FN führte zu erheblichen parteiinternen Dissensionen und den Rücktritt prominenter Parteimitglieder.[1] Das Wahlbündnis mit dem FN wurde bereits kurz nach den Wahlverlusts Le Pens und vor den Parlamentswahlen vom Juni 2017 wieder aufgekündigt, da die Partei nicht genügend eigene Kandidaten in leicht zu gewinnenden Wahlkreisen zugesprochen bekommen habe.[2] In den Parlamentswahlen selbst konnte lediglich Dupont-Aignan seinen Abgeordnetensitz knapp behaupten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Challenges: Ces membres de Debout la France qui lâchent Nicolas Dupont-Aignan après son soutien à Marine Le Pen, 28 April 2017, abgerufen am 5. Mai 2017 (franz)
  2. France Info: N. Dupont-Aignan / M. Le Pen : le divorce, 13. Mai 2017 (franz)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Debout la République – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien