Rolf Lassgård

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Rolf Lassgård auf der Berlinale 2009

Rolf Holger Lassgård (* 29. März 1955 in Östersund) ist ein schwedischer Schauspieler. Er spielt sowohl Rollen im Theater als auch im Film und gehört zu den bekanntesten Schauspielern in Skandinavien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er die Schauspielschule in Malmö besucht hatte, wechselte er an das Skånska Teatern in Landskrona, wo er in Stücken von William Shakespeare und Bertolt Brecht spielte. Sein Durchbruch gelang ihm in der Rolle des Puck in Shakespeares Ein Sommernachtstraum. An diesem Theater traf er seine spätere Ehefrau Birgitta, die er 1982 heiratete.

In den 1990er-Jahren konzentrierte er sich überwiegend auf das Arbeiten vor der Kamera. Er wirkte in zahlreichen internationalen Kino- und Fernsehfilmen mit und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.[1] Seine größte Bekanntheit im deutschsprachigen Raum erlangte er durch die Verkörperung des Kommissars Kurt Wallander, den er von 1994 bis 2007 in den Verfilmungen der Erfolgsromane von Henning Mankell spielte. 2008 drehte er unter der Regie des deutschen Regisseurs Hans-Christian Schmid den Film Sturm, der am Wettbewerb der Berlinale 2009 teilnahm. Im deutschsprachigen Raum war er zuletzt 2010 in der Darstellung des mordverdächtigen Maklers und Architekten Gunnar Andersson in der Bella-Block-Folge „Das schwarze Zimmer“ zu sehen. 2015 spielte er den Titelcharakter in Ein Mann namens Ove welcher 2017 für einen Oscar nominiert war.

Lassgård lebt mit seiner Ehefrau Birgitta und seinen drei Kindern Ida, Hanne und Anton in Gävle.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Limpan
  • 1989: Kyrkkaffe (Kurzfilm)
  • 1991: Önskas
  • 1992: Mein großer starker Vater (Min store tjocke far)
  • 1992: Kejsarn av Portugallien (Fernsehserie, 3 Folgen)
  • 1993–1994: Beck (Fernsehserie, 6 Folgen)
  • 1993: Kådisbellan
  • 1993: Sagan om pappan som bakade prinsessor
  • 1994: Sommarmord
  • 1995: Petri tårar
  • 1996: Die Spur der Jäger (Jägarna)
  • 1996: Potatishandlaren
  • 1996: Jetzt oder nie! (Sånt är livet)
  • 1997: En frusen dröm
  • 1998: Kvinnan i det låsta rummet
  • 1998: Das Glück kommt morgen (Under solen)
  • 1999: Där regnbågen slutar
  • 1999: Magnetisörens femte vinter
  • 2000: Gossip
  • 2001: Familjehemligheter
  • 2002: Hundarna
  • 2003: Capricciosa
  • 2004: The Queen of Sheba's Pearls
  • 2004: Tre solar
  • 2006: Nach der Hochzeit (Efter brylluppet)
  • 2006: Möbelhandlarens Dotter (Fernsehserie, 7 Folgen)
  • 2007: Wen man liebt (Den man älskar)
  • 2007: Järnets änglar
  • 2008: Angel
  • 2008: De galnas hus
  • 2009: Eine vernünftige Lösung (Det enda rationella)
  • 2009: Sturm (Storm)
  • 2009: Ellas Geheimnis
  • 2009: Så olika
  • 2010: Bella Block (Fernsehserie, Episode: Das schwarze Zimmer)
  • 2010: Sebastian Bergman (Den fördömde, Fernsehserie, 4 Folgen)
  • 2010: Kennedys Hirn
  • 2011: Die Nacht der Jäger (Jägarna 2)
  • 2011–2015: Dag (Fernsehserie, 26 Folgen)
  • 2013: Tod eines Pilgers (En pilgrims död, Fernsehserie, 4 Folgen)
  • 2013: Uferlos!
  • 2015: Der Fall Barschel
  • 2015: Ein Mann namens Ove (En man som heter Ove)
  • 2017: Downsizing
  • 2017: Das Löwenmädchen (Løvekvinnen)

Außerdem als Mankells „Kurt Wallander“:

  • 1994: Mörder ohne Gesicht (Mördare utan ansikte)
  • 1995: Hunde von Riga (Hundarna i Riga)
  • 1996: Die weiße Löwin (Den vita lejoninnan)
  • 2000: Die falsche Fährte (Villospår)
  • 2002: Die fünfte Frau (Den 5:e kvinnan)
  • 2003: Der Mann, der lächelte (Mannen som log)
  • 2005: Mittsommermord (Steget efter)
  • 2006: Die Brandmauer (Brandvägg)
  • 2007: Wallanders letzter Fall (Pyramiden)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rolf Lassgårds Auszeichnungen auf Svensk Filmdatabas (schwedisch), zuletzt abgerufen am 14. August 2011