Samschtig-Jass

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Icon tools.svg Dieser Artikel wurde wegen inhaltlicher Mängel auf der Qualitätssicherungsseite der Redaktion Film und Fernsehen eingetragen. Beteilige dich an der Verbesserung dieses Artikels und entferne diesen Baustein sowie den Eintrag zum Artikel, wenn du der Meinung bist, dass die angegebenen Mängel behoben wurden. Bitte beachte dazu auch die Richtlinien des Themenbereichs und die dort vereinbarten Mindestanforderungen.

Mängel: Der recht kurze Artikel bringt die Sendungen Stöck—Wys—Stich und Samschtig-Jass durcheinander, wobei nicht einmal klar wird, seit wann es letztere eigentlich gibt; der Donnschtig-Jass wird auch noch mitbehandelt. Die angegebnen Quellen sind insgesamt dürftig.--Abderitestatos (Diskussion) 18:08, 6. Jun. 2014 (CEST)

Samschtig-Jass (Samstags-Jass) ist eine Fernsehsendung von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, in der das Kartenspiel Jass gespielt wird. Als Ableger gibt es die Sendung Donnschtig-Jass (Donnerstags-Jass).

Samschtig-Jass wurde 1968 von Kurt Felix als erstes interaktives Fernsehformat in der Schweiz erfunden und bis 1969 moderiert. Die Sendung trug damals den Titel Stöck-Wys-Stich.[1] Sie gilt als eine der erfolgreichsten Fernsehsendungen der Schweiz und läuft jeden zweiten Samstag von 18.45 bis 19.20 Uhr auf SRF 1. Am Kartenspiel nehmen prominente und nicht-prominente Studiogäste teil sowie ein Telefonkandidat, der 16'000 Schweizer Franken gewinnen kann. Daneben treten Künstler aus dem Bereich der volkstümlichen Musik auf. Gespielt wird in der Jass-Variante «Differenzler». Moderatorin ist Monika Fasnacht als Nachfolgerin von Jürg Randegger, Mitglied des Cabaret Rotstift. Als Schiedsrichter und Experte war bis 1990 Gottfried Egg dabei. Sein Nachfolger von 1991 bis 2011 war Ernst Marti. Seit 2012 ist Dani Müller, der auch beim Donnschtig-Jass dabei ist, Schiedsrichter.[2] In den frühen Jahren wurde jeweils zum Ende der Sendung hin eine kurze Szene vor dem fiktiven Lokal Zum scharfe Egge eingespielt. Dabei stritten sich die drei Cabaret Rotstift-Darsteller Jürg Randegger, Werner von Aesch und Heinz Lüthi nach einem Jass-Abend um ein Jass-Problem das anschliessend aufgelöst wurde. Dieser Running Gag fand später mit der Nummer Die Zähtuusigscht auch Eingang in das Cabaret Rotstift Programm Mues das sii!. Die drei gealterten Darsteller sollten dort für die fiktive 10'000 Samschtig-Jass Sendung einen besonders guten Sketch einstudieren, was sie jedoch aufgrund diverser Altersprobleme (z.B. Hörprobleme, vergessen des Textes) nicht schaffen.

Die Sendung Donnschtig-Jass wird nur saisonal jedes Jahr im Juli und August (6 bis 7 Sendungen) wöchentlich donnerstags ab 20:05 Uhr ausgestrahlt, hierbei treten Gemeinden gegeneinander an und spielen um die Austragung der nächsten Sendung. In den frühen Jahren spielten am Jasstisch jeweils zwei Vertreter der gastgebenden Gemeinde und um die Austragung der nächsten Sendung je ein Telefonjasser und der Jasskönig der beiden Gemeinden. Später waren nur noch die beiden konkurrierenden Gemeinden vertreten. Das Format entstand 1984 und hiess entsprechend dem Sendetag damals noch Mittwoch-Jass. Die von Jürg Randegger moderierte Sendung wurde für nur ein Jahr geplant, jedoch wegen des grossen Erfolgs weitergeführt. Gejasst wurde damals in einem Bahnwagen. Ab 1989 wurde die Sendung während zwei Saisons von Randeggers Cabaret Rotstift-Kollegen Werner von Aesch moderiert. Im 1991 übernahm Urs Kliby die Sendung und gejasst wurde fortan in einem Postauto, zudem wechselte die Sendung auf den Donnerstag und wurde entsprechend umbenannt. Ab 1996 moderierte Monika Fasnacht die Sendung, gejasst wurde jetzt in einem Zelt. Ab 2011 übernahm Roman Kilchsperger die Moderation.[3]

Seit 2012 wird zudem einmal pro Jahr samstagabends die Jass- und Spielshow Kilchspergers Jass-Show ausgestrahlt. Die Show enthält neben den Jassrunden auch diverse Spiele.[3]

Kurioses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der sogenannte Telefonjasser spielt nicht, wie zumindest früher suggeriert, von zu Hause aus in der Sendung mit, sondern sitzt am Drehort in einem Nebenraum und trägt Kopfhörer mit Mikrofon. Die Sendungen wären gar nicht möglich, wenn der Telefonjasser von zu Hause aus mitspielte, da immer zwei Sendungen gleichzeitig aufgezeichnet werden und ohne Live-Übertragung am Fernsehen der Telefonjasser nicht zuschauen und mitspielen könnte.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Kurt Felix und Monika Fasnacht. (Memento vom 23. November 2011 im Internet Archive) In: Schweizer Fernsehen aus dem Jahr 2008
  2. Dani Müller sorgt beim «Samschtig-Jass» für Ordnung. In: suedostschweiz.ch vom 25. Oktober 2011
  3. a b 200. Sendung vom 6. August 2015.
  4. Rico Bandle: Der Telefonjasser sitzt gar nicht am Telefon. (Memento vom 15. Februar 2010 im Internet Archive) In: Tages-Anzeiger.ch/Newsnet vom 22. September 2008