Samira El Ouassil

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Samira El Ouassil (2018)

Samira El Ouassil (* 21. November 1985 in München) (andere, jedoch falsche Schreibweise: Samira El Quassil[1][2]) ist eine deutsche Autorin, Schauspielerin und Politikerin (Die PARTEI). Sie war Spitzenkandidatin der PARTEI im Bundestagswahlkampf 2009.

Vita[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

El Ouassil ist die Tochter eines Marokkaners und einer Deutsch-Amerikanerin. Nach dem Abitur auf der deutsch-französischen Schule studierte sie Kommunikationswissenschaft mit Nebenfach Neue Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München und erwarb ihren Bachelor und Master. Während ihrer Studienzeit hospitierte sie beim Bayerischen Rundfunk (BR), bei dem Satire-Magazin quer und Südwild, arbeitete frei beim Deutschen Depeschendienst sowie beim Münchner Lokalradio und absolvierte eine Sprecher- und Synchronsprecher-Ausbildung. Nach dem Studienabschluss schloss sie an der München Film Akademie eine Schauspielausbildung mit erfolgreicher Bühnenreifeprüfung ab. Sie trat insbesondere in den TV-Serien Walulis sieht fern, Sturm der Liebe und Der Bergdoktor in verschiedenen Rollen auf. Berufsbegleitend erlangte sie bei Wilhelm Vossenkuhl und Julian Nida-Rümelin einen zweiten Master of Arts in Politik, Philosophie und Wirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Mit Dominic Boeer veröffentlichte sie von 2012 bis 2014 die Reihe Karriere in Konformistan auf dem Blog Die Achse des Guten[3] und im Juni 2014 das Buch Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg: Warum man sich nicht jeden Spaß verderben lassen sollte.[4]

Mit dem Institut für Zeitgenossenschaft IFZ[5] veröffentlichte sie im Dezember 2016 das Buch Die 100 Wichtigsten Dinge[6] mit Gastbeiträgen von Daniel Kehlmann, Katja Eichinger, Rafael Horzon, Sophie Hunger, Holger Liebs, Markus Lüpertz, Magnus Resch, Peter Richter, Claudius Seidl, Nils Minkmar und anderen.[7]

Sie schreibt Gags für Oliver Polak und ulmen.tv.[8]

El Ouassil ist Mitglied der Band Kummer[9] und bei MinD.

Seit September 2018 schreibt sie für das Onlineportal Übermedien die Kolumne Wochenschau.[10]

Kanzlerkandidatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2009 wurde El Ouassil in Hamburg zur Kanzlerkandidatin der PARTEI gewählt. Sie trat als Spitzenkandidatin an und nutzte die Promotion des Hape-Kerkeling-Films Horst Schlämmer – Isch kandidiere! zusammen mit Martin Sonneborn[11] für die Bewerbung des Films Die PARTEI, in dem sie die weibliche Hauptrolle spielte.[12] Die damals 23-jährige Studentin trat im Rennen um das politische Amt unter dem Motto „Frau ja, aber schöner“[13] an und wollte dafür sorgen, dass „ein Rock durch Deutschland geht“.[14] Der Bundeswahlleiter lehnte die Zulassung der Partei zur Bundestagswahl ab, eine kontroverse Entscheidung, die sich bei folgenden Wahlen nicht wiederholte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abspann von Walulis sieht fern
  2. Beitrag bei Telepolis (Bildunterschrift)
  3. https://www.achgut.com/autor/ouassil_boeer#artikelarchiv
  4. http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=42846&key=standard_rezension_52062339 (Memento vom 25. August 2014 im Webarchiv archive.today)
  5. Publikationen - Institut für Zeitgenossenschaft. In: Institut für Zeitgenossenschaft. (ifz-international.de [abgerufen am 12. September 2018]).
  6. http://www.zeit.de/kultur/literatur/2016-03/100-wichtigsten-dinge-buch
  7. http://www.hatjecantz.de/die-100-wichtigsten-dinge-6672-0.html
  8. Samira El Ouassil: (Verschiedene Titel). In: ulmen.tv. Abgerufen am 22. Januar 2017.
  9. https://www.youtube.com/watch?v=Y25xSLu2TFA&sns=em
  10. Samira El Ouassil: Three „Bild“-Boards Outside Chemnitz, Sachsen. In: Übermedien. 10. September 2018, abgerufen am 3. März 2019.
  11. unbekannt. In: clipfish.de. Archiviert vom Original am 8. August 2009; abgerufen am 22. Januar 2017.
  12. Der PARTEI-Film. In: parteifilm.de. Abgerufen am 22. Januar 2017.
  13. Satire-Kanzlerkandidatin: "Okay, dann nehmen wir Brüste". In: Spiegel Online. 25. August 2009, abgerufen am 22. Januar 2017.
  14. Die Partei – "Frau ja, aber schöner". In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, abgerufen am 22. Januar 2017.