Rathenauplatz (Berlin)

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Rathenauplatz
Coat of arms of Berlin.svg
Platz in Berlin
Rathenauplatz
Rathenauplatz mit Wolf Vostells Skulptur
2 Beton Cadillacs in Form der nackten Maja
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Grunewald
Angelegt 1957
Neugestaltet 1987 (Skulptur)
Einmündende Straßen
Kurfürstendamm,
Hubertusallee,
Halenseestraße
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Straßenverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Platzfläche 250 m²

Der Rathenauplatz liegt im Berliner Ortsteil Grunewald des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf am westlichen Ende des Kurfürstendamms.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postmodernes Geschäftshaus am Rathenauplatz mit der Adresse Kurfürstendamm 125a

Der Platz hat drei Straßeneinmündungen (Kurfürstendamm, Hubertusallee, Halenseestraße) und bildet über die benachbarte Koenigsallee auch die Zufahrt in den Grunewald mit seinen Seen.

Die Benennung des Platzes erfolgte am 31. August 1957 anlässlich des 90. Geburtstags des – wenige hundert Meter entfernt in der Koenigsallee im Jahr 1922 ermordeten – damaligen deutschen Außenministers Walther Rathenau. Die Stadtautobahn führt seit 1958 in einem Tunnel unter dem Platz hindurch, der erst für diese Baumaßnahmen entstand.

Beton Cadillacs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der als grüne Rasenfläche angelegten Mittelinsel des Platzes steht die Skulptur 2 Beton Cadillacs in Form der nackten Maja von Wolf Vostell, geschaffen zur 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin im Jahr 1987. Im Rahmen dieser Jubiläumsfeier veranstaltete der Berliner Senat und der Neue Berliner Kunstverein die Ausstellung Skulpturenboulevard auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße. Von den damaligen Skulpturen sind allerdings kaum noch welche erhalten. Wolf Vostell stellte mit seinem Werk einen „24-stündigen Tanz der Autofahrer um das Goldene Kalb“ dar und wies damit auf die Vergänglichkeit der „Autokultur“ hin. Gegen die Aufstellung der Skulptur hatte sich starker Bürgerprotest formiert. Kaum ein anderes Kunstwerk war in der Nachkriegszeit in Berlin derart umstritten.

Inzwischen ist das Kunstwerk allerdings weitestgehend akzeptiert und hatte über die Jahre zunehmend unter Algenbewuchs, Moos und Abgasen gelitten. Der Verein Pro City West kümmerte sich seit dem Jahr 2006 um die notwendigen Sanierungs- und Reinigungsarbeiten, für die 100.000 Euro gesammelt wurden. Das Management des benachbarten Kudamm-Karree-Hochhauses und die Reinigungsfirma ISC Industrieservice Czech aus Zossen ließen nach den erfolgten Sanierungsarbeiten auf ihre Kosten noch die Reinigung durchführen. Dafür kam ein spezielles Trockeneisverfahren zum Einsatz und wurde im Mai 2013 beendet.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cadillacs frisch gestrahlt. Foto und Text in der Berliner Zeitung vom 24. Mai 2013, Seite 16

Koordinaten: 52° 29′ 41,3″ N, 13° 17′ 8,2″ O