Schriftfamilie

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Schriftfamilie Futura, ein Beispieltext mit möglichst vielen verschiedenen Buchstaben (Pangramm) und Designelementen der Schrift

Schriftfamilie ist ein Begriff aus der Typografie und bezeichnet eine Gruppe zusammengehörender Schriftschnitte mit unterschiedlichen Breiten (schmal, breit, …), Strichstärken (leicht, normal, fett, …) und Zeichenlagen (normal, kursiv, …), die in vielen Fällen in der Praxis von einem bestimmten Schriftgestalter entworfen werden und gemeinsame Formmerkmale aufweisen.

Gut ausgebaute Schriftfamilien können aus mehreren Dutzend Mitgliedern bestehen. Eine Schriftfamilie lässt sich in den meisten Fällen einer Schriftklasse nach DIN 16518 zuordnen, zum Beispiel der Klassizistischen Antiqua, der Serifenlosen Linear-Antiqua oder den Schreibschriften.

Bekannte Schriftfamilien sind die Baskerville, Helvetica, Futura, Arial, Univers oder die FF Meta.

Verwandte Schriftfamilien mit unterschiedlichen Klassifikationsmerkmalen (Serif, Sans Serif) werden als Schriftsippen bezeichnet, z. B. die Thesis, FF Quadraat oder Scala.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schriften erkennen. Eine Typologie der Satzschriften für Grafiker, Setzer, Buchhändler und Kunsterzieher, (gemeinsam mit Monika Müller-Thomas), Maier, Ravensburg 1981, ISBN 3-473-61581-1. Neuausgabe von Daniel Sauthoff, Gilmar Wendt und Willberg unter dem Titel: Schriften erkennen. Eine Typologie der Satzschriften für Studenten, Grafiker, Setzer, Kunsterzieher und alle PC-User. Schmidt, Mainz 1996, ISBN 3-87439-373-9, ISBN 3-87439-418-2.