Sack (American Football)

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Ein Quarterback wird gesackt

Im American Football bezeichnet man es als Sack (auch Quarterback Sack), wenn der Quarterback (oder ein anderer Spieler) bei einem Passversuch hinter der eigenen Line of Scrimmage zu Fall gebracht wird, bevor er den Pass werfen konnte. Ebenfalls als Sack gewertet werden Spielzüge, bei denen der Quarterback in der Pocket - ohne dass seine Absicht (zu passen oder laufen) ersichtlich ist - getackelt wird oder auf Grund des Drucks durch die Defense hinter der Line auf Scrimmage ins Seitenaus läuft. Auch ein Laufversuch, den der Quarterback anstelle eines geplanten Passversuchs unternimmt und der hinter der Line of Scrimmage endet, zählt als Sack, wie auch ein Fumble, der hinter der Line of Scrimmage erzwungen wird.

Nach einem Sack ist der Versuch beendet und die Position des Balls beim Sack bestimmt die neue Line of Scrimmage. Dies bedeutet im Normalfall einen Raumverlust für die angreifende Mannschaft (nie jedoch einen Raumgewinn). Durch die Position des Quarterbacks hinter die Line of Scimmage kann dieser also durchaus einige Schritte nach vorne machen und dennoch nicht in einem Run, sondern in einem Sack durch einen Tackle zu Fall gebracht werden.

Ein Sack in der Endzone der angreifenden Mannschaft resultiert in einem Safety und die verteidigende Mannschaft erhält zwei Punkte. Der Sack geht als erzielte Leistung in die Statistik des verteidigenden Spielers ein, der den Tackle setzt. Falls mehrere Spieler an einem Sack beteiligt waren, bekommen sie jeweils einen halben Sack zugeschrieben. Der Rekordhalter in der National Football League (NFL) ist der ehemalige Defensive End der Buffalo Bills, Bruce Smith, mit 200 Sacks.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der NFL werden Sacks offiziell erst seit 1982 gezählt.