Robert Pudlich

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Robert Pudlich (* 25. Januar 1905 in Dortmund; † 24. Oktober 1962 in Düsseldorf) war ein deutscher Grafiker, Maler, Illustrator und Bühnenbildner der Verschollenen Generation. Seine Kunst war von der Neuen Sachlichkeit geprägt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1924 bis 1926 studierte Pudlich an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort besuchte er die Klasse von Lothar von Kunowski. 1927 legte er das Zeichenoberlehrer-Examen ab. 1928 machte er eine Studienreise nach Südfrankreich. Im gleichen Jahr erhielt er den Großen Kunstpreis der Stadt Düsseldorf. Pudlich gehörte zum Umfeld der Kunsthändlerin Johanna Ey. Er war Mitglied der Rheinischen Sezession und des Deutschen Künstlerbundes. 1936 beteiligte er sich an der NS-Ausstellung Westfront in Essen. 1937 wurden Werke von ihm als Entartete Kunst eingestuft. Ab diesem Jahr erhielt er Einladungen zur International Exhibition of Paintings des Carnegie Institute in Pittsburgh/Pennsylvania. 1939 ehrte ihn die Stadt Düsseldorf für sein Bild Dame in Blau mit dem Cornelius-Preis. Von 1942 bis 1946 wohnte Pudlich auf dem Schloss Libermé in Kettenis bei Eupen. Auf das Angehörigen der Witwe von Edwin Suermondt gehörende Wasserschloss war er durch Vermittlung des Düsseldorfer Galeristen Alex Vömel, seit 1927 Ehemann der Suermondt-Witwe, gekommen. Auch Helmut Weitz (1918–1966) lebte dort in der Inneren Emigration. Im Tausch gegen Brennmaterial und Lebensmittel gaben beide dem späteren Maler Adolf Christmann ersten Malunterricht.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg entwarf Pudlich ab 1947 Bühnenbilder und Kostüme zu Inszenierungen von Gustaf Gründgens (Düsseldorf und Hamburg). In dieser Zeit schuf er eine Reihe von monumentalen Wandmalereien, etwa für das Opernhaus Düsseldorf. 1955 übernahm er eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf. Nach kurzer Krankheit verstarb er in Düsseldorf.

Das Grab von Robert Pudlich befindet sich auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sgraffito mit Mosaikeinlage von Robert Pudlich

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erhard Göpel (Hrsg.): Robert Pudlich: Zeichnungen. Mit 12 Tafeln und 2 Textbeiträgen, Staackman, Leipzig 1942
  • Michael Hausmann: Johanna Ey: a critical reappraisal. Dissertation, University of Birmingham, 2010 (Abstract)
  • Werner Doede: Robert Pudlich. In: Monographien rheinisch-westfälischer Kunst, Bd. 35, Recklinghausen 1968
primär
  • Das Karussell der Abenteuer. Abenteuerliche Geschichten der Weltliteratur. Übers. Dorothea Behrend, Albrecht Fabri, Herbert Franke. Hardcover-Buchdeckel Vor-/Nachsatz und die Zeichnungen im Text von Robert Pudlich. Staufen, Köln 1947; 2. Aufl. 1949[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Kremer: Stationen eines Weges: Zwischen Provinzialität und Moderne – Einige Aspekte zur regionalen Kunstgeschichte. PDF im Portal dglive.be
  2. 1947: es gibt versch. Buchdeckel, auch nicht gestaltete; 1949: immer ohne den gestalt. Deckel