Schlatt (Hechingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schlatt
Stadt Hechingen
Ehemaliges Gemeindewappen von Schlatt
Koordinaten: 48° 20′ 36″ N, 9° 1′ 33″ O
Höhe: 552 m ü. NN
Fläche: 6,78 km²
Einwohner: 798 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 72379
Vorwahl: 07477
Südostansicht von Schlatt
Südostansicht von Schlatt

Schlatt ist ein Stadtteil von Hechingen im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlatt liegt etwa fünf Kilometer östlich der Kernstadt am Ausgang des Killertals am Nordrand der Schwäbischen Alb und wird von der Starzel durchflossen. Südlich des Ortes hat sich die Starzel schluchtartig in die dort vorhandenen Tonschiefer eingegraben und einen Wasserfall gebildet.

Das Ortsbild wird geprägt von der barocken Friedhofskapelle am Kirchenköpfle im Nordosten. Am Nordwestrand befindet sich ein alter Steinbruch, in dem Ziegelrohstoffe gefördert und in der angegliederten Ziegelei verarbeitet wurden. Die Gemarkungsfläche des Ortes beträgt 678 Hektar.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Orte grenzen an Schlatt, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Zollernalbkreis: Beuren, Jungingen, Boll, Stetten und Hechingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Friedhofskapelle in Schlatt, im Hintergrund der hier 850 Meter hohe Albtrauf

Der Ort Sclata wurde erstmals 1134 in einem Gründungsbericht des Klosters Zwiefalten erwähnt. Schlatt gehörte lange zur Grafschaft Zollern, bis es 1415 an Württemberg verkauft wurde. Graf Eitelfriedrich I. von Hohenzollern erwarb in den Jahren 1433 bis 1437 große Teile der Grafschaft zurück, darunter auch Schlatt. Im Dreißigjährigen Krieg brannten die mit Württemberg verbündeten Schweden das Dorf an Fastnacht 1634 nieder. Zwischen 1830 und 1866 schwächte eine mit der Rezession verbundene Hungersnot und Auswanderungswelle den Ort, so dass die Einwohnerzahl von 706 auf 591 sank.

Bei der Gebietsreform in Baden-Württemberg wurde Schlatt am 1. April 1972 nach Hechingen eingemeindet.[1][2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 32 verbindet den Ort mit Sigmaringen und dem Bodensee im Süden und Hechingen im Osten.

Schlatt ist Regionalbahn-Haltepunkt an der Bahnstrecke Hechingen–Gammertingen der Hohenzollerischen Landesbahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schlatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.schwarzwaelder-bote.de
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 528.