Reformbühne Heim & Welt

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Manfred Maurenbrecher bei der Reformbühne (1998)

Die Reformbühne Heim & Welt (kurz: Reformbühne) ist eine Berliner Lesebühne.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reformbühne entstand 1995 auf Initiative von Hans Duschke und Bov Bjerg.[1] Nicht zuletzt durch die Popularität einzelner Mitglieder wie Wladimir Kaminer, Ahne oder Jakob Hein wurde die Reformbühne auch über Berlin hinaus bekannt.

Die ersten Veranstaltungen fanden im Schokoladen (Berlin-Mitte) statt. Im Jahr 1999 zog die Reformbühne in das Kaffee Burger um. Von September 2014 an wurden die Lesungen im Haus Berlin am Strausberger Platz 1 in der Panorama-Lounge gehalten und seit Januar 2016 nun in der Jägerklause (Grünberger Str. 1) in Friedrichshain. Die Veranstaltung findet ohne Unterbrechung seit 1995 immer sonntags statt.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der Kennzeichen dieser Lesebühne ist die ironische Mischung von Literatur und politischer Agitation. Eine Zeit lang trug sie den Untertitel „Liga für Kampf und Freizeit“ den später die Lesebühne Surfpoeten übernahm. Unterstützung von Aktionen wie eine Demonstration zum 1. Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen[2] zeigen die Nähe zu Gedanken der Glücklichen Arbeitslosen und des Situationismus.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurzeit sind die festen Mitglieder der Reformbühne (Stand: Januar 2013)[3]:

Ehemalige Mitglieder waren:

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Falko Hennig (Hrsg.): 10 Jahre Reformbühne Heim & Welt: Die historischen Tondokumente. Doppel-CD. Reptiphon, Merenberg 2005, ISBN 3-9809464-8-7 (Aufnahmen mit Ahne, Bov Bjerg, Daniela Böhle, Hans Duschke, Uli Hannemann, Jakob Hein, Falko Hennig, Wladimir Kaminer, Manfred Maurenbrecher, Sarah Schmidt, Michael Stein, Heiko Werning, Jürgen Witte).
  • Falko Hennig (Hrsg.): Volle Pulle Leben : 10 Jahre Reformbühne Heim & Welt. Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-54228-6 (Anthologie mit allen ehemaligen und aktuellen Mitgliedern sowie als Gästen Wiglaf Droste, Tanja Dückers, Judith Hermann und Jochen Schmidt).
  • Am besten was Neues : 15 Jahre Reformbühne Heim & Welt. Voland & Quist, Dresden/Leipzig 2010, ISBN 978-3-938424-54-4.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Lang: Heimkehrer. In: Maurenbrecher Online. 1995 (Rezension aus der Gründungszeit).
  • Henryk M. Broder, Reinhard Mohr: Der Aufstand der Surfpoeten. In: Der Spiegel. 7. Februar 2000 (Im Berliner Osten pflegt eine junge Generation von Autoren und Vorlesern eine neue literarische Subkultur. Die Szenedichter präsentieren ihre Alltagsprosa auf der Reformbühne Heim & Welt oder der Chaussee der Enthusiasten und faszinieren ein wachsendes Publikum.).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Falko Hennig: Geschichte der Lesebühnen.
  2. Nils Heinrich: „Wir haben Zeit!“ 2. Mai 2005.
  3. Falko Hennig (Hrsg.): Volle Pulle Leben : 10 Jahre Reformbühne Heim & Welt. Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-54228-6.