Ampfer

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Ampfer
Alpen-Ampfer (Rumex alpinus)

Alpen-Ampfer (Rumex alpinus)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Gattung: Ampfer
Wissenschaftlicher Name
Rumex
L.
Valven mit deutlichen, hier weißlichen Schwielen beim Krausen Ampfer (Rumex crispus)

Ampfer (Rumex, veraltet auch Mönchsrhabarber) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).

Die Gattung kommt mit etwa 130 Arten meist in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel vor. Die Arten sind zum Teil nur schwer zu unterscheiden, da zu einer genauen Bestimmung sowohl Blüten als auch Früchte und grundständige Laubblätter nötig sind. So unterscheidet sich der Wasser-Ampfer vom Teich-Ampfer nur durch das Fehlen der Schwielen an den Blumenkronenblättern und dem Verbreitungsgebiet, das auch in die Bergregionen hinaufreicht.

Der Wert der Ampfer-Arten als Futterpflanze ist in der Regel gering. Da sie als Inhaltsstoff Oxalsäure besitzen, können sie bei Aufnahme von großen Mengen beim Wiederkäuer und beim Pferd zu Vergiftungserscheinungen führen. Vergiftungsgrund ist eine Senkung des Blut-Kalziumspiegels.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ampfer sind meist ausdauernde krautige Pflanzen. Die Rumex-Arten sind unter anderem durch folgende charakteristische Merkmale gekennzeichnet:

  • Als Valven werden die drei inneren Perigonblätter bezeichnet, welche an der Frucht erhalten bleiben und diese einhüllen.
  • Als Schwiele bezeichnet man knotig-harte, knorpelähnliche Verdickungen an den Valven. Je nach Art können nur einzelne oder alle Valven gleichmäßig oder auch ungleichmäßig beschwielt sein, oder die Schwielen fehlen.

Arten (Auswahl)[Bearbeiten]

Verwendung[Bearbeiten]

Viele Ampfer-Arten dienen als Zutat für aromatische Salate, Kräuterquark und Kräutersuppen. Sie enthalten im Allgemeinen eine nennenswerte Menge von Vitamin A und C. Aufgrund des Oxalsäuregehalts sollte Ampfer nur in Maßen oder gemeinsam mit Milchprodukten konsumiert werden.[1]
Ampfer kann auch in Butter angedünstet werden. Wird Ampfer wie Spinat oder Mangold gekocht, sollte ein emaillierter Topf verwendet werden, da blanke Stahl- und Aluminiumtöpfe mit der Oxalsäure reagieren und einen metallischen Beigeschmack verursachen können.[2]

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Karl Heinz Rechinger, John Robert Akeroyd: Rumex L. In:  T. G. Tutin, N. A. Burges, A. O. Chater, J. R. Edmondson, V. H. Heywood, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. 2., überarbeitete Auflage. Volume 1: Psilotaceae to Platanaceae, Cambridge University Press, Cambridge/New York/Melbourne 1993, ISBN 0-521-41007-X, S. 99–107 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ampfer (Rumex) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erläuterung der Wirkung von Oxalsäure, Werner Carlos Kessler (Ernährungscoach), abgerufen im August 2015
  2. Verwendung von Sauerampfer in der Küche in einer Publikation des Thorbecke-Verlags, abgerufen im August 2015