Sehlen (Gemünden)

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Sehlen
Koordinaten: 51° 0′ 35″ N, 8° 56′ 56″ O
Höhe: 273 m ü. NHN
Fläche: 4,21 km²[1]
Einwohner: 257 (15. Jan. 2009)
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35285
Vorwahl: 06456

Sehlen ist ein Stadtteil von Gemünden (Wohra) im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen.

Der Ort liegt an der Schweinfe zwischen Kellerwald und Burgwald in Mittelhessen. Im Ort treffen sich die Landesstraßen 3073 und 3077.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits aus der Steinzeit sind Spuren menschlicher Siedlungen bekannt, archäologische Funde im Naturschutzgebiet Donisse belegen dies. Um 750 taucht der Ort erstmals mit dem keltischen Namen Salaha (Herrenhof/ Heiligtum am Wasser) zum Lahngau gehörig auf. Vor mehr als 1000 Jahren als Gerichtsort war Sehlen Mittelpunkt der gesamten „Bunstruth“. Bis zur Auflösung des Amtes war Sehlen Sitz des Amtes Bunstruth. Danach, ab 1577 gehört Sehlen zum Amt Rosenthal. Ein Mannlehenverzeichnis des Stiftes Wetter aus dem 12. Jahrhundert erwähnt Güter des Stifts in "Selen".[2] 1919 wurde das 1593 errichtete Rathaus mit Untergericht wegen Baufälligkeit abgerissen. [1] 1933 hatte Sehlen 270 Einwohner. Am 31. Dezember 1971 kam der Ort im Zuge der Gebietsreform in Hessen zur Stadt Gemünden an der Wohra.[3]

Die Donisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Donisse oder Burg Sehlen liegt östlich außerhalb des Ortes auf einer Kuppe und ist eine verschwundene Burg, deren Entstehung vermutlich in das 9. Jahrhundert zurückgeht. Es sind nur noch Reste des Turmhügels, Wälle und Gräben zu erkennen. Die Anlage wurde teilweise durch einen Steinbruch zerstört. Die Flur ist als Naturschutzgebiet Donisse ausgewiesen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Sehlen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 4. April 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. HADIS: Auflistung der Mannlehen die zum Marienaltar in Wetter gehören
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 390.