Rudolf Inderst

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Rudolf Inderst (* 1978 in München) ist ein deutscher Kulturwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Inderst studierte von 1999 bis 2005 Politikwissenschaft, Amerikanistik sowie Neuere und Neueste Geschichte in München und Kopenhagen. Anschließend promovierte er in Amerikanischer Kulturgeschichte von 2005 bis 2009 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er arbeitete als Lehrbeauftragter an der LMU München am Amerika-Institut, der SRH Berlin sowie an der Hochschule München und schloss 2018 seine zweite Promotion im Fach Medienwissenschaften an der Universität Passau ab.[1] Er doziert regelmäßig im Rahmen von Lehraufträgen im deutschsprachigen Raum - aktuell hat er an der Hochschule Trier eine Vertretungsprofessur im Fachbereich Gestaltung inne.

Seit 2002 arbeitet er als freiberuflicher Autor (z. B. für jetzt.de, sueddeutsche.de oder filmspiegel.de) und Speaker mit den Schwerpunkten Game Studies und Film. Daneben hält er im Rahmen von Festivals, Tagungen und Workshops regelmäßig kulturwissenschaftliche Vorträge und spricht auf Podiumsdiskussionen und Konferenzen. Von 2010 bis 2013 hatte er die Ressortleitung „Digitale Spiele“ beim Titel-Kulturmagazin inne. Ab 2013 übernahm er diese Funktion zusammen mit Christof Zurschmitten bei dem Schweizer Kulturjournal nahaufnahmen.ch. Von Ende 2017 bis Mitte 2020 war er in dieser Position alleine verantwortlich, aktuell leitet er das Ressort zusammen mit Norman Volkmann.[2]

Seit 2013 arbeitet er außerdem als International Community Strategist für Koch Media bzw. Deep Silver in Planegg bei München.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigene Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vergemeinschaftung in MMORPGs. Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg 2009. Zugleich Diss. Erlangen 2008, ISBN 978-3-940317-50-6.
  • Antinationalsozialistische Dystopien: Literarische Fiktionen des Totalitarismus, VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007. Zugleich Magister-Arbeit.
  • Die Darstellung von Wissenschaft im digitalen Spiel. Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt, 2018. Zugleich Diss. Passau 2018, ISBN 978-3864881411.
  • Aus ludischer Leichtigkeit. Was über digitale Spiele noch zu sagen wäre. Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt 2020, ISBN 978-3864881633

Herausgegebene Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alles für den Schein: Zeugnisse studentischen Schaffens, hrsg. von Rudolf Inderst, Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften, Riga 2009. ISBN 978-3838105765.
  • Perspektiven hinter den "einen" Horizont: Akademische Ein- und Ansichten, hrsg. von Rudolf Inderst, Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften, Riga 2009. ISBN 978-3838101064.
  • Contact – Conflict – Combat: Zur Tradition des Konfliktes in digitalen Spielen, hrsg. von Rudolf Inderst und Peter Just, Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg 2011, ISBN 978-3-940-31789-6.
  • 10 Fragen zu Videospielen, hrsg. von Rudolf Inderst und Daniel Wüllner, Verlag Werner Hülsbsuch, Boizenburg 2009, ISBN 978-3940317568.
  • Build ʼem Up — Shoot ʼem Down: Körperlichkeit in digitalen Spielen, hrsg. von Rudolf Inderst und Peter Just, Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt 2013, ISBN 978-3-86488-027-8
  • Wissenschaft und Technologie in digitalen Spielen, hrsg. von Rudolf Inderst und Arno Görgen, Sonderausgabe PAIDIA (Zeitschrift für Computerspielforschung), München 2017.
  • Prepare to Die. Interdisziplinäre Perspektiven auf Demon’s Souls, Dark Souls und Bloodborne, hrsg. von Rudolf Inderst, Pascal Wagner und Christof Zurschmitten, Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt 2019, ISBN 978-3-86488-156-5.
  • Die Blutkathedrale. Eine Pulp-Anthologie, hrsg. von Rudolf Inderst und Daniel Appel, Hannover/Grasbrunn 2020.
  • Wissenschaft und Technologie in digitalen Spielen, hrsg. von Rudolf Inderst und Arno Görgen, Büchner-Verlag, Marburg 2020. ISBN 978-3-96317-194-9.

Beiträge in anderen Werken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Welt|Kriegs|Shooter: Computerspiele als realistische Erinnerungsmedien?. Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg 2012, ISBN 978-3-86488-010-0.
  • Digitale Spiele — Herausforderung und Chance. Beiträge der Tagungen LIT 2006 und 2007. Verlag Werner Hülsbusch, Boizenburg 2009, ISBN 978-3-940317-04-9.
  • Funktionen und Bedeutungen des Phänomens Spiel in der Gegenwartskultur und im Alltagsdiskurs. Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt 2013, ISBN 978-3-86488-056-8.
  • Computerspiele und Medienpädagogik. Konzepte und Perspektiven. kopaed verlagsgmbh, München 2014, ISBN 978-3-86736-183-5.
  • Emotional Gaming : Gefühlsdimensionen des Computerspielens. epodium Verlag, München 2013, ISBN 978-3-940388-24-7.
  • Spielzeichen. Theorien, Analysen und Kontexte des zeitgenössischen Computerspiels. Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt 2016. ISBN 978-3864880957.
  • Philosophie und Phantastik: Über die Bedingungen, das Mögliche zu denken. mentis Verlag, Münster 2016, ISBN 978-3957430731.
  • Digitale Spiele im Geschichtsunterricht & in der politischen Bildung. Wien 2020, ISBN 978-3-902659-20-0.
  • Krankheiten in Digitalen Spielen. Interdisziplinäre Betrachtungen. transcript Verlag, Bielefeld 2020, ISBN 978-3-8376-5328-1.
  • Mixed Reality and Games. Theoretical and Practical Approaches in Game Studies and Education. transcript Verlag, Bielefeld 2020, ISBN 978-3-8376-5329-8.

Online-Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Was ist First.Person.Writer & wer ist Rudolf Inderst. In: First.Person.Writer. 17. November 2018, abgerufen am 23. Dezember 2018 (deutsch).
  2. Impressum – nahaufnahmen.ch. Abgerufen am 21. November 2019 (deutsch).