Riegel (Bauteil)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Als Riegel bezeichnet man im Fachwerkbau einen kurzen waagerecht verlaufenden Balken, der zwischen zwei Ständern durch Zapfung eingebaut ist.

Doppelte Riegelreihe in einer Fachwerkwand im Aufbau
Riegel in einem Haus von 1554 mit \\\\ bezeichnet, ein sehr kurzer Riegel mit Holznägel abgebohrt.

Er soll den Abstand zweier benachbarter Ständer sichern. Er verläuft parallel zur Fachwerkschwelle. Die je Gefach eingebaute Anzahl von Riegeln hängt von der Etagenhöhe und der Ausbauart des Gefaches ab. Zwei Riegel in oft gleichem Abstand reichen bei gewöhnlicher Geschosshöhe meist aus. Die Riegel sind in der Regel in jedem Gefach in gleicher Höhe, also im Gesamtbau umlaufend eingebaut.

Nur die Gefache für Fenster und Türen weichen ab. Im Fenstergefach wird der untere Riegel Brüstungsriegel und der obere Riegel Sturzriegel genannt. Im Türgefach gibt es nur den Sturzriegel. Ihre Einbauhöhen sind von den entsprechenden Bauelementen bestimmt. Die Maße des Riegels sind meist den übrigen Balkenstärken angepasst. Die Zapfungen werden durch Holznägel gesichert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tabellenbuch für das Bau- und Holzgewerbe, Ausgabe B, Wilhelm Friedrich, Fachbuchverlag GmbH Leipzig, 1951