Björn Höcke

Björn Höcke (* 1. April 1972 in Lünen) ist ein deutscher rechtsextremer Politiker der Partei Alternative für Deutschland (AfD).
Seit 2014 ist er Fraktionsvorsitzender der AfD Thüringen. Im März 2015 gründete er die rechtsextreme AfD-Strömung Der Flügel mit. Auch nach dessen formeller Auflösung gilt Höcke wegen seines Netzwerks als bundesweit einflussreichster Politiker in der AfD. Er vertritt Konzepte der Neuen Rechten und strebt ein Bündnis ultranationalistischer Gruppen zur ethnischen Homogenisierung Deutschlands und Europas an.
Sozialwissenschaftler und Historiker stellen in Höckes Äußerungen Faschismus, Rassismus, Geschichtsrevisionismus, Antisemitismus sowie Sprache und Ideen des Nationalsozialismus fest. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) stuft Höcke als Rechtsextremisten ein und überwacht ihn seit Anfang 2020.
Familie, Ausbildung und Beruf
Höcke wurde in Lünen (Westfalen) geboren. Die Eltern seines Vaters waren Vertriebene aus Ostpreußen.[1] Sein Vater war Sonderschullehrer an der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte (Neuwied), die Mutter Kranken- und Altenpflegerin. Nach der Braunsburg-Grundschule in Anhausen besuchte Höcke bis zu seinem Abitur 1991 das Rhein-Wied-Gymnasium Neuwied. Nach dem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr studierte er ab 1992 zwei Semester Jura in Bonn.[2] Von 1993 bis 1998 studierte er an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Philipps-Universität Marburg Sportwissenschaften und Geschichtswissenschaft für das Lehramt am Gymnasium. Nach seinem Referendariat am Goethe-Gymnasium in Bensheim[3] war er von 2001 bis 2005 als Studienrat an der Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau,[4] wo er Sport und Geschichte unterrichtete. Von 2003 bis 2005 belegte er zusätzlich einen Masterstudiengang für Schulmanagement und erreichte den Abschluss eines Master of Arts. Bis September 2014 unterrichtete er an der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf, zuletzt als Oberstudienrat.[5]
Höcke ist verheiratet und hat vier Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Bornhagen im Landkreis Eichsfeld.[6]
Politische Laufbahn
Entwicklung
Nach Eigenangaben prägten Erzählungen seiner Großeltern über Ostpreußen Höcke stark. Aus Bewunderung für die vom früheren Bundeskanzler Helmut Kohl angestrebte geistig-moralische Wende sei er 1986 in die Junge Union eingetreten.[7] Sein nationalkonservativ und antikommunistisch eingestellter Vater habe ihn mit der Voraussage beim Mauerfall von 1989 beeindruckt, nun werde der multikulturelle Westen die noch intakte Vertrauensgemeinschaft im Osten zerstören.[8] Höckes Vater hatte die antisemitische Zeitschrift Die Bauernschaft des verurteilten Holocaustleugners Thies Christophersen abonniert und sich nach dem Ausschluss von Martin Hohmann aus der CDU öffentlich mit ihm solidarisiert.[2]
In einem Leserbrief von 2006 behauptete Höcke im Anschluss an den Geschichtsfälscher David Irving, anders als die deutschen Luftangriffe auf Coventry 1940 seien die britischen Luftangriffe auf Dresden 1945 eine völkerrechtswidrige, geplante Massentötung an ostdeutschen Flüchtlingen in einer unverteidigten überfüllten Stadt gewesen.[9] Er musste seiner Schulleitung versprechen, so etwas als Lehrer nie wieder öffentlich zu äußern.[10]
Ab 2007 hatte Höcke Kontakt zu Vertretern der Neuen Rechten wie Dieter Stein und Heiner Hofsommer. 2008 regte er in der Zeitschrift Junge Freiheit eine Diskussion über einen „Dritten Weg“ als Alternative zum „zinsbasierten Globalkapitalismus“ an. 2011 versuchte er mit einigen Gleichgesinnten eine „Patriotische Deutsche Gesellschaft“ zu gründen.[2] Beim Gedenken an den 13. Februar 1945 in Dresden im Jahr 2010 demonstrierte er zusammen mit Neonazis.[11]
Laut einem ehemaligen Schüler lobte Höcke als Lehrer wiederholt das Werk Psychologie der Massen von Gustave Le Bon, sprach oft über Charisma, erzählte von einem Treffen seines Großvaters mit Adolf Hitler und beschrieb dessen „unglaublich blaue Augen“ als zentrales Element des Führerkults. Höcke habe die Zeit des Nationalsozialismus viel kürzer als andere historische Themen behandelt, sich für nordische Mythologie begeistert und regelmäßig einen Mjölnir als Anhänger um den Hals getragen. Noch vor seinem AfD-Beitritt 2013 nannten Abiturienten Höcke wegen seiner Ansichten „Familienminister für die AfD“.[12]
Pseudonym „Landolf Ladig“
Höcke ist seit etwa 2008 mit dem NPD-Vertreter Thorsten Heise bekannt oder befreundet, der sechs Kilometer von Bornhagen entfernt wohnt.[1] Bornhagener Bürger bezeugten mehrere Besuche Heises bei Höcke zuhause.[13]
In der von Thorsten Heise herausgegebenen NPD-Zeitschrift Volk in Bewegung & Der Reichsbote schrieb 2011 und 2012 ein „Landolf Ladig“ Artikel mit sprachlichen Wendungen und Ausdrücken, die ab 2013 sonst nur Höcke in seinen Reden verwendete. Dies belegte der Soziologe Andreas Kemper ab 2015.[14] Ladig beschrieb auch Höckes Wohnhaus in Bornhagen genau,[15] lobte die Ideen der NPD, verherrlichte das NS-Regime, behauptete, auf den „Fleiß“ und die „Formbestimmtheit“ der Deutschen neidische fremde Mächte hätten Deutschland in beiden Weltkriegen überfallen, und sprach von einer Revolution oder einem Systemwechsel, der durch „sich aufpotenzierende Krisendynamik“ nahegerückt sei. Die „identitäre Systemopposition“ müsse sich an die Spitze dieser Revolution setzen, um die „organische Marktwirtschaft“ (NS-Wirtschaftspolitik) auf rassenbiologischer Grundlage wieder einzuführen. Ladig zitierte mehrere Sätze aus einem Leserbrief Höckes von 2008 in der Jungen Freiheit, ohne die Zitate kenntlich zu machen. Ladig wie später Höcke empfahlen das Werk Der deutsche Genius von Peter Watson, beide mit der falschen Titelversion „Genius der Deutschen“.[16]
Deswegen forderte der AfD-Bundesvorstand im April 2015 von Höcke eine Versicherung an Eides statt, dass er nie unter jenem Pseudonym Texte verfasst, daran mitgewirkt oder sie in irgendeiner Form wissentlich verbreitet habe.[17] Höcke lehnte ab, bestritt, dass er je Artikel für NPD-Blätter verfasst habe, und drohte mit Rechtsschritten gegen jeden, der seine Identität mit Ladig behauptete.[18] Im April 2017 beantragte der damalige AfD-Bundesvorstand mit Kempers Belegen Höckes Parteiausschluss.[19] In seinem Gutachten zur AfD vom 15. Januar 2019 urteilte das BfV mit Bezug auf Kempers Belege, Höckes Identität mit „Landolf Ladig“ sei „nahezu unbestreitbar“ und „angesichts der plausibilisierten Faktendichte nahezu mit Gewissheit anzunehmen.“[20] Höckes Wortwahl, etwa vom angeblich drohenden „Volkstod“, erinnere „sprachlich und argumentativ an bekannte Deutungsmuster“ der NPD. Auch weil Höcke höchstwahrscheinlich unter jenem Pseudonym rechtsextreme Texte verfasst hatte, stufte das BfV den „Flügel“ als rechtsextremen Verdachtsfall ein.[21]
Höcke lehnte eine eidesstattliche Versicherung seiner Nichtidentität mit „Landolf Ladig“ stets ab und ging nicht juristisch gegen seine öffentliche Gleichsetzung mit Ladig vor. Im August 2019 beschuldigte er ohne Belege die Junge Gemeinde Stadtmitte in Jena, sie sei der „Geburtsort von ‚Landolf Ladig‘“.[22] Eine Unterlassungsklage der Gemeinde wurde im Juni 2021 abgewiesen.[23]
Aufstieg und Einfluss in der AfD
Im April 2013 gründete Höcke die AfD Thüringen mit.[24] Im August 2013 wurde er ihr Sprecher und Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2013.[25] Im November 2013 gründete er den AfD-Kreisverband in Worbis mit[26] und wurde Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Nordhausen-Eichsfeld-Mühlhausen. Im August 2014 wurde er neben Stefan Möller erneut Sprecher der AfD Thüringen.[27]
Bei der Landtagswahl in Thüringen 2014 errang Höcke als AfD-Spitzenkandidat ein Mandat[28] und wurde zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.[5] Er wurde Mitglied im Kuratorium der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und in der Versammlung der Thüringer Landesmedienanstalt.[29]
Höckes und André Poggenburgs „Erfurter Resolution“ vom März 2015 leitete die Ablösung des damaligen Parteichefs Bernd Lucke und einen Rechtsruck in der AfD ein.[30] Als Höcke im Mai 2015 erklärte, nicht jedes NPD-Mitglied sei als extremistisch einzustufen,[31] forderte Bernd Lucke ihn zum Parteiaustritt auf.[32] Mitte Mai 2015 beschloss der AfD-Bundesvorstand gegen die Stimmen von Frauke Petry und Alexander Gauland ein Amtsenthebungsverfahren gegen Höcke.[33] Im September 2015 stellte der neue Bundesvorstand unter Frauke Petry und Jörg Meuthen das Verfahren ein.[34] Zwar kritisierten die Bundesvorsitzenden Höckes Auftritte, etwa bei Günther Jauch am 18. Oktober 2015,[35] beim IfS am 21. November 2015[36] und in Dresden im Januar 2017. Meuthen lehnte jedoch Höckes Parteiausschluss ab.[37] Petry dagegen beantragte diesen und warb mit einer Mail an alle AfD-Mitglieder dafür.[38]
Im Januar 2017 kündigte Höcke seine Kandidatur für das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten bei der Landtagswahl in Thüringen 2019 an.[39] Mitte Februar 2017 beschloss der AfD-Bundesvorstand ein erneutes Parteiausschlussverfahren gegen ihn, das im Mai 2018 durch das Schiedsgericht der AfD Thüringen abgelehnt worden ist.[40][41] Der Bundesvorstand verzichtete im Juni 2018 einstimmig auf Rechtsmittel dagegen.[42] Am Folgetag schlug Gauland Höckes Kandidatur zur Bundestagswahl 2017 vor.[43] Höcke erwog eine Kandidatur für den Bundestag und den AfD-Bundesvorstand. Dazu stellte er sich als gemäßigten, heimatverbundenen Politiker dar, der aus rhetorischen Fehlern gelernt habe, behielt aber seine Positionen und legte der AfD einen „sozialpatriotischen“ Kurs (soziale Gerechtigkeit nur für Deutsche) nahe. Mit seinen Auftritten bei den jährlichen Kyffhäuser-Treffen verstärkte er den Einfluss des „Flügels“ in der AfD und betonte, sie müsse eine „Bewegungspartei sein und bleiben“.[44]
Beim Kyffhäusertreffen auf Schloss Burgscheidungen im Juni 2018 behauptete Höcke vor rund 1000 Zuhörern, dass die Zuwanderung zerstörerischer für die deutsche Kultur als der Zivilisationsbruch des Holocaust sei. Westeuropa sei von „Dekadenz“ beherrscht. Die Deutschen hätten eine „Schuldneurose“ und erlitten „kollektive Autoaggressivität“. Er forderte von der AfD „Remigrationsprogramme“ und „De-Islamisierungsprogramme“. Sein Redeschluss („Das Alte und Morsche zerfällt vor unseren Augen…“) spielte auf Philipp Scheidemanns Ausrufung der Republik in Deutschland am 9. November 1918 an, also auf eine soziale Revolution.[45]
Beim AfD-Landesparteitag im Oktober 2018 setzte sich Höcke mit Hilfe Gaulands gegen die Alternative Mitte (AM) durch und wurde zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2019 gewählt.[46] Die AM kritisierte ihn als „Größenwahnsinnigen“, der an „wieder ausreichend fruchtbaren Boden für eine rechtsextreme Partei“ in Deutschland glaube.[47] Im selben Monat wurden Fotografien der Reise einer AfD-Gruppe im Jahr 2015 zu Lebensstationen Adolf Hitlers bekannt. Dabei hatte ein Thüringer AfD-Schiedsrichter vor dem Adolf-Hitler-Geburtshaus in Braunau am Inn eine Kerze entzündet und mit einem Hitler-Porträt in den Händen vor einem Tisch posiert, auf dem eine Hakenkreuzfahne und SS-Abzeichen lagen.[48] Später hatte er Höcke in dessen Parteiausschlussverfahren entlastet. Nachdem dieser von den Fotografien erfuhr, drängte er den Schiedsrichter zum sofortigen Parteiaustritt.[49] Darum forderten einige AfD-Funktionäre ein neues Ausschlussverfahren gegen Höcke. Dies lehnte die AfD Thüringen ab.[48]
Am 3. November 2018 wählte diese Höcke ohne Gegenkandidaten erneut zum Landesvorsitzenden. Er wies eine gemäßigte Rhetorik zurück und kündigte juristische Schritte durch alle Instanzen gegen eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz an. Die Angst davor sei „politische Bettnässerei“.[50] Damit wies er auch ein parteiinternes Rechtsgutachten zurück, das „extremistische Reizwörter“ zu vermeiden empfohlen hatte.[51] Ende November 2018 verteidigte er die Junge Alternative für Deutschland (JA) gegen die vom AfD-Vorstand erwogene Auflösung dreier Landesverbände, die der Verfassungsschutz wegen ihrer Kontakte zu Rechtsextremen beobachtete.[52]
Bei der Kommunalwahl 2019 in Thüringen zog Höcke mit fünf weiteren AfD-Abgeordneten erstmals auch in den Kreistag Eichsfeld ein.[53] Beim nichtöffentlichen Teil einer Kreistagssitzung im Juni 2019 sollten seine Personenschützer den Saal verlassen. Höcke lehnte ab und verließ mit der AfD-Fraktion daraufhin den Saal. Mehrere Politiker sahen darin einen Missbrauch der Personenschützer zur persönlichen Inszenierung.[54]
Beim Kyffhäusertreffen 2019 zog Höcke mit heroischer Musik und Fahnen schwenkenden Anhängern in den Saal ein und verlieh besonders treuen Anhängern ein „Flügel“-Abzeichen. Eine Version davon trug den Aufdruck „Du bist unser Anführer, dem wir gerne bereit sind, zu folgen.“ Er kündigte eine Neuwahl des AfD-Bundesvorstands bis zum Jahresende an. Mehr als 100 AfD-Politiker warfen ihm danach Personenkult und fehlende innerparteiliche Solidarität vor.[55] Einige AfD-Funktionäre forderten ihn auf, beim AfD-Bundesparteitag im November 2019 für den Bundesvorstand zu kandidieren.[56] Die Gegner sahen die AfD jedoch wie Höckes „Flügel“ als „letzte Chance zum Erhalt unseres Vaterlandes“ und verknüpften so laut Matthias Kamann die „Schicksale von Partei und Land auf demokratietheoretisch höchst zweifelhafte Weise“.[57]

Mit Höcke als Spitzenkandidat erreichte die AfD bei der Landtagswahl in Thüringen 2019 23,4 Prozent der Wählerstimmen und wurde zweitstärkste Fraktion. Somit wurde er bis 2021 Oppositionsführer im Thüringer Landtag. Gauland zufolge vertrat er „die Mitte der Partei“.[58] Höcke erreichte jedoch kein Direktmandat im Wahlkreis Eichsfeld I.[59] Auf dem Bundesparteitag im November 2019 gewann der rechtsextreme „Flügel“ weiter an Einfluss in der AfD. Ein Höcke-Anhänger wurde anstelle des Kandidaten Uwe Junge in den Bundesvorstand gewählt.[60]
Im Mai 2021 lehnte Höcke eine Kandidatur zur Bundestagswahl 2021 ab.[61] Beim AfD-Bundesparteitag in Riesa im Juni 2022 erhielten Kandidaten des inzwischen offiziell aufgelösten „Flügels“ zwei Drittel der Sitze im Bundesvorstand. Auch das Bundesschiedsgericht wurde mit Höcke-Anhängern besetzt und erhielt Mitbestimmungsrecht bei Parteiausschlussverfahren.[62] 60 Prozent der Delegierten stimmten für Höckes Forderung, die rechte „Gewerkschaft Zentrum“ von der Unvereinbarkeitsliste der AfD zu streichen.[63] Seitdem gilt Höcke als einflussreichster Politiker und „wahrer Chef“ der AfD.[62]
Verhältnis zu anderen rechten Gruppen
Ab 2014 gab Höcke öfter Interviews in neurechten bis rechtsextremen Zeitschriften wie Sezession,[64] Junge Freiheit,[65] Zuerst!,[66] Blaue Narzisse[67] und Compact.[68] Auf Kritik daran erwiderte er, er rede mit jedem. Sein zentrales Motiv für den Gang in die Politik sei der „Kampf um die Meinungsfreiheit“.[65]
Im Mai 2014 forderte Höcke in einer E-Mail an einen Thüringer Parteifreund, die Paragrafen 86 und 130 StGB rasch abzuschaffen, also Volksverhetzung mitsamt Holocaustleugnung, Gewaltaufrufe und das Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen zu erlauben. Er übernahm damit eine Forderung der NPD.[69]
Höcke ist mit dem Neurechten Götz Kubitschek verbunden und stimmt sich rhetorisch und ideologisch beim Machtkampf in der AfD mit ihm ab.[70] Er tritt öfter in Kubitscheks Institut für Staatspolitik (IfS) auf, verteilt Bücher aus Kubitscheks Verlag Antaios an AfD-Mitglieder, verlegte eine Fraktionssitzung der Thüringer AfD ins IfS, um „Möglichkeiten der Zusammenarbeit“ zu erörtern, und stellte ein IfS-Vorstandsmitglied als AfD-Referenten ein.[71] Höcke bezieht seine Ansichten nach Eigenaussage aus Publikationen des Verlags Antaios. Gemäß der neurechten Strategie der „kulturellen Hegemonie“ fordert er, wer die „Zukunftsverhinderungspolitik der Altparteien“ beenden wolle, müsse deren „Begriffsherrschaft beenden“.[72] Im Mai 2016 arrangierte Höcke ein Treffen von Gauland und dem AfD-Philosophen Marc Jongen mit Kubitschek und Ellen Kositza, um deren Aufnahme in die AfD anzubahnen.[73] Im Juli 2019 beschlossen Alice Weidel und Höcke nach Vermittlung durch Kubitschek, einander nicht mehr öffentlich anzugreifen.[74] Als Dieter Stein Höcke wegen seines Auftritts beim Kyffhäusertreffen 2019 in der Jungen Freiheit als „Spalter“ und „politisches Irrlicht“ kritisierte, ermöglichte Kubitschek Höcke in der Sezession einen Gegenangriff auf Stein.[75]
Höcke lobt das rassistische Pegida-Bündnis als Wegbereiter für AfD-Wahlerfolge und „parlamentarische Vorfeldorganisation“.[76] Er begrüßte schon Ende 2014 die Pegida-Forderungen „für die Erhaltung und den Schutz unseres christlich-jüdischen Abendlandes“, vermisste darin aber die „antiken und germanischen Wurzeln desselben.“[77] Bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem Pegida-Funktionär Siegfried Däbritz in Erfurt verkündete Höcke, „unser größter Feind“ sei „die Dekadenz“, nicht der Islam.[78] Er strebt eine „blaue Allianz“ mit Pegida, der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) und dem Front National (FN) in Frankreich „gegen den EU-Totalitarismus“ an.[79] Anders als der AfD-Bundesvorstand grenzt er sich auch nicht gegen die rechtsextreme Identitäre Bewegung ab und verwendet seit 2014 ähnliche Schlüsselbegriffe wie diese.[80] In der Blauen Narzisse nannte er die AfD eine „identitäre Kraft“.[81]
Am 29. Mai 2016 trat Höcke beim „Herkules-Kreis“ in Friedlos auf.[82] Darin wirken AfD-Mitglieder wie Andreas Lichert, Rechtsextreme, frühere „Reichsbürger“, Identitäre, das „Bündnis Deutscher Patrioten“ und die Kampagne Ein Prozent für unser Land zusammen.[83] Er soll nach Medienberichten Bündnisse rechtsextremer Gruppen ohne „Fesseln der Parteiraison“ bilden und Höckes Rolle als Galionsfigur des rechten AfD-Flügels stärken.[84]
Bei einer AfD-Kundgebung in Gera verteidigte Höcke am 28. Oktober 2016 Ursula Haverbeck, verharmloste ihre Holocaustleugnung als „Meinungsdelikt“ und behauptete, Täter mit der „richtigen Herkunft“ kämen für weitaus schlimmere Straftaten in Deutschland mit Bewährungsstrafen davon.[85][86] Zu Weihnachten 2016 veröffentlichte Höcke auf seiner Facebookseite die Strophe eines Liedes der Hitlerjugend, das Herbert Napiersky 1940 komponiert hatte.[87]
Im Herbst 2017 nahm Höcke mit Martin Sellner (IBÖ) und Lutz Bachmann (Pegida) an einer Compact-Konferenz Elsässers teil.[88] Nachdem der AfD-Bundesvorstand das Kooperationsverbot mit Pegida aufgehoben hatte, trat Höcke am 14. Mai 2018 erstmals als Redner bei Pegida auf. Vor rund 1000 Zuhörern bezeichnete er Dresden als „Hauptstadt des berechtigten Widerstands“ gegen eine angeblich aufgezwungene Neue Weltordnung.[89] Unter den „Altparteien“ sei Deutschland teils zu einer „despotischen Bananenrepublik“ geworden. Darum sei nicht mehr nach „links oder rechts“ zu fragen, sondern: „Bist du für Deutschland oder bist Du gegen Deutschland?“[90] Er drohte, Bundeskanzlerin Angela Merkel werde sich eines Tages nach vollzogener „Wende in diesem Land“ strafrechtlich zu verantworten haben. Denn sie bestreite „gegen den Buchstaben des Grundgesetzes, dass es so etwas wie das deutsche Volk überhaupt geben würde“. Er behauptete eine von transatlantischen Eliten gesteuerte Migrationspolitik mit dem Ziel eines Bevölkerungsaustauschs. Diese Kräfte hätten Kriege und Völkermorde verursacht. „Das Volk“ dürfe sich nicht von ihnen fremdbestimmen lassen.[91]
Am 1. September 2018 rief Höcke mit zum „Schweigemarsch“ in Chemnitz auf und demonstrierte dort mit Lutz Bachmann, Martin Sellner und Neonazis.[92] Im Oktober 2019 dankte er Pegida „für fünf Jahre friedlichen Bürgerprotest auf der Straße“ mit einem Foto auf Facebook, das ihn mit Lutz Bachmann zeigte.[93] Bei der Pegidakundgebung am 18. Februar 2020 warf Höcke Kanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Äußerungen zur Regierungskrise in Thüringen 2020 einen Putsch vor, unterstellte Politikern „verbrauchter Parteien“ eine „geistige Störung“ und bezeichnete Deutschland als „ganz besonderes Irrenhaus“, in dem die Patienten dächten, sie seien die Ärzte. Man müsse Deutschland „wieder auf die Füße stellen“ und „das Unterste wieder nach unten stellen“. Die „sogenannte Zivilgesellschaft, die sich aus Steuergeldern speist“, werde man nach Übernahme der Macht „leider trockenlegen müssen“.[94]
Im Sommer 2020 rief Höcke zu Spenden für Compact auf, empfahl, dem neurechten Verein Ein Prozent für unser Land zu folgen, und warb für Martin Sellner, den Chef der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreich.[95] Auf Facebook empfahl Höcke das neurechte Umweltmagazin Die Kehre als Mittel, den „heimathassenden Grünen“ das Thema Naturschutz wegzunehmen.[96]
Literatur
- Sebastian Hennig (Hrsg.): Nie zweimal in denselben Fluß: Björn Höcke im Gespräch mit Sebastian Hennig. (Mit Vorwort von Frank Böckelmann.) 2., verbesserte Auflage, Manuscriptum, Berlin 2018, ISBN 3-944872-72-X.
- Rezensionen
- Meinhardt Creydt: Björn Höcke droht mit „Dunkeldeutschland“. In: Telepolis, 12. Oktober 2018.
- Alexander Häusler, Rainer Roeser: „Erfurt ist schön deutsch – und schön deutsch soll Erfurt bleiben!“ Das politische Erscheinungsbild der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Thüringen. Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen, Erfurt 2015, ISBN 3-95861-322-5, S. 23–30 (PDF; 771 KB).
- Andreas Kemper: „… die neurotische Phase überwinden, in der wir uns seit siebzig Jahren befinden“. Die Differenz von Konservativismus und Faschismus am Beispiel der „historischen Mission“ Björn Höckes (AfD). Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, Jena 2016 (PDF; 828 KB).
- Jürgen P. Lang: Biographisches Porträt: Björn Höcke. In: Jahrbuch Extremismus & Demokratie 30, Baden-Baden 2018, ISBN 3-8487-5542-4.
- Jobst Paul: Der Niedergang – der Umsturz – das Nichts. Rassistische Demagogie und suizidale Perspektive in Björn Höckes Schnellrodaer IfS-Rede. In: Helmut Kellershohn, Wolfgang Kastrup (Hrsg.): Kulturkampf von rechts. AfD, Pegida und die Neue Rechte. Unrast, Münster 2016, ISBN 3-89771-767-0, S. 122–146.
Weblinks
- Björn Höcke im Munzinger-Archiv, abgerufen am 23. April 2022 (Artikelanfang frei abrufbar)
- Kurzbiografie auf der Webseite des Thüringer Landtags.
- Friederike Haupt: Björn Höcke: Ausbreiter und Platzhalter. In: faz.net, 22. Dezember 2015
Einzelnachweise
- ↑ a b Der wahre Chef der AfD. Der Spiegel, 7. Oktober 2022
- ↑ a b c Karsten Polke-Majewski: Björn Höcke: Mein Mitschüler, der rechte Agitator. Die Zeit, 18. Februar 2016
- ↑ Pitt von Bebenburg: Hessen: Unmut über Urteil zu „Sieg Heil“-Ruf an Bensheimer Schule. In: fr.de. 5. März 2020, abgerufen am 1. Mai 2023.
- ↑ Björn Höcke im Munzinger-Archiv, abgerufen am 1. Mai 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)
- ↑ a b Björn Höcke zum Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion gewählt. Thüringer Allgemeine (TA), 22. September 2014.
- ↑ AfD-Rechtsaußen im Porträt: Björn Höcke (AfD) erzielt Rekordergebnis in Thüringen - Frau, Kinder, Skandal-Aussagen. Münchner Merkur, 29. Oktober 2019.
- ↑ Benedict Neff: Der wohl meistgehasste Politiker Deutschlands. Neue Zürcher Zeitung (NZZ), 3. November 2017.
- ↑ Volker Weiß: Die autoritäre Revolte: Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes. Klett-Cotta, Stuttgart 2017, ISBN 3-608-10861-0, S. 174.
- ↑ Leserbrief aus 2006: So tickte Björn Höcke als Lehrer. Merkur, 23. Januar 2017.
- ↑ Der Rechtsaußen der AfD: Björn Höcke im Porträt. (Memento des vom 21. November 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Südkurier, 13. Februar 2017.
- ↑ Hessisches Kultusministerium prüft Höckes Rolle bei Neonazi-Aufmarsch. Thüringische Landeszeitung (TLZ), 22. Februar 2017.
- ↑ Jonas Fedders: Wir haben mit einem seiner ehemaligen Schüler über Björn Höcke geredet. Vice.com, 22. Januar 2016.
- ↑ Hannes Vogel: Alte Kameraden. Zeit Online, 13. September 2018.
- ↑ Rainer Roeser: Haifischbecken AfD. Blick nach Rechts, 27. April 2015 (kostenpflichtig).
- ↑ Andreas Speit: Thüringer AfD-Funktionär und die NPD: Was die Sprache verrät. taz, 17. Juni 2015.
- ↑ Andreas Kemper: Rechtsextremismus in der AfD? Zur ungeklärten Geschichte des hessischen Geschichtslehrers Björn Höcke als zentrale Integrationsfigur einer nationalistischen Bewegung. In: Hessischer Landtag: Ausschussvorlage INA 19/39 Teil 2, 5. September 2016. PDF S. 22f.; Björn Meyer: Björn Höckes radikale Thesen: Scharfer Blick hinter rechte Kulissen. Westfälische Nachrichten, 30. Januar 2019.
- ↑ Severin Weiland: Mutmaßlicher Kontakt zur NPD: AfD-Spitze setzt Landeschef Höcke unter Druck. Spiegel Online, 25. April 2015.
- ↑ Severin Weiland, Christina Hebel: Mutmaßlicher Kontakt zur NPD: AfD-Landeschef Höcke lehnt eidesstattliche Erklärung ab. Spiegel, 29. April 2015.
- ↑ Maria Fiedler, Matthias Meisner: Petry: Höcke hat unter Pseudonym die NPD gelobt. Der Tagesspiegel, 12. April 2017.
- ↑ AfD-Gutachten: Schutz für Menschenwürde und Demokratie. Tagesschau.de, 21. Januar 2019.
- ↑ Melanie Amann, Jörg Diehl, Martin Knobbe, Andreas Ulrich: „Aggressiv fremdenfeindliche Rhetorik“: Was der Verfassungsschutz der AfD-Spitze vorwirft. Spiegel, 18. Januar 2019.
- ↑ Hagen Mikulas: Pseudonym „Landolf Ladig“ - Junge Gemeinde Jena verklagt Höcke. ZDF, 24. Oktober 2019.
- ↑ Kai Budler: Unterlassungsklage gegen Höcke abgewiesen. ND, 27. Juni 2021
- ↑ AfD Kandidat Höcke im Interview: Drei-Kinder-Familie ist politisches Leitbild. TLZ, 21. Juli 2014.
- ↑ Fabian Klaus: Sind keinesfalls eine Ein-Themen-Partei. TLZ, 24. August 2013.
- ↑ Kristin Müller: 40 Parteimitglieder der AfD gründen einen Kreisverband. TA, 14. November 2013.
- ↑ Mechthild Küpper, Claus Peter Müller: Alternative für Deutschland: Lohn für all die Lernprozesse? Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 1. September 2014.
- ↑ Landtagswahl 2014: Welche Koalitionen sind in Thüringen möglich? TLZ, 16. Juli 2014.
- ↑ Thüringer Landtag: Björn Hoecke.
- ↑ Helmut Kellershohn: Das Institut für Staatspolitik und das jungkonservative Hegemonieprojekt. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer VS, Wiesbaden 2015, ISBN 3-658-01983-2, S. 439–467, hier S. 463.
- ↑ Michael Backfisch: Thüringer AfD-Chef Höcke distanziert sich nicht von der NPD. TA, 6. Mai 2015.
- ↑ Alternative für Deutschland: AfD-Bundeschef Lucke fordert Höcke zu Parteiaustritt auf. Focus, 8. Mai 2015.
- ↑ Severin Weiland: Äußerungen zu NPD: AfD-Vorstand will Höckes Amtsenthebung. Spiegel Online, 12. Mai 2015.
- ↑ Parteiinternes Verfahren gegen AfD-Landeschef Björn Höcke vom Tisch. TA, 13. September 2015.
- ↑ Bülend Ürük: Nach Auftritt bei „Günther Jauch“: AfD-Spitze distanziert sich von Björn Höcke. Kress, 21. Oktober 2015.
- ↑ Justus Bender: Nach Aussagen über Afrikaner: AfD-Spitze dementiert angebliche Rüge für Höcke. FAZ, 14. Dezember 2015.
- ↑ AfD-Politiker Höcke nennt Holocaust-Mahnmal eine „Schande“. FAZ / epd, 18. Januar 2017.
- ↑ Justus Bender: Umstrittene Rede. Petry kritisiert Höcke in Rundschreiben an AfD-Mitglieder. FAZ, 27. Januar 2017.
- ↑ Fabian Klaus: Höcke im Interview: AfD will das rot-rot-grüne „Experiment“ 2019 beenden. TLZ, 14. Januar 2017.
- ↑ AfD-Vorstand will Höcke ausschließen. FAZ.net, 13. Februar 2017.
- ↑ Tilman Steffen: AfD Thüringen: Björn Höcke darf in der AfD bleiben. Zeit Online, 9. Mai 2018.
- ↑ Matthias Meisner: Thüringer Parteichef: AfD-Führung will Ausschlussverfahren gegen Höcke stoppen. Tagesspiegel, 5. Juni 2018.
- ↑ AfD-Machtkampf – Gauland schlägt Höcke für Bundestag vor. Wirtschaftswoche, 14. Februar 2017
- ↑ Maria Fiedler: AfD-Politiker: Björn Höcke sucht seinen Weg aus der Deckung. Tagesspiegel, 29. November 2017.
- ↑ Liane Bednarz: Bei AfD-Hardliner-Treffen zeigt sich, wie radikal die Partei wirklich ist. Huffpost, 7. August 2018.
- ↑ Kai Budler: AfD-Spitzenkandidat Höcke. BNR, 15. Oktober 2018 (kostenpflichtig).
- ↑ Anne-Beatrice Clasmann: Gemäßigte gegen Höcke: Richtungsstreit in der AfD wieder voll entbrannt. Saarbrücker Zeitung / dpa, 17. Oktober 2018.
- ↑ a b Neues Ausschlussverfahren gegen Höcke? Entlastender Richter posierte mit Nazi-Symbolen. TA, 17. Oktober 2018.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Höcke, Björn |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (AfD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 1. April 1972 |
| GEBURTSORT | Lünen |
- Fraktionsvorsitzender (Thüringen)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Vorsitzender der AfD Thüringen
- Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (AfD)
- Mitglied der Jungen Union
- Person (Landkreis Eichsfeld)
- Person (deutscher Nationalismus)
- Person des Rassismus
- Person des Geschichtsrevisionismus (deutscher Rechtsextremismus)
- Deutscher
- Geboren 1972
- Mann