Schlägerei

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Schlägerei im Kongressgebäude der USA 1798
Versöhnliche Kneipenschlägerei in Böhmen (1908)

Eine Schlägerei oder Prügelei ist eine gewalttätige Auseinandersetzung mindestens zweier Personen. Teilweise wird oder wurde die Schlägerei auch als Raufhandel bezeichnet [1]. Die Oeconomische Encyclopädie (1773–1858) von Johann Georg Krünitz bezeichnet eine Schlägerei als „diejenige Handlung, da sich zwei oder mehrere Personen zusammen schlagen, es geschehe nun mit der bloßen Hand oder mit allerlei Werkzeugen“.[2]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meistens schlagen sich Männer. Eine amerikanische Studie sieht einen Zusammenhang zwischen Testosteron, juveniler Entwicklung und gewaltsamen Auseinandersetzungen.[3] Rivalität, Beleidigungen, verletzte Ehre und Alkoholkonsum begünstigen die entsprechende Gewaltbereitschaft.[4] Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm heißt es dazu, es sei „das schlagen auszer dem krieg, meistens von besoffenen leuten“.[5] Massenschlägereien sind ein Phänomen der Masse (Soziologie).

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Schlägereien zur politischen Machtausübung eingesetzt und durch Tolerierung des Staates abseits der geltenden Rechtsordnung scheinbar legalisiert.

Eine „herrliche“ Weihnachtsschlägerei in einer Hafenkneipe findet sich in Wind der Welt von Blaise Cendrars.

Rechtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Eine Schlägerei kann in Deutschland strafrechtlich nach § 222 des Strafgesetzbuches (Fahrlässige Tötung), § 223 StGB (Körperverletzung) und § 224 StGB (Gefährliche Körperverletzung) relevant sein. Wenn mindestens drei Personen beteiligt sind und aus der Schlägerei eine schwere Körperverletzung oder der Tod eines Menschen resultiert, ist oft § 231 StGB (Beteiligung an einer Schlägerei) einschlägig.

Schlägerei im Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich wie Schießereien und Verfolgungsjagden ist die Schlägerei ein filmisches Stilmittel. Sie kommt in zahlreichen Filmgenres wie Slapstickkomödien, Western, Krimis und Actionfilmen vor. In den Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill werden Schlägereien als Mittel der Übertreibung und komisches Element eingesetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zeno.org
  2. Oeconomische Encyclopädie
  3. Schlaegertyp und Y-Chromosom (Memento vom 7. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  4. Daniel Gerny: Handgreiflichkeiten in der Stadt: Nach der Kirche geht's zur Wirtshausschlägerei Auf: Neue Zürcher Zeitung vom 10. Juni 2017
  5. woerterbuchnetz.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlägereien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Schlägerei – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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