Scott Adams (Comiczeichner)

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Scott Adams

Scott Adams (* 8. Juni 1957) ist ein US-amerikanischer Comiczeichner und Buchautor. Bekannt wurde er durch die Dilbert-Comics und -Bücher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adams studierte Wirtschaftswissenschaften und Management mit Abschluss MBA an der Universität von Berkeley. Danach arbeitete er 17 Jahre lang in Großraumbüros, zuletzt bei der US-Telefongesellschaft Pacific Bell.[1] Dort nahm in „endlosen Meetings“[1] die Comicfigur Dilbert allmählich ihre mundlose Gestalt an. Über die Jahre entwarf er in seinen satirischen Büchern im Spannungsfeld von Management und Ingenieurwesen einen umfangreichen Büromikrokosmos. Der Hauptcharakter Dilbert ist angestellter Ingenieur, alleinstehend und regelmäßig Opfer seines unfähigen Vorgesetzten, des „spitzhaarigen Boss“. Seine Kollegen machen ihm das Leben zusätzlich schwer.[2]

In Deutschland erschienen seine Comicstrips um die Jahrtausendwende im Wirtschaftsteil der Wochenzeitung Die Zeit. 1997 wurde Adams mit dem Reuben Award der National Cartoonists Society als Cartoonist of the Year ausgezeichnet.[3]

Adams ist auch Inhaber von Scott Adams Foods, Inc., die ab 1999 vegane Burritos namens Dilberito anbot.[4] Adams ist Vegetarier.[4]

Er hatte eine Zeitlang Spasmodische Dysphonie, was ihn beim Sprechen behinderte, aber operativ gebessert wurde.[5]

Einer These von Adams zufolge gewinnt im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf stets der Kandidat mit dem vollsten Haar.

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adams ist Anhänger der Republikaner und vertritt mehrere kontroverse politische Positionen. So ist er ein erklärter Klimaskeptiker. 2012 unterstützte er die Präsidentschaftskandidatur von Mitt Romney. Anfang 2016 lobte er früh Donald J. Trump und sagte voraus, dieser werde bei den Präsidentschaftswahlen einen Erdrutschsieg erringen. Nachdem Trump bei einigen Vorwahlen Ted Cruz unterlegen war, machte Adams hierfür Wahlbetrug verantwortlich. Dennoch sprach er sich im Juni 2016 überraschend für die Wahl von Hillary Clinton aus. Wenige Wochen später erklärte er allerdings, er habe dies nur getan, weil er um sein Leben gefürchtet habe, da er sich von Clinton und ihren Anhängern bedroht gefühlt habe. Im Juli 2016 erläuterte er in seinem Blog:

Note: I endorsed Hillary Clinton – for my personal safety – because I live in California. It isn’t safe to be viewed as a Trump supporter where I live. ("Anmerkung: Ich habe Hillary Clintons Wahl aus Gründen meiner persönlichen Sicherheit empfohlen, da ich ich Kalifornien lebe. Da wo ich lebe, ist es nicht sicher, als Trump-Anhänger gesehen zu werden.")

Im September 2016 sprach sich Adams dann aber doch offiziell für die Wahl von Trump aus; als Begründung gab er an, dass Clinton eine schwere Erkrankung verheimliche und überdies plane, die Einkommensteuer auf 65 % zu erhöhen. Überdies habe sie die amerikanischen Bürger systematisch gegeneinander aufgehetzt. Im Februar 2017 kündigte er an, seiner Alma Mater, der University of Berkeley, die er zuvor regelmäßig mit Spenden bedacht hatte, künftig kein Geld mehr zukommen zu lassen, nachdem Studenten bei gewalttätigen Protesten an der Universität einen Auftritt des Trump-Anhängers Milo Yiannopoulos auf dem Campus verhindert hatten.

Im April 2017 vertrat Adams auf seiner Homepage die Ansicht, der Giftgasvorfall im April 2017 in Syrien sei inszeniert worden, um Donald Trump zu einem Angriff auf die syrischen Regierungstruppen zu veranlassen.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997 Das Dilbert Prinzip
  • 1997 Dogberts Top-secret-Management-Handbuch
  • 1998 Dilbert Future
  • 1998 The Joy of Work
  • 2003 Dilbert und die Stunde des Wiesels
  • 2005 Wir machen Gewinn, sobald der Komet einschlägt
  • 2008 Die richtige Einstellung
  • 2011 Best of Dilbert

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„The source of all unhappiness is other people. As soon as you learn to think of other people as noisy furniture, the sooner you will be happy.“

„Die Quelle allen Unglücks sind andere Leute. Sobald Sie lernen, andere Leute als lärmende Möbel zu sehen, werden Sie glücklich werden.[6]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996: Gastauftritt in der Sitcom NewsRadio. In der Folge 'Dilbert und die Arbeitstiere' spielt er jedoch nicht sich selbst, sondern nur eine kleine Nebenrolle, während jemand anders sich als Scott Adams ausgibt.

1997: Gastauftritt als Mr. Adams in der Science-Fiction-Serie Babylon 5. Mr. Adams beauftragt einen Detektiv, seinen Hund und seine Katze zu suchen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Das Dilbert-Prinzip, Heyne 1997, Autorennotiz.
  2. Dilbert - die Charaktere, bei vdi-nachrichten.de
  3. Übersicht über die von der National Cartoonists Society verliehenen Auszeichnungen und ihre Preisträger (englisch), abgerufen am 1. Februar 2016
  4. a b bizjournals.com: Dilbert creator backs burrito ventureDilbert creator backs burrito venture
  5. Scott Adams: How To Fail At Almost Everything. Kind of the Story of My Life
  6. dilbert.com: Wally's Keynote Speech, abgerufen 1. Februar 2016