Salvatore De Giorgi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kardinalswappen

Salvatore Kardinal De Giorgi (* 6. September 1930 in Vernole, Provinz Lecce, Italien) ist emeritierter Erzbischof von Palermo.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salvatore De Giorgi erhielt in Lecce und Molfetta seine theologische Ausbildung und wurde am 28. Juni 1953 durch den Bischof von Lecce, Francesco Minerva, zum Priester geweiht. Anschließend war er fünf Jahre lang persönlicher Sekretär des Bischofs von Lecce. Von 1958 bis 1973 arbeitete er als Gemeindeseelsorger im Erzbistum Lecce, nahm aber darüber hinaus zahlreiche andere Verpflichtungen wahr. Er betreute die Vereinigung der katholischen italienischen Universitätsstudenten, beriet die Gemeinschaft der Katholischen Lehrer, gehörte der Diözesankommission für Kirchenmusik an und war Bischofsvikar für das Laienapostolat.

Am 21. November 1973 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Titularbischof von Tulana und zum Weihbischof in Oria. Die Bischofsweihe empfing er am 27. Dezember desselben Jahres durch den Bischof von Lecce, Francesco Minerva. Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von Tarent, Guglielmo Motolese, und der Bischof von Oria, Alberico Semeraro. Am 29. November 1975 wurde er zum Koadjutorbischof von Oria ernannt und folgte in dieser Diözese am 17. März 1978 seinem Vorgänger Alberico Semeraro als Diözesanbischof.

Am 4. April 1981 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum Erzbischof von Foggia und übertrug ihm gleichzeitig die Leitung der Bistümer Bovino und Troia. Am 10. Oktober 1987 wurde Salvatore De Giorgi Erzbischof von Tarent, wo er bis zu seinem Rücktritt am 11. Mai 1990 wirkte. Anschließend war er Kirchlicher Beirat beim Internationalen Forum der Katholischen Aktion und Präsident der Italienischen Vereinigung für geistliche Exerzitien. Am 4. April 1996 übertrug ihm Papst Johannes Paul II. die Leitung des Erzbistums Palermo. Die feierliche Amtseinführung fand am 25. Mai in der Kathedrale von Palermo statt. Im September desselben Jahres wurde er Vorsitzender der Sizilianischen Bischofskonferenz.

Am 21. Februar 1998 wurde Salvatore De Giorgi als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Maria in Aracoeli in das Kardinalskollegium aufgenommen. Er war Teilnehmer am Konklave 2005, in dem Benedikt XVI. gewählt wurde. Dieser nahm am 19. Dezember 2006 De Giorgis aus Altersgründen hervorgebrachtes Rücktrittsgesuch an.[1]

Im Frühjahr 2012 betraute ihn Papst Benedikt XVI. als Mitglied einer dreiköpfigen Kardinalskommission mit Spezialmandat mit der Untersuchung der sog. Vatileaks-Affäre. Die Kommission soll Fälle von Diebstahl vertraulicher (päpstlicher) Dokumente aus dem Vatikanischen Geheimarchiv aufklären.

Mitgliedschaften in der römischen Kurie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salvatore Kardinal De Giorgi war Mitglied der folgenden Kongregationen und Räte der Römischen Kurie:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rinuncia dell’Arcivescovo Metropolita di Palermo (Italia) e Nomina del Successore. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 19. Dezember 2006; abgerufen am 17. Februar 2016 (italienisch).
  2. Nomina di Membri della Congregazione per il Culto Divino e la Disciplina dei Sacramenti. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 2. Februar 2005; abgerufen am 17. Februar 2016 (italienisch).
  3. Nomina di Membro della Congregazione per i Vescovi. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 20. Februar 2007; abgerufen am 17. Februar 2016 (italienisch).
VorgängerAmtNachfolger
Salvatore Kardinal PappalardoErzbischof von Palermo
1996–2006
Paolo Kardinal Romeo