Rico Gebhardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rico Gebhardt 2013

Rico Gebhardt (* 27. Mai 1963 in Schlema) ist ein deutscher Politiker der Partei Die Linke. Von 2009 bis 2017 war er Vorsitzender des sächsischen Landesverbandes. Seit August 2012 ist er Vorsitzender der Fraktion und Oppositionsführer im Sächsischen Landtag.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rico Gebhardt besuchte bis zur 10. Klasse die Polytechnische Oberschule und absolvierte danach eine Lehre als Koch. Anschließend arbeitete unter anderem als Verkaufsstellenleiter, Bereichsleiter im Handel und Geschäftsführer eines Fischgroßhandels. In den 1990er Jahren war er persönlicher Mitarbeiter eines Mitgliedes des Bundestages. Seit 2000 war er hauptberuflich Landesgeschäftsführer der Partei Die Linke im Landesverband Sachsen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rico Gebhardt trat 1981 in die SED ein (ab 1990 PDS). In der Zeit der DDR war er von 1984 bis 1987 hauptamtlicher FDJ-Funktionär. Nach der Wiedervereinigung war er für seine Partei auf kommunaler Ebene von März 1990 bis April 2003 Kreisrat im Landkreis Aue-Schwarzenberg und von Juni 1994 bis April 2003 Stadtrat in Aue.

Seit Oktober 2004 ist er Mitglied des Sächsischen Landtags. Dort ist er Mitglied im Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten sowie im Verfassungs-, Rechts- und Europaausschuss und stellvertretendes Präsidiumsmitglied. In seiner Fraktion ist er innenpolitischer Sprecher.

Im September 2009 kandidierte er als Fraktionsvorsitzender für DIE LINKE. Sachsen, verlor aber deutlich gegen André Hahn. Am 7. November 2009 wurde er als Nachfolger von Cornelia Ernst mit 156 von 202 Stimmen zum Landesvorsitzenden der Linken in Sachsen gewählt und am 5. November 2011 in diesem Amt bestätigt. Am 17. Juli 2012 wurde er als Nachfolger von André Hahn zum Fraktionsvorsitzenden der Linken im Sächsischen Landtag gewählt. Diesen Vorsitz hat er am 1. August 2012 übernommen.[1] Am 16. November 2013 nominierte ihn ein Landesparteitag in Leipzig zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die Landtagswahl am 31. August 2014.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rico Gebhardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Ich habe mein Wahlergebnis stark verbessert“
  2. Rico Gebhardt als Spitzenkandidat der sächsischen LINKEN zur Landtagswahl nominiert