Schlagerraketen – Festival der Herzen

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Filmdaten
Originaltitel Schlagerraketen – Festival der Herzen
Schlagerraketen - Festival der Herzen Logo 001.svg
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1960
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Erik Ode
Drehbuch Fred Ignor,
Aldo von Pinelli
Produktion Aldo von Pinelli
(Melodie-Film)
Musik Werner Scharfenberger
Kamera Igor Oberberg
Schnitt Heinz Haber
Besetzung

Schlagerraketen – Festival der Herzen[1], auch in der Schreibweise Schlager-Raketen[2], ist ein deutscher Schlagerfilm von Erik Ode aus dem Jahr 1960.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Camillo Felgen ist Moderator bei Radio Luxemburg und organisiert gerade Künstler für seine nächste Ringsendung, die verschiedene europäische Radiostationen mit Live-Auftritten von Schlagerstars verbinden wird. Seine Sekretärin Nanette führt die Telefongespräche mit den Sängern und holt sie vom Flughafen ab. Bei einer solchen Fahrt trifft Nanette auf den Bankangestellten Marcel, der mit seinem Auto im Regen eine Panne hat und sich von ihr einen Wagenheber borgt. Sie leiht ihm das Werkzeug, fährt jedoch weiter, um Peter Kraus vom Flughafen abzuholen.

Marcel, dessen Schwester Trixi gerne Sängerin werden würde und ohne Wissen ihrer Mutter einen Auftritt in der Bar New Orleans plant, kann Nanette nicht vergessen. Sein kleiner Bruder Christian bringt ihn auf die Idee, nach ihr nicht über eine Anzeige, sondern über das Radio zu suchen. Tatsächlich darf Marcel in Camillos Sendung Schlagerfreunde nach der ihm unbekannten Schönen suchen, sieht sie jedoch kurz darauf im Aufnahmestudio. Zu seinem Kummer will Nanette nichts von ihm wissen. Camillo wiederum erhält nach Marcels Radioauftritt so viele Zuschriften, dass er sich entschließt, eine ganze Sendung zu machen, die lange getrennte Paare zusammenführt. Marcel schlägt vor, die Veranstaltung Festival der Herzen zu nennen. Kurzerhand stellt Camillo ihn als Organisator der Sendung ein und macht Nanette dabei zu seiner rechten Hand. Sie hat Marcel regelmäßig ignoriert und mit ihren zahlreichen Starbekanntschaften eifersüchtig gemacht.

Trixis erster Auftritt wird abgesagt, als ihre Mutter dahinterkommt. Sie plant nun, beim Festival der Herzen erstmals vor Publikum zu singen, und ihre Mutter, die rechtzeitig eingeweiht wird, stimmt dem zu. Beim Festival treten schließlich zahlreiche Künstler auf, darunter auch Trixi, und viele sich lang aus den Augen verlorenen Paare treffen sich wieder. Einige Treffen verlaufen gut, andere weniger. Marcel wiederum hat den ganzen Abend mit den Stars und den Paaren zu tun, sodass Nanette eifersüchtig wird und endlich selbst bemerkt, wie er sich bisher gefühlt haben muss. Beide werden am Ende ein Paar. Trixis Lied begeistert wiederum ihre Mutter, sodass auch der Komponist Peter, den Trixis Mutter bisher abgelehnt hat, nun in der Familie willkommen ist. Er und Trixi finden so mit mütterlicher Zustimmung zusammen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlagerraketen – Festival der Herzen wurde von August bis September 1960 gedreht und erlebte am 13. Oktober 1960 im Stuttgarter Universum seine Premiere. Die Filmkostüme schuf Eva Maria Schröder, die Bauten stammen von Eva Maria Schröder und Peter Röhrig.

Im Film werden zahlreiche Schlager gesungen:

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmblätter nannten Schlagerraketen – Festival der Herzen ein „flottes Feuerwerk musikalischer Unterhaltung“.[3] Für den film-dienst waren Film und Handlung simpel und belanglos und ausschließlich ein „Vorwand für die lieblose Aneinanderreihung von Schlagern“.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorspann der Originalversion des Films
  2. Original-Filmplakat des Films
  3. Zit. nach: Manfred Hobsch: Liebe, Tanz und 1000 Schlagerfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1998, S. 158.
  4. Schlagerraketen – Festival der Herzen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.