Samsung Galaxy Tab 10.1

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Samsung Galaxy Tab 10.1
Samsung Galaxy Tab 10.1

Samsung Galaxy Tab 10.1

Hersteller Samsung
Technische Daten
Massenspeicher 16, 32, 64 GB Flash-Speicher
Prozessor 1 GHz Nvidia Tegra (Dual Core)
Arbeitsspeicher 1024 MB RAM
Bildschirm Touchscreen
25,6 cm (10,1 Zoll)
1280 × 800 Pixel
Betriebssystem Android 3.2, aktualisierbar auf Android 4.0.4
Konnektivität
Funkverbindungen
  • 2,5G (EDGE / GPRS) : 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz
  • 3G (HSPA+ bis 21Mbit/s) : 850 / 900 / 1900 / 2100 MHz
  • WLAN 802.11 a/b/g/n
  • Bluetooth 3.0
Anschlüsse
  • HDMI (nur über Adapter)
  • USB (nur über Adapter)
  • microSD-Kartenleser (nur über Adapter)
Abmessungen und Gewicht
Maße (H×B×T) 175 mm × 257 mm × 8,6 mm
Gewicht 569 g
Website
samsung.com

Das Samsung Galaxy Tab 10.1 (Modellbezeichnung GT-P7500) ist ein auf dem Android-Betriebssystem basierender Tablet-Computer des südkoreanischen Konzerns Samsung, der im Rahmen des Mobile World Congress im Februar 2011 in Barcelona erstmals vorgestellt wurde und im August 2011 in Deutschland in den Handel kam.[1] Mit einer Bildschirmdiagonale von etwas mehr als 25 cm ist dieses Galaxy Tab ein direkter Konkurrent des Apple iPad. Im Mai 2012 wurde in Deutschland die erste Generation des Geräts durch das vor allem im Software-Bereich verbesserte Samsung Galaxy Tab 2 10.1 abgelöst.

Technische Details[Bearbeiten]

Das TFT-LC-Display misst 21,76 cm × 13,60 cm bei einer Diagonale von 25,66 cm (10,1 Zoll) und einer Auflösung von 1280 × 800 Pixeln (Pixelgröße 0,0289 mm²). Dem 1,0-GHz-Dualcore-Prozessor stehen 1024 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Zu den weiteren Eigenschaften zählen eine Videokamera mit HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel), Mobilfunk mit HSPA+ bis 21 Mbit/s, WLAN-Unterstützung und eine 3-Megapixel-Fotokamera mit LED-Blitz.[2] Ein Update auf Android Ice Cream Sandwich 4.0 ist verfügbar, der etwas veränderte Nachfolger hatte es schon im Auslieferungszustand.

Rechtsstreit mit Apple[Bearbeiten]

Am 9. August 2011 erwirkte Apple vor dem Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen die deutsche Tochter von Samsung, die den Verkauf des Galaxy Tab 10.1 zunächst in der Europäischen Union (bis auf die Niederlande) untersagte (Aktenzeichen: 14c O 194/11). Apple wirft Samsung vor, das geschützte Geschmacksmuster des iPads zu imitieren und dadurch den „Kultstatus“ des Apple-Konkurrenzprodukts für sich auszunutzen.[3] Die Verfügung wurde am 16. August 2011 vom Landgericht auf Deutschland eingeschränkt.[4] Am 9. September 2011 bestätigte das Landgericht Düsseldorf, dass Samsung Deutschland sein Tablet-PC-Modell nicht vertreiben darf.[5] Für Samsung Deutschland gelte dieses Verkaufsverbot europaweit, entschied das Gericht. Samsung hat gegen das Düsseldorfer Urteil Berufung eingelegt, eine mündliche Berufungsverhandlung sollte jedoch vermutlich erst 2012 stattfinden.[6]

Das Verfahren in Düsseldorf ist Teil eines weltweiten Konflikts der beiden Großkonzerne. Nach Angaben des Patentexperten Florian Müller stehen derzeit (Stand: September 2011) 23 Klagen weltweit an.[7] Auf die Verfügbarkeit der Geräte in Deutschland hat das Düsseldorfer Urteil keine gravierenden Auswirkungen. Der deutschen Tochter von Samsung ist es untersagt, das Gerät in den Handel zu bringen. Der südkoreanische Mutterkonzern Samsung International hat jedoch weiter die Möglichkeit, Geräte nach Deutschland zu liefern.[8] So wurde beispielsweise das weiße Galaxy Tab 10.1 im September 2011 von über zwanzig Online-Shops mit Sitz in Deutschland zum sofortigen Verkauf in Deutschland angeboten.[9]

Am 17. November 2011 hat Samsung eine eigens für Deutschland veränderte Version des Tablets mit dem Namen Galaxy Tab 10.1N veröffentlicht. Nach Aussage von Samsung soll diese nicht mehr gegen das im Urteil vom Landgericht Düsseldorf beanstandete Design des Vorgängers verstoßen. Am 30. November 2011 beantragte Apple auch gegen die veränderte Version des Tablets (Galaxy Tab 10.1 N) beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung. [10] Das Landgericht Düsseldorf wies am 9. Februar 2012 den Antrag von Apple ab, den Vertrieb des Gerätes in der Bundesrepublik zu untersagen. Das im Vergleich zum Vorgängermodell abgeänderte Design unterscheide sich in ausreichendem Maße vom iPad, auch wenn die Gestaltung an das iPad angelehnt sei, so das Gericht.[11]

Auch in den Vereinigten Staaten lieferten sich Apple und Samsung einen Rechtsstreit um das Galaxy Tab 10.1. Nachdem Apple im Juni 2012 ein landesweites Import- und Verkaufsverbot für das Tablet erwirkt hatte, wurde dieses Anfang Oktober wieder aufgehoben. Das Gerät hat nach Meinung des Gerichts nicht das angeführte Designpatent von Apple verletzt.[12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. MediaMarkt verkauft Galaxy Tab 10.1. In: heise online. 13. August 2011, abgerufen am 16. August 2011.
  2. Samsung Galaxy Tab 10.1 Specifications. Hrsg.: Samsung Electronics Co. Ltd., abgerufen am 22. Juli 2011 (englisch).
  3. Apple vs. Samsung: Gericht untersagt Galaxy-Tab-Verkauf in Europa. In: heise online. 9. August 2011, abgerufen am 9. August 2011.
  4. Apple vs. Samsung: Verfügung gegen Galaxy Tab eingeschränkt. In: heise online. 16. August 2011, abgerufen am 16. August 2011.
  5. Urteil mit Aktenzeichen 14c O 194/11. Hrsg.: Landgericht Düsseldorf, abgerufen am 26. Oktober 2011.
  6. Samsung legt Berufung gegen Tablet-Urteil ein. In: heise online. Abgerufen am 24. September 2011.
  7. Gericht untermauert Verkaufsverbot für Galaxy Tab. In: Stern. 9. September 2011, abgerufen am 4. Oktober 2012.
  8. Apple wins German court ruling on Samsung tablets. Hrsg.: Reuters, abgerufen am 26. September 2011 (englisch).
  9. Samsung Galaxy Tab 10.1 Wi-Fi + 3G, 16GB, weiß (GT-P7500UWDDBT) ab €535,--. In: heise online. Abgerufen am 26. September 2011.
  10. heise online: Apple geht in Deutschland auch gegen modifiziertes Galaxy-Tab vor. Abgerufen am 30. November 2011.
  11. Samsung darf Galaxy Tab in Deutschland verkaufen. In: Handelsblatt. Abgerufen am 9. Februar 2012.
  12. Lars Budde: Schlappe für Apple: Samsung Galaxy Tab 10.1 darf wieder verkauft werden. In: t3n Magazin. 2. Oktober 2012, abgerufen am 4. Oktober 2012.