Schwimmart

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Die Begriffe Schwimmart oder Schwimmtechnik bezeichnen die spezielle Fortbewegungsweise beim Schwimmen. Vom Deutschen Schwimmverband werden für das Sportschwimmen folgende Schwimmarten unterschieden:[1]

Früher übliche und heute selten praktizierte Schwimmarten sind Seitenschwimmen und Altdeutsch-Rücken-Schwimmem.

Abgrenzung zum "Schwimmstil"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Schwimmstil ist die individuelle Ausführung einer Schwimmart durch den einzelnen Schwimmer.

Abweichungen von der vorgegebenen Norm einer "Schwimmtechnik" führen im Wettkampf zu einer Disqualifikation des Schwimmers. Er darf beispielsweise während des Wettkampfs nicht die Schwimmtechnik wechseln, sich etwa nicht während des Rückenschwimmens auf den Bauch drehen. Die Entscheidung über Abweichungen von der Techniknorm hat (gegebenenfalls nach Rücksprache mit den Kampfrichtern) der Schiedsrichter zu treffen.[2]

Anders verhält es sich mit der Wahl des persönlichen Schwimmstils: Ein Wechsel des Schwimmstils wäre zum Beispiel der Wechsel von einer Dreier-Armzug- auf eine Zweier-Armzug-Atmung während des Kraulschwimmens oder eine veränderte Armführung, ohne die Schwimmart zu wechseln. Rein stilistische, regelkonforme Ausprägungen der einzelnen Techniken unterliegen keinen Sanktionen.

Erläuterungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwimmart "Freistil" bedeutet an sich eine beliebig wählbare Schwimmart. Sie wird aber überwiegend als Kraulschwimmen durchgeführt, weil Kraulen die schnellste Schwimmtechnik ist.
In der Schwimmart "Lagen" werden die vier erstgenannten Arten in den Einzelwettbewerben in der Reihenfolge Schmetterling, Rücken, Brust und Kraul geschwommen.
In den Lagen-Staffelwettbewerben schwimmen die nacheinander startenden Einzelschwimmer mit der Abfolge der Schwimmarten Rücken, Schmetterling, Brust und der letzte in der Kraultechnik.[3]:

Schwimmkombinationen (auch: Bewegungskombinationen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier werden die Armführung einer Schwimmart mit der Beinbewegung einer anderen Schwimmart kombiniert. Diese Übungsformen dienen zur Verbesserung der Koordination.

Beispiele für Bewegungskombinationen sind: Delfinarme-Kraulbeine, Delfinarme-Brustbeine, Rückenarme-Delfinbeine, Rückengleichschlag-Delfinbeine, Rückenarme-Brustbeine, Rückengleichschlag-Brustbeine, Rückengleichschlag-Rückenbeine, Brustarme-Kraulbeine, Brustarme-Delfinbeine, Kraularme-Delfinbeine, Kraularme-Brustbeine.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Schwimmverband, Wettkampfbestimmungen Schwimmen, Stand 14.03.2015, §139
  2. Deutscher Schwimmverband, Wettkampfbestimmungen Schwimmen, Stand 14.03.2015, § 106, Abs. 3
  3. Deutscher Schwimmverband, Wettkampfbestimmungen Schwimmen, Stand 14.03.2015, §130