Forte dei Marmi

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Forte dei Marmi
Wappen
Forte dei Marmi (Italien)
Forte dei Marmi
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Lucca (LU)
Koordinaten: 43° 57′ N, 10° 11′ OKoordinaten: 43° 57′ 0″ N, 10° 11′ 0″ O
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 9 km²
Einwohner: 7.510 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 834 Einw./km²
Postleitzahl: 55042
Vorwahl: 0584
ISTAT-Nummer: 046013
Volksbezeichnung: Fortemarmini
Schutzpatron: Ermete martire (28. August)
Website: Gemeinde Forte dei Marmi

Forte dei Marmi ist eine italienische Gemeinde mit 7510 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Lucca am Ligurischen Meer.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt ca. 30 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Lucca und ca. 90 km westlich der Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone C, 1 402 GG[2].

Die Nachbargemeinden sind Montignoso (MS), Pietrasanta und Seravezza.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wahrzeichen der Stadt ist Il Fortino, ein Fort, das der Großherzog der Toskana, Leopold I., 1788 erbauen ließ. Der Hafen diente früher zur Verschiffung von Carrara-Marmor, der in den Apuanischen Alpen gebrochen wird. Die Entdeckung der Marmorschichten geht auf den Bildhauer Michelangelo zurück, der im Auftrag des Großherzogs neben dem nahegelegenen Carrara auch hier Marmorflöze erschließen konnte.[3]

Seit den 1920er Jahren lebte hier die FIAT-Eigner-Familie Agnelli in der Sommerfrische. Heute ist das Anwesen mit Tunnelgang zum Strand ein 5-Sterne-Hotel.[3] Thomas Mann hielt sich 1926 auf einer Reise in Forte dei Marmi auf. Er verwendete den Ort als Vorlage für „Torre di Venere“ in seiner politischen Novelle Mario und der Zauberer. Bereits fünf Jahre zuvor ließ sich der berühmte Schriftsteller Aldous Huxley für einige Zeit in Forte dei Marmi nieder.

Der Tenor Andrea Bocelli lebt ebenfalls hier. Forte dei Marmi ist der Geburtsort der Königin Paola von Belgien. Edmund Stoiber ist Ehrenbürger des Ortes.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Chiesa di Sant’Ermete
Die Kirche Chiesa di San Francesco
  • Chiesa di Sant’Ermete, 1870 entstandene Kirche.
  • Chiesa di San Francesco, Kirche in Vittoria Apuana.
  • Forte Lorenese, Wehranlage aus dem 17. Jahrhundert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der mondäne Badeort an der Versilia lebt vom Tourismus und wird hauptsächlich im Sommer besucht. Liegeplätze am Strand kosten bis zu mehreren hundert Euro am Tag.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Urlaub auf toskanisch - Das Seebad Forte dei Marmi. Dokumentarfilm, Deutschland, 2012, 43:10 Min., Buch und Regie: Cristina Ricci und Stefan Pannen, Produktion: fernsehbüro, SWR, arte. Reihe: Länder – Menschen – Abenteuer, Erstsendung: 18. Februar 2013 beim SWR, Inhaltsangabe vom NDR.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Forte dei Marmi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 29. Februar 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  3. a b c Urlaub auf toskanisch - Das Seebad Forte dei Marmi. In: ARD, 2012
  4. Steffen Winter: Stoibers Geburtags-Sause: „Schwamm drüber, Edmund.“ In: Der Spiegel, 29. September 2011