Riccardo Fontana


Riccardo Fontana (* 20. Januar 1947 in Forte dei Marmi, Provinz Lucca; † 9. Februar 2026 in Arezzo[1]) war ein italienischer Geistlicher, römisch-katholischer Erzbischof und Bischof von Arezzo-Cortona-Sansepolcro.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Riccardo Fontana empfing nach seiner Ausbildung am Almo Collegio Capranica in Rom am 2. Juli 1972 durch den Bischof von San Miniato, Paolo Ghizzoni, in der Katharinenkirche in Pisa die Priesterweihe für das Erzbistum Pisa. Er erwarb ein Lizenziat in Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana sowie ein Doktorat in Kanonischem Recht (Dr. iur. can.) an der Päpstlichen Lateranuniversität. Er bereitete sich ab 1975 an der Päpstlichen Diplomatenakademie (Accademia Ecclesiastica) in Rom auf den diplomatischen Dienst vor. Zwischen 1978 und 1995 arbeitete er in der päpstlichen Diplomatie und war dabei an verschiedenen Nuntiaturen weltweit sowie im Staatssekretariat des Heiligen Stuhls tätig.[2]
Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 16. Dezember 1995 zum Erzbischof von Spoleto-Norcia und spendete ihm am 6. Januar 1996 in der Petersbasilika die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren die Kurienerzbischöfe Giovanni Battista Re und Jorge María Mejía. Als Wahlspruch wählte er mit Non recuso laborem (deutsch: Ich verweigere die Mühe nicht) das überlieferte Sterbewort des heiligen Martin von Tours.
Am 16. Juli 2009 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Arezzo-Cortona-Sansepolcro unter Beibehaltung des persönlichen Titels eines Erzbischofs. Die Amtseinführung fand am 13. September desselben Jahres statt. Er war zudem Präsident für Kultur und soziale Kommunikation der Toskanischen Bischofskonferenz.
Papst Franziskus nahm am 15. September 2022 seinen altersbedingten Rücktritt an.[3]
Riccardo Fontana war Großoffizier im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Prior der Komturei in Arezzo.[4]
Fontana starb nach längerem Krankenhausaufenthalt im Alter von 79 Jahren in San Donato in Arezzo.[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eintrag zu Riccardo Fontana auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Riccardo Fontana auf gcatholic.org (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ È morto mons. Riccardo Fontana, vescovo emerito di Arezzo. In: telegranducato.it. 9. Februar 2026, abgerufen am 9. Februar 2026 (italienisch).
- ↑ a b È morto l'arcivescovo Riccardo Fontana. arezzonotizie.it, 9. Februar 2026, abgerufen am 10. Februar 2026 (italienisch).
- ↑ Rinuncia e Nomina del Vescovo di Arezzo-Cortona-Sansepolcro (Italia). In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 15. September 2022, abgerufen am 15. September 2022 (italienisch).
- ↑ Luogotenenza per l'Italia Centrale Appenninica – Delegazione di Arezzo. Ordine Equestre del Santo Sepolcro di Gerusalemme, 10. Februar 2026, abgerufen am 10. Februar 2026 (italienisch).
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Antonio Ambrosanio | Erzbischof von Spoleto-Norcia 1995–2009 | Renato Boccardo |
| Gualtiero Bassetti | Bischof von Arezzo-Cortona-Sansepolcro 2009–2022 | Andrea Migliavacca |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fontana, Riccardo |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Geistlicher, römisch-katholischer Erzbischof, Bischof von Arezzo-Cortona-Sansepolcro |
| GEBURTSDATUM | 20. Januar 1947 |
| GEBURTSORT | Forte dei Marmi |
| STERBEDATUM | 9. Februar 2026 |
| STERBEORT | Arezzo |
- Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Bischof (21. Jahrhundert)
- Bistum Arezzo-Cortona-Sansepolcro
- Absolvent der Päpstlichen Lateranuniversität
- Absolvent der Päpstlichen Universität Gregoriana
- Prior (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem)
- Komtur mit Stern (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem)
- Italiener
- Geboren 1947
- Gestorben 2026
- Mann