Sektion Hochland des Deutschen Alpenvereins

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Sektion Hochland (DAV) e. V.
(Sektion Hochland)
Logo des Deutschen Alpenvereins
Zweck Förderung des Bergsteigens und alpiner Sportarten; Erhaltung der Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt
Vorsitz: Stefan Dräxl
Gründungsdatum: 23. Dezember 1902[1]
Mitgliederzahl: 946 (Stand: 31. Dezember 2018)[2]
Sitz: München, Bayern
Website: DAV-Hochland.de

Die Sektion Hochland des Deutschen Alpenvereins (DAV) e. V. ist eine Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV). Die 1902[1] gegründete, in München ansässige Sektion ist (Stand: 31. Dezember 2018) mit 946 Mitgliedern[2] eine der kleineren Sektionen des Deutschen Alpenvereins.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sektion Hochland des DAV wurde am 23. Dezember 1902[1] im Münchener Hofbräuhaus gegründet. Gründungsmitglied war u. a. der Kunstmaler Rudolf Reschreiter.

Im Lauf der Jahre erwarb oder erbaute die Sektion mehrere Gebirgshütten. Zunächst konnte die Hochlandhütte 1909 errichtet werden, die Arnspitzhütte folgte 1910. Das Soiernhaus und die Hans-Mertel-Hütte (auch Unteres Soiernhaus) konnten 1920 von den Bayerischen Staatsforsten gepachtet werden. Die Hans-Mertel-Hütte wird zusammen mit der Bergwacht Bayern betrieben. Als letzte Pachthütte folgte 1924 die Mühltalalm.

Die Blaueishütte wurde 1922 errichtet, brannte durch Brandstiftung 1946 ab und ging kurz nach der Wiedererrichtung 1955 durch eine Lawine ab. Der Standort musste wegen finanzieller Engpässe von der Sektion aufgegeben werden und die Sektion Berchtesgaden errichtete die neue Blaueishütte.

Mitglieder der Sektion Hochland unternahmen mehrere Expeditionen, so unter anderem an der Deutsch-Sowjetischen Alai-Pamir-Expedition 1928, wobei die die Erstbesteigung des Pik Lenin (7134 m) gelang. Bei der Deutsch-Amerikanischen Expedition 1932 konnte der Rakhiot Peak (7070 m) erstbestiegen werden.

Die Sektion bietet ein Tourenprogramm mit etwa 20 bis 30 Kursen und Touren pro Jahr an. Darüber hinaus hat die Sektion ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm. Die Mitglieder der Sektion nehmen regelmäßig erfolgreich an Kletterwettbewerben teil.

Sektionsvorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine chronologische Übersicht über alle Präsidenten der Sektion seit Gründung.[3]

Amtszeit Präsident Anmerkung
1902–1904 Heinrich Lieberich Oberstaatsanwalt
1905–1907 Christian Kittler Oberstudiendirektor
1908–1911 Heinrich Lieberich Oberstaatsanwalt
1912–1913 Max Ahles Rechtsanwalt
1914–1921 Heinrich Lieberich Oberstaatsanwalt
1922–1923 Josef Seeber Senatspräsident
1924–1929 Leonhard Meukel Ministerialrat
1931–1934 Leonhard Meukel Ministerialrat
1935–1945 Eugen Allwein Praktischer Arzt
1939–1945 Josef Paur Direktor (vertretungsweise)
1946–1981 Hans Ackermann Verw.-Gerichtsdirektor
1982–1993 Gerhard Meyer Hochschullehrer
1993–2011 Alois Mittermaier Verwaltungsbetriebswirt
Seit 2011 Stefan Dräxl

Hütten der Sektion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sektion Hochland betreibt zwei bewirtschaftete sowie drei unbewirtschaftete Hütten.[4]

Bewirtschaftete Hütten
Selbstversorgerhütten
Ehemalige Hütte

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Alpenvereinssektion Hochland: 1. Jahresbericht. (PDF) Bibliothek des Deutschen Alpenvereins, 9. Dezember 1903, S. 2, archiviert vom Original; abgerufen am 26. Oktober 2017 (deutsch).
  2. a b Sektion Hochland, Deutscher Alpenverein, alpenverein.de
  3. Sektion-Hochland.de: Sektionsvorsitzende der Sektion Hochland
  4. Sektion-Hochland.de: Hütten