Salvador-Allende-Viertel

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Luftbild vom Allende-Viertel: Allende-Viertel II im Vordergrund, dahinter Allende-Viertel I sowie die Altstadt von Köpenick

Das Salvador-Allende-Viertel (umgangssprachlich: Allende-Viertel) ist eine Großsiedlung im Berliner Ortsteil Köpenick des Bezirks Treptow-Köpenick.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Allende-Viertel ist eine ab 1971 in Plattenbauweise gebaute Großwohnsiedlung mit rund 6800 Wohnungen.[1] Es ist benannt nach dem früheren chilenischen Präsidenten Salvador Allende.[2] Während das Wohngebiet Allende I im Wesentlichen auf früheren Kleingartenflächen („Amtsfeld“) an der Pablo-Neruda- und Salvador-Allende-Straße entstand, wurde das östliche Wohngebiet Allende II Ende der 1970er Jahre südlich des Müggelschlößchenweges im Waldgebiet Kämmereiheide gebaut. Eigentümer der Mietwohnungen sind heute die Wohnungsbaugesellschaft Degewo und die Wohnungsbaugenossenschaft Amtsfeld.[3]

Das Wohngebiet ist gekennzeichnet sowohl durch seine Lage in der Nähe von Erholungsgebieten (Wälder, Spree, Müggelberge, Müggelsee) wie auch durch seine großzügigen begrünten Innenhöfe. Erschlossen durch Straßenbahn und Bus verfügt das Wohngebiet über Kindertagesstätten, Schulen, Sport- und Einkaufsmöglichkeiten. Zwischen dem Allende-Viertel I und dem Allende-Viertel II hat das Krankenhaus Köpenick seinen Standort. Am westlichen Rand des Viertels befand sich eine – im Volksmund Schwefelberg genannte – Anhöhe, die 2005 wegen Bodenverseuchung abgetragen wurde.

Das Allende-Viertel wurde 2014 überregional bekannt, als an der Alfred-Randt-Straße ein Containerdorf für Asylbewerber errichtet wurde. Im Umfeld des Heimes gab es Demonstrationen von Gegnern und Unterstützern.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einkauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am westlichen Rand des Allende-Viertels I liegt das Einkaufszentrum Allende-Center. Im Viertel befinden sich weitere Supermärkte und kleine Läden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenbahnlinien

Die zwischenzeitliche Planung, die Straßenbahn von ihrer jetzigen Endhaltestelle bis zum Müggelschlößchenweg, d. h. bis zum Allende-Viertel II, zu verlängern, wurde aufgegeben.[5]

Buslinien

  • 169: Müggelheim, Odernheimer Straße - U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz
  • X69: Köpenick, Müggelschlößchenweg – Marzahn-West, Köthener Straße
  • 165: Köpenick, Müggelschlößchenweg – U-Bahnhof Märkisches Museum
  • 269: Köpenick, Müggelschlößchenweg – U-Bahnhof Kaulsdorf Nord

Individualverkehr

Durch das Salvador-Allende-Viertel führt der Europaradweg R1.[6]

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am westlichen Rand das Viertels befindet sich die Schwimmhalle Allendeviertel der Berliner Bäder-Betriebe. Sie wurde von Mai 2009 bis September 2010 saniert und verfügt über ein 25-m-Becken (27 °C), ein Nichtschwimmerbecken und eine Trockensauna.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur Geschichte des Allende-Viertels. Dokumentation (PDF)
  2. Hauptstadt unserer Republik ehrte Salvador Allende und Pablo Neruda. In: Neues Deutschland, 4. November 1973, S. 1
  3. Zu Besuch auf der Insel der Glückseligen. In: Berliner Morgenpost, 14. Juli 2014
  4. Mimikry-Strategie lässt Berliner Neonazis Proteste gegen Asylunterkünfte dominieren. In: Zeit Online, 15. November 2014
  5. Verlängerung der Straßenbahntrasse vom Krankenhaus Köpenick bis zum Müggelschlößchenweg auf www.koepenick.net
  6. Verlauf des Europaradweges R1

Koordinaten: 52° 27′ N, 13° 35′ O