Schattenblumen

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Schattenblumen
Maianthemum racemosum, verzweigter Blütenstand

Maianthemum racemosum, verzweigter Blütenstand

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Nolinoideae
Gattung: Schattenblumen
Wissenschaftlicher Name
Maianthemum
F.H.Wigg.

Die Schattenblumen oder Schattenblümchen (Maianthemum) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration des Sternförmigen Duftsiegel (Maianthemum stellatum in Lilies and orchids, Tafel IX
Rote Früchte von Maianthemum racemosum

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Maianthemum-Arten handelt es sich um ausdauernde krautige Pflanzen. Aus dem unterirdischen Rhizom wachsen unverzweigte, aufrechte Stängel. An diesen Stängeln stehen zwei bis fünfzehn wechselständige Laubblätter. Die Blattspreiten sind bei den meisten Arten elliptisch bis eiförmig.

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Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in der Regel vielblütigen rispigen oder traubigen Blütenstände sind endständig. Die zwittrigen Blüten sind bei Durchmessern von einigen Millimetern radiärsymmetrisch. Die ausgebreitete Blütenhülle besteht aus sechs (bei Smilacina) oder vier (Maianthemum s.str.) weißen Blütenhüllblättern. Bei alle Arten sind die Beerenfrüchte bei Reife rot.

Standortansprüche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die meisten Arten ziehen feuchte, schattige Plätze in dichten Wäldern und in Tälern vor.

Einfacher Blütenstand von Maianthemum canadense
Einfacher Blütenstand von Maianthemum dilatatum
Verzweigter Blütenstand von Maianthemum gigas
Verzweigter Blütenstand von Maianthemum yesoense

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich bestand die Gattung, die deutliche Ähnlichkeiten mit den Maiglöckchen (Convallaria) und den Weißwurzen (Polygonatum) zeigt, aus lediglich drei Arten (Maianthemum bifolium, Maianthemum canadense und Maianthemum dilatatum). Genetische Untersuchungen zeigten jedoch eine so starke Ähnlichkeit mit den Pflanzenarten der Gattung Smilacina (auf Deutsch „Falsche Salomonssiegel“ oder ebenfalls „Schattenblumen“), dass vielen Autoren die beiden Gattungen unter dem Namen Maianthemum vereinigt haben. Diese Gattung besteht nun aus etwa 40 Arten. Andere Autoren aber trennen sie weiterhin aufgrund morphologischer Unterschiede und der geographischen Verbreitung.

Die drei Arten der ursprünglichen Gattung Maianthemum (Maianthemum bifolium, Maianthemum canadense und Maianthemum dilatatum) wachsen in den kühleren gemäßigten Gebieten Nordamerikas und Eurasiens. Die Arten der ursprünglichen Gattung Smilacina in den gemäßigten bis subtropischen Gebieten Nordamerikas und Ostasiens.

Ursprünglich wurde die Gattung wie viele andere den Liliengewächsen (Liliaceae) zugerechnet. Später wurde sie in die Maiglöckchengewächse (Convallariaceae) eingeordnet, die inzwischen wiederum von vielen Autoren in die Mäusedorngewächse (Ruscaceae) und mit ihnen in die Unterfamilie Nolinoideae der Spargelgewächse (Asparagaceae) eingegliedert werden.

Folgende Arten werden zu Maianthemum gestellt:[1]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Arten der früheren Gattung Smilacina werden manchmal als Zierpflanzen genutzt.

Ethnobotanik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Indianerstämme der Ojibwa und Potawatomi verwenden die nordamerikanische Art Maianthemum canadense als Analgetikum und zur Behandlung der Nieren und des Rachens. Auch die Arten Maianthemum dilatatum, Maianthemum racemosum und Maianthemum stellatum vom selben Kontinent dienten oder dienen als Heilpflanzen, sowie ihre Früchte als Nahrung.

In Nepal wird eine Wurzelzubereitung von Maianthemum fuscum bei Knochenbrüchen aufgetragen, und die Blätter von Maianthemum purpureum werden als Gemüse gegessen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao Rafaël Govaerts (Hrsg.): Maianthemum - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 16. September 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schattenblumen (Maianthemum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien