Roszyce

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Roszyce
Roszyce führt kein Wappen
Roszyce (Polen)
Roszyce
Roszyce
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Kłodzko
Gmina: Kłodzko
Fläche: 3,20 km²
Geographische Lage: 50° 27′ N, 16° 36′ OKoordinaten: 50° 27′ 0″ N, 16° 36′ 0″ O
Höhe: 360 m n.p.m.
Einwohner: 167
Postleitzahl: 57-300
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau



Roszyce (deutsch Roschwitz) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Wojewodschaft Niederschlesien in Polen. Es liegt fünf Kilometer westlich von Kłodzko (Glatz), zu dessen eigenständiger Landgemeinde es gehört.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roszyce liegt auf einer Hochfläche zwischen der Reinerzer Weistritz und der Steine unweit der Europastraße 67. Nachbarorte sind Piszkowice im Norden, Korytów im Nordosten, Mikowice und Szalejów Dolny im Südosten, Szalejów Górny im Südwesten sowie Kamieniec und Ruszowice im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roszyce wurde erstmals 1348 als Roschicz und Rouschwicz erwähnt. Weitere Schreibweisen waren Roschwicz und Ruschwicz (1350) und Rosscicz (1363).[1] Es gehörte zum Glatzer Land, mit dem es die Geschichte seiner politischen und kirchlichen Zugehörigkeit von Anfang an teilte und bestand aus zwei Anteilen:

  • Ein Anteil gehörte 1575 dem Georg Daniel auf Oberhannsdorf. Da dieser 1578 ohne männliche Nachkommen starb, fielen seine Besitzungen als erledigtes Lehen an Kaiser Rudolph II. in seiner Eigenschaft als Graf von Glatz.
  • Ein weiterer Anteil war 1531 im Besitz des Hans von Donig und Zdanitz auf Niedersteine. Nach dessen Tod um 1535 wurden seine Besitzungen auf seine sechs Söhne aufgeteilt. Den Anteil von Roschwitz mit sieben Bauern erbte der dritte Sohn Melchior von Donig auf Seifersdorf. 1570 erbte diesen Anteil dessen Bruder Absolon von Donig. Er verkaufte seinen Roschwitzer Besitz 1579 dem Kaiser Rudolf II. zu dessen Kammergütern.

Nach den Schlesischen Kriegen kam Roschwitz zusammen mit der Grafschaft Glatz 1763 mit dem Hubertusburger Frieden an Preußen. Nach der Neugliederung Preußens gehörte es seit 1815 zur Provinz Schlesien und war 1816–1945 dem Landkreis Glatz eingegliedert. Zum 28. Februar 1874 wurde die Landgemeinde Roschwitz dem Amtsbezirk Koritau zugewiesen. 1939 wurden 224 Einwohner gezählt. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel es 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Roszyce umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. 1975 bis 1998 gehörte Roszyce zur Woiwodschaft Wałbrzych (deutsch: Waldenburg).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marek Šebela, Jiři Fišer: České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku. In: Kladský Sborník 5, 2003, S. 377