Schmedehausen

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Schmedehausen
Gemeinde Greven
Koordinaten: 52° 5′ 42″ N, 7° 43′ 19″ O
Höhe: 49 m
Einwohner: 600
Postleitzahl: 48268
Vorwahl: 02571

Schmedehausen (auch Glanedorf) ist ein Ortsteil von Greven und hat ca. 600 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung Schmedehausens lassen sich bronzezeitliche Funde nachweisen, die etwa bis 1200 v. Chr. zurückreichen. Aber auch Funde aus der römischen Kaiserzeit belegen durchgängig Besiedlung. Das erste schriftliche Dokument stammt aus der Sachsenzeit (ca. 950), als ein gewisser Hof „Jecmari“ in der Bauerschaft „Smithehuson“ zum Amtshof des Klosters Freckenhorst wurde. Diese Schmiede wird wohl auch der Namensgeber gewesen sein.

Etwa um 1200 lag Schmedehausen auf der Grenze zwischen dem Fürstbistum Münster und der Grafschaft Tecklenburg. Die Zollstation entstand im Haus Eltingmühle, die heute noch als Gasthof existiert.

Im Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 wurde Schmedehausen stark geplündert, da die Landstraße sowohl von durchziehenden Truppen, als auch die Verbindungsachse zwischen den verhandelnden Parteien in Münster und Osnabrück benutzt wurde. 1707 wurde die Grafschaft Tecklenburg preußisch. Im Napoleonischen Krieg von 1802 überschritt General Blücher mit seinen Truppen bei Schmedehausen die Grenze, um den östlichen Teil des Fürstbistums Münster zu besetzen. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss wurde Schmedehausen dann auch preußisch. Die Franzosen gliederten Schmedehausen in das Département Lippe zu Frankreich ein. Nach dem Wiener Kongress wurde Schmedehausen Teil der preußischen Provinz Westfalen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schmedehausen Teil von Nordrhein-Westfalen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]