Sabas (Mönch)

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Die Reliquien des heiligen Sabas in der Abteikirche des Klosters Mar Saba (=St. Sabas) im heutigen Westjordanland.

Sabas (auch Sabbas, * 439 in Mutalaska nahe Cäsarea in Kappadokien; † 5. Dezember 532 in Mar Saba) war ein Mönch und Einsiedler. Im Alter von acht Jahren ging er ins heimatliche Kloster Flavianae. Mit achtzehn wurde er Mönch in Jerusalem, wo er Schüler des Asketen Euthymius des Großen wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabas wurde im Jahre 439 in Mutalaska geboren.[1]

Seit 469 lebte er als Einsiedler. 473 suchte er Gerasimos am Jordan auf. Danach hauste er in der Wüste Ruba und Kutila. Seit 478 lebte er in einer Höhle im Kidrontal (arab.: Wadi en Nar, Feuerfluss), um die herum sich eine Anachoretensiedlung bildete.

483 gründete er das älteste Kloster Palästinas, welches heute als Mar Saba ("St. Sabas") bekannt ist. Später gründete er das Kloster Kastellion, das etwas weiter nordöstlich gelegen ist.

Als eifriger Gegner der Monophysiten und der Anhänger von Origenes war Sabas bemüht, die römischen Kaiser für den Kampf gegen diese zu gewinnen. Hierzu wandte er sich 511 persönlich an Kaiser Anastasius sowie später 531 an Kaiser Justinian I.

Der Patriarch von Jerusalem Salustus spendete ihm 491 die Priesterweihe und ernannte ihn 494 zum Archimandriten (Erzabt) aller Klöster in Palästina.

Nachleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt geworden ist Sabas' Leben durch die Vita, die sein Schüler Kyrillos von Skythopolis verfasst hat.[2]

Verehrung und Gedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Gedenktag ist der 5. Dezember. Die Basilika San Saba in Rom ist ihm geweiht.

Sabas’ Reliquien wurden im 12. Jahrhundert durch die Kreuzritter entwendet und nach Italien gebracht, wo sie bis 1965 blieben, als Papst von Rom Paul VI. sie dem Kloster Mar Saba als Zeichen des guten Willens gegenüber der Orthodoxen Kirche zurückgab.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexandra Hasse-Ungeheuer: Das Mönchtum in der Religionspolitik Kaiser Justinians I. Die Engel des Himmels und der Stellvertreter Gottes auf Erden. De Gruyter, Berlin 2016, ISBN 978-3-11-040943-7, S. 239.
  2. Alexandra Hasse-Ungeheuer: Das Mönchtum in der Religionspolitik Kaiser Justinians I. Die Engel des Himmels und der Stellvertreter Gottes auf Erden. De Gruyter, Boston 2016, S. 235.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]