René Allonge

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René Allonge (* 1973) ist ein deutscher Kriminalist und leitender Ermittler des Landeskriminalamt Berlin. International bekannt wurde er vor allem durch seine Verdienste bei der Bekämpfung der Kunstkriminalität.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren und aufgewachsen ist René Allonge in Mecklenburg. 1992 trat er in den Dienst des Berliner Polizeipräsidenten und absolvierte ein Studium an der heutigen Hochschule für Wirtschaft und Recht. Seit 1997 ist er Angehöriger des Berliner Landeskriminalamtes und auf die Bekämpfung qualifizierter Banden- und Eigentumskriminalität spezialisiert. 2009 wurde ihm die Leitung des Sachgebietes „Kunstdelikte“ im Berliner Landeskriminalamt übertragen, in dem insbesondere Kunstdiebstähle und Kunstfälschungen aufgeklärt werden. Beachtung fand die von René Allonge geleitete Spezialdienststelle durch ihre Ermittlungen, die 2010 zur Überführung des Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi führten. Ermittlungen von René Allonge in Bad Dürkheim führten 2015 zur Auffindung zahlreicher Monumentalskulpturen der NS-Bildhauer Josef Thorak, Arno Breker und Fritz Klimsch, darunter Thoraks Schreitende Pferde, die ehemals vor der Neuen Reichskanzlei in Berlin aufgestellt waren und 1989 von einem Kasernengelände in Eberswalde abhandenkamen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Koldehoff/Tobias Timm: Falsche Bilder Echtes Geld. Der Fälschungscoup des Jahrhunderts und wer alles daran verdiente, Galiani-Verlag, Berlin 2012, Seite 83 ff., ISBN 978-3869710570.
  • Peter Mosimann/Beat Schönenberger: Kunst und Recht 2014 – Referate zur gleichnamigen Veranstaltung der Juristischen Fakultät der Universität Basel vom 20. Juni 2014, Stämpfli-Verlag, 2014, 1. Auflage, Seite 15 ff., ISBN 978-3727231308.
  • Henry Keazor/Tina Öcal: Der Fall Beltracchi und die Folgen: Interdisziplinäre Forschungsreihe heute, De Gruyther, 2014, Gebundene Ausgabe, Seite 133 ff., ISBN 978-3110315899.
  • Carolin Faude-Nagel: Kunstfälschung & Provenienzforschung, Chorus-Verlag, 2013, ISBN 978-3931876906.
  • Werner Spies: Mein Glück – Erinnerungen, Carl-Hanser-Verlag, München 2012, ISBN 978-3446240032.

Presse und Funk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]